Fotobericht: Zu Besuch bei der Pantiru Knoblauchkulturen GbR

"Das Wetter im 'Kalifornien Hessens' ist gut für den Knoblauchanbau"

"Knoblauch ist für uns eine Herzensangelegenheit", sagt Konstanze Pantiru im Interview mit FreshPlaza. Die diesjährige Saison für Knoblauch der Firma Pantiru geht diese Woche zu Ende. Der Familienbetrieb baut in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf insgesamt 24 Hektar Knoblauch, und auf einem Hektar Süßkartoffeln an. Nach dem Ende der Saison für frische Ware, die in diesem Jahr am 15. Mai startete, wird es noch bis in den Januar hinein getrockneten Knoblauch geben. Außerhalb der Saison beschäftigen sich Konstanze und Ehemann Ciprian auch mit dem Handel von Saatgut.


Frischer rosa Knoblauch

Die Saison war gut, bestätigt Ciprian. "Der Knoblauch braucht warmes, trockenes Wetter. Dafür sind wir hier in Lampertheim und der Umgeben gut gelegen. Wir sind im Kalifornien Hessens", lacht er. Der Landwirt war die letzten vier Monate quasi Tag und Nacht mit der Ernte beschäftigt. "Wir bauen ungefähr zehn verschiedene Sorten mit verschiedenen Erntezeitpunkten an um die Saison so gut wie möglich zu verlängern. Der Knoblauch muss aus der Erde sobald er reif ist." Im Kühlhaus hält sich die Ware dann für gut zwei Monate. Was nicht frisch vermarktet werden kann durchläuft die hauseigene Trocknungsanlage und ist danach für mehrere Monate haltbar.



Getrocknete Ware

Vermarktet wird die Ware hauptsächlich über den Großhandel, direkt an den LEH oder in lokalen Hofläden. "Außerdem gibt es einen kleinen Verarbeitungsbetrieb für Pfälzer Waren, der unseren Knoblauch verwendet." Regionalität ist seit 2014 bereits ein großes Thema am deutschen Markt. Der Betrieb nutzt daher seine Lage am Dreiländereck aus: "Wir haben Anbauflächen in allen drei Bundesländern und auch die entsprechenden Qualitätssiegel. Wir lagern den Knoblauch in drei Kühlhäusern, je nach der Herkunft der Waren."



Verbliebene Ware von Anbauflächen in BaWü für diese Saison: "Die Kühlhäuser waren zwischenzeitlich bis unter die Decke gefüllt."

Preislich liegt der Lampertheimer Knoblauch natürlich über Importware aus China und Spanien. Das sei leider in manchen Fällen ein Problem, beklagt Konstanze: "Knoblauch wird in relativ kleinen Mengen gegessen, daher sollten ein höherer Kilopreis durchaus vertretbar sein, wenn man dafür regionale Qualitätsware erhält. Wir wollen als Familienbetrieb Knoblauch aus der Region für die Region liefern und betreiben 'Gemüsebau zum Anfassen'."


Rumänische Saisonarbeitskräfte beim händischen Aufbereiten des frischen Knoblauchs

Ein Projekt, welches die Pantirus in der Zukunft angehen möchten, ist die bessere Verwendung der Ausschussware: "Wir senden diese meistens nach Rumänien, wo die Standards für die Vermarktung niedriger sind als im strengen deutschen Handel." Die industrielle Verarbeitung sei keine Option: "Verarbeiter suchen ihren Rohstoff rein nach Preis an, Regionalität ist da kein Faktor. Wir würden uns natürlich wünschen, alle unsere Waren regional an die Konsumenten bringen zu können."


Konstanze und Ciprian Pantiru mit ihren Kindern Alisia, Casian und Nicolai-Fabian.

Weitere Informationen:
Pantiru Knoblauchkulturen GbR & Saatguthandel
GF: Ciprian und Konstanze Pantiru
In den Gärten 5
68623 Lampertheim
Tel: +49 (0)6206 1556140
Ciprian Pantiru: 0173 1065833
Konstanze Pantiru: 0174 4678858
E-Mail: pantiru.ciprian@t-online.de 
www.pantiru-knoblauchkulturen.de 


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