Niederländische Paprikasaison läuft bis zur 45. Woche

Schwere Paprika bringen die meisten Erträge, weil sie am seltensten sind

Das Fruchtgewicht von Paprika reduziert sich traditionell nach der Sommersonnenwende. Die schwereren Kaliber laufen dann verständlicherweise gut, weil immer weniger Paprika geschnitten werden. „Der Paprikamarkt charakterisiert sich über Höhen und Tiefen, aber ab Woche 30 nehmen diese Extreme ab. Dieses Jahr auch. Ein ziemlich gutes Jahr für alle Farben, mit rot als Ausreißer“, bestätigt ein Händler.

Bis zu und inklusive Woche 31 waren die Preise gut und die Produktion hoch. Viele Erzeuger konnten diese Saison während der üblichen Produktionsspitzen, die die Vermarktung zu einer Herausforderung machen, Top-Produktionen verzeichnen. 

Nach einem moderaten, jetzt ein massives Setting
Dieses Jahr wurden auch bei Léon Barendse, einem Erzeuger von orangenen Paprika, hohe Produktionen erreicht. „Im Sommer hatten wir eine gute, helle Periode, die auf eine dunkle Periode folgte. In diesem Zeitraum hinkte das Setting ein bisschen hinterher und mit dem zusätzlichen Licht folgte ein massives Setting. Wir ernten jetzt den Erfolg davon und man sieht die Spitzenproduktion, obwohl das letztlich auch von Erzeuger zu Erzeuger unterschiedlich ist.“

Die Preise waren in den letzten zwei Wochen niedriger. Trotzdem werden viele Paprika geerntet, aber etwas weniger Kilos. „Statt 5 oder 6 Paprika pro 1 Kilo braucht man jetzt 7 bis 8“, sagt der Händler. „Alles in allem hat man immer noch viel Produkt, während es aber die schwereren Sorten sind, die den höchsten Preis einbringen. Es gibt schließlich weniger von ihnen.“

Neben den großen Märkten wie Deutschland und England findet man niederländische Paprika auch in Norwegen, wie man auf diesem Foto sehen kann. 86 Kronen, oder 8,60 € für ein Kilo; das klingt nicht schlecht.

Auf die Umstellung warten
Währenddessen schlägt sich die Qualität der Paprika gut trotz der Hitze Anfang des Sommers. Der Händler erwartete mehr Probleme nach den Wetterextremen, als es im Endeffekt der Fall war. „Hier und da sieht man ein bisschen Spitzenfäule oder Brandflecken, aber die können leicht aussortiert werden. Wir haben es gut durch die Hitze geschafft.“

Der Händler erwartet, dass die niederländische Saison in den kommenden zwei Monaten gut abschließt, bevor sie zu spanischem Produkt wechseln. „Man wird die Umstellung definitiv in den Wochen 39 und 40 bemerken.“

Auf jeden Fall erwartet Léon in den Wochen keine guten Preise für seine Produkte. „Wir werden bis ungefähr Woche 45-46 noch Paprika haben, aber in Bezug auf Preise werden es bestimmt nicht die besten Wochen sein. Was dem Selbstkostenpreis noch hilft, ist, dass die meisten Kosten bereits wieder reingeholt wurden. In der Vergangenheit waren die letzten Wochen manchmal die besseren Wochen, aber jetzt, wo Spanien den Markt früher betritt und seine Angelegenheiten in den Griff bekommen hat, ist mehr schwierig. Vor allem bei den Farben. Bei rot sieht man manchmal bessere Preise im Herbst.“


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