Fotobericht: Zu Besuch bei der Gärtnerei Umbach

"Ich glaube fest, dass sich Gojibeeren in Deutschland durchsetzen werden"

Gojibeeren und Chilis haben auf den ersten Blick nur relativ wenig miteinander zu tun, für Klaus Umbach von der Gärtnerei Umbach in Heilbronn sind beide jedoch Herzensangelegenheit. Die Gemeinsamkeit liegt, laut der chinesischen Heilkunde, im "Qì", der Lebensenergie. In seiner Gärtnerei baut er neben Zierpflanzen mit Bioland-Zertifikat auch Gojis und Chilipflanzen an, und hat in beiden dieser Sparten regionale Kooperationen auf größerem Maßstab.


Chili-Pflanzen in der Gärtnerei Umbach

Die Gojibeeren sind bisher noch ein Sorgenkind: "Regionalität und Bioqualität sind gefragt, die Preise sind für den Handel jedoch zu hoch." Die Sorte spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: "Wir haben viele verschiedene Sorten probiert und können jetzt sagen, dass die Turgidus die süßeste, frühste und resistenteste ist. Andere Sorten, mit mehr Bitterstoffen, die zu günstigen Bedingungen im Ausland angebaut werden, verursachen so einige Probleme im Handel und schrecken potenzielle neue Kunden ab." Um dem entgegen zu wirken möchte sich Umbach vorerst vermehrt auf die Aufklärung fokussieren.


Oben: Goji-Setzlinge. Unten: Ausgewachsene Plantage.

Das richtige Produkt, zum angemessenen Preis, an den Markt zu bringen erweist sich dabei als Problem. Gojibeeren werden oftmals noch mit anderen Beeren verglichen, was sich nur schwer aus den Köpfen der Einkäufer und Konsumenten bringen lässt. "Man würde ja auch nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Bei den Gojis, die botanisch eng mit Tomaten oder Paprika verwandt sind, und Heidelbeeren wird leider kein Unterschied gemacht."


Gojis bereit für die Ernte

Um den chinesischen Exotenbeeren aus Heilbronn größere Bekanntheit zu verschaffen arbeitet Umbach mit Stefan Ueltzhöfer zusammen, dem Geschäftsführer von sechs Edeka-Märkten in der Region. In seiner preisgekrönten Obst- und Gemüseabteilung möchte er glaubhafte Regionalität mit Gesicht vermitteln.



Klaus Umbach mit Lisa Ueltzhöfer, die für die Obst- und Gemüseabteilung in den Märkten zuständig ist.

Zusätzlich zum saisonalen Angebot von frischen Gojis im Sortiment gibt es ganzjährig getrocknete Demeter-Ware und eine kleine Goji-Plantage –  direkt auf dem Parkplatz einer Filiale im Heilbronner Zentrum. "Die Kunden sollen ja nicht die Katze im Sack kaufen und können sich hier auf dem Parkplatz direkt an den Sträuchern bedienen um sich einen Eindruck zu verschaffen", so Umbach über das Projekt.


Parkplatz-Plantage am Edeka-Markt

Am Markt für frische Gojibeeren gibt es noch viel Raum nach oben, weiß er. Die deutschen Gojibeeren können mangels zahlungsbereiter Großabnehmer nur teilweise regional und direkt vermarktet werden, erzählt Umbach: "Die preislich attraktivere Ware aus dem Ausland kommt bei den Kunden besser an – die Händler würden aber deutsche Bioware bevorzugen. Wir müssten jedoch einen Kilopreis von über 80€ erreichen damit sich die aufwendige Ernte rentiert. Für das Geld, was wir derzeit bekommen könnten rentiert sich die Investition schlichtweg nicht mehr." 50% mehr Gojis wären derzeit lieferbar, der Exot steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf über 10 Hektar zur Ernte bereit, kann aber Mangels Abnehmern nicht vermarktet werden.


Verpackung für frische und getrocknete Gojis

Ist das bereits das Ende der Gojibeeren in Deutschland? Nicht für Umbach. "Ich bin voll und ganz von diesem Produkt und meiner Sorte Turgidus überzeugt. Es dauert vielleicht noch ein paar Jahre, aber ich glaube fest daran, dass sich die gesundheitlichen Vorteile der Gojis früher oder später auch hier durchsetzen werden."

Für weitere Informationen über die Gojis und ihre Wirkung empfiehlt Klaus Umbach folgendes Video:

Für weitere Informationen:
Klaus Umbach
Gärtnerei Umbach
Klinge 2 / Staufenberger Weg
74074 Heilbronn
Telefon: 07131 58960-0
Telefon: 07131 58960-14
E-Mal: info@gaertnerei-umbach.de 
Web: www.gaertnerei-umbach.de/ 


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