Robert van Melle, Origin Fruit Direct:

"Die Traubensaison in Übersee kann losgehen, obwohl die Auswirkungen der Überschwemmungen in Spanien noch nicht bekannt sind"

Die ersten brasilianischen Trauben werden diese Woche verpackt. Robert van Melle von Origin Fruit Direct spricht von einer interessanten Überseesaison. "Die Überschwemmungen in Murcia und Alicante, Spanien, werden zu einer hohen Nachfrage nach spanischen Trauben führen.
Das wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen."

Bedrohliche Wolken während Roberts Besuch in Murcia im August

"In Brasilien kann es losgehen, allerdings sollten die Menschen ihre Rechnung nicht ohne den Wirt machen. Im vergangenen Jahr erlebten sowohl spanische, italienische als auch griechische Trauben viel Regen, was sich definitiv auf Qualität und Zustand auswirkte, aber trotzdem lieferten die Menschen noch lange. Infolgedessen begann der europäische Markt erst Ende Oktober mit der Umstellung auf Übersee-Trauben", so Robert.

"Bis letzte Woche war das Szenario ungefähr dasselbe. Jetzt müssen wir abwarten, inwieweit die spanischen Landwirte betroffen sind. Verschiedene Kunststoffbeläge wurden beschädigt, so dass die Trauben direkt dem Regen ausgesetzt waren. Andererseits ist Spanien nicht der größte Akteur bei weißen, kernlosen Trauben, es wird noch viel Angebot aus Italien und Griechenland geben. Ich gehe davon aus, dass sich die Preise erholen werden, das ist eine gut für die brasilianischen Landwirte. Sie sind eine Woche früher dran als sonst, vor allem Großbritannien importiert bereits Trauben aus Brasilien."

"Unsere Lieferanten in Brasilien haben uns mitgeteilt, dass Qualität und Zustand der Trauben aufgrund des kalten Frühlings etwas schlechter sind als im Vorjahr. Ansonsten wird eine gewöhnliche Ernte erwartet. Im vergangenen Jahr waren die Traubenpreise niedrig, wobei chilenische Trauben die Ausnahme bildeten, da Peru nicht in den USA verkauft und stattdessen alles nach Europa geschickt hat. Dadurch ist der gesamte Markt zusammengebrochen", fährt Robert fort.

"Als Südafrika begann, war ganz Europa noch mit peruanischen Trauben gesättigt. Im Januar und Februar führte dies zu dramatischen Preisen von etwa 8-10 Euro für weiße und rote kernlose Trauben. In diesem Jahr wird erwartet, dass Peru sein übliches Volumen in die USA verschickt, so dass Namibia und Südafrika hoffentlich wieder normale Preise bekommen."

Ein wichtiger Trend auf dem globalen Traubenmarkt ist, dass viele neue Reben gepflanzt wurden und dass die aktuellen Plantagen Platz für neue Sorten machen, so dass mehr Kilogramm aus der gleichen Hektarzahl kommen. "Vor allem Peru expandiert deutlich. In den kommenden Jahren können wir mit deutlich mehr Trauben rechnen, die alle einen Abnehmer finden müssen", so Robert abschließend. "Bei den Sorten sticht vor allem Sweet Globe hervor. Diese Sorte ist nicht nur in Europa, sondern auch in Asien und den USA angesagt, was in den kommenden Jahren weniger beliebte kernlose Sorten betreffen könnte."

Für weitere Informationen:
Robert van Melle
Origin Fruit Direct
Tel: +31(0)88 244 93 57
robert@originfruitdirect.nl
www.originfruitdirect.nl 


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