Euler Hermes:

„Deutscher Gradmesser: Globale Rezession hält an“

Die deutsche Wirtschaft ist das perfekte Thermometer, um die Temperatur der globalen Wirtschaft zu messen. Laut dem ‚German Global Trade Momentum‘ (GGTM) muss schnell etwas passieren, um eine tiefe und globale Rezession zu verhindern. Leider gibt es keine Anzeichen für eine Verbesserung.

Das GGTM als Indikator ist das Ergebnis einer kombinierten Studie vom Kreditversicherer Euler Hermes und der Allianz Versicherungsgruppe. Sie haben erforscht, in wie weit die deutsche Wirtschaft als Herzmonitor für die globale Handelsdynamik gesehen werden kann. Das wurde auf ein Berechnungsmodell, das German Global Trade Momentum, übertragen. Dieses basiert hauptsächlich auf neuen Bestellungen in der verarbeitenden Industrie und den Exporterwartungen.

Offene Volkswirtschaft
Johan Geeroms, Leiter der Risikobewertung bei Euler Hermes Niederlande sagt: „Deutschland ist der dritte Exporteur der Welt. Das Land hat offen-volkswirtschaftliche Strukturen und als Exporteur sind sie in einer Vielzahl der Wirtschaftszweige repräsentiert. Deutschland ist eng mit der globalen Wirtschaft verknüpft. Dementsprechend können globale Entwicklungen in Deutschland früher als irgendwo anders beobachtet werden.“

Die stark schwächelnde, deutsche Wirtschaft ist ein Indikator für globale Entwicklungen laut Geeroms. „Natürlich hat der Rückgang der Autoindustrie einen großen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft, aber das wurde beim GGTM miteinbezogen. Wir haben bemerkt, dass die gesamte deutsche, industrielle Produktion nach zwei stabilen Monaten weiter zurückgeht. Die deutsche Industrie steckt die gesamte Eurozone an, wo die verarbeitende Industrie einfach schlecht abschneidet.“

Kein Zeichen der Erholung
Die Tür für eine globale Rezession ist laut Geeroms weit geöffnet. „Im zweiten Quartal setzte sich der Rückgang im globalen Handel fort. Unsere Forschungsabteilung sieht keine Anzeichen für eine Erholung. Wenn man das GGTM betrachtet, bemerken wir, dass die deutschen Exporterwartungen in den letzten sieben Jahren nicht so niedrig waren wie jetzt. Das Niveau der neuen Bestellungen im deutschen Produktionssektor liegt bei -8,6% verglichen mit dem Vorjahr und das ist der niedrigste Stand in zehn Jahren. Die industrielle Produktion sank um -5,2% in einem Jahr. Wenn das GGTM die globale Wirtschaft voraussagt, bedeutet das nichts Gutes für den Rest von 2019. Es ist fast unvermeidlich, dass die globale Wirtschaft 2019 abnehmen wird. Das wird das erste Mal seit der Finanzkrise sein.“

Beim Fokus auf Deutschland sagt Geeroms abschließend, dass die negativen Anzeichen immer mehr werden. „Nehmen wir zum Beispiel den Handelskrieg. Das wird nur schlimmer. Er scheint sich jetzt zu einem Währungskrieg zu wandeln. Trump denkt, der Euro sei zu stark gegenüber dem Dollar. Er möchte das mit zusätzlichen Einfuhrabgaben auf europäische Produkte kompensieren. Das wird Deutschland sicherlich hart treffen.“

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Für mehr Informationen:
Euler Hermes
www.eulerhermes.nl  


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