Mecklenburg-Vorpommern erwartet schwache Ernte

Trotz Sonne: Apfel-Ernte krankt an Mai-Wetter

Die Apfelbauern in Mecklenburg-Vorpommern erwarten eine schwache Ernte. Nach 44 000 Tonnen im vergangenen Jahr werde dieses Jahr lediglich von 13 000 bis 15 000 Tonnen ausgegangen, sagte Obstanbauberater Rolf Hornig von der LMS Agrarberatung der Deutschen Presse-Agentur. Der Grund: Während der Apfelblüte im Mai habe es Frostnächte gegeben. "Wir hatten mehrere Luftfrostnächte, wobei an vielen Standorten Apfelblüten erfroren sind." Anfang Mai sei es zudem auch tagsüber kühl gewesen, so dass Bienen und andere bestäubende Insekten wenig geflogen seien. Die Apfelernte soll am 30. August starten.

Von den Frostnächten seien in Deutschland neben dem Nordosten auch Anbaugebiete im östlichen Brandenburg und an der Niederelbe betroffen gewesen, sagte Hornig. An der Niederelbe setzten viele Obstbauern jedoch eine Frostschutzberegnung ein, so dass die Auswirkungen dort milder als in Mecklenburg-Vorpommern seien.

Frühjahrsfröste 
In ganz Europa wird dieses Jahr eine geringere Ernte erwartet, wie Hornig sagte. Während im vergangenen Jahr 13 Millionen Tonnen gepflückt wurden, würden es 2019 voraussichtlich 10,5 Millionen Tonnen. Grund sei, dass von den Frühjahrsfrösten auch Polen als Europas größter Produzent betroffen gewesen sei. Dort werde eine um 24 Prozent geringere Apfelernte als 2018 erwartet.

Quelle: Abendblatt / DPA


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