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Übersicht Weltmarkt Bananen

Die Nachfrage nach Bananen auf dem europäischen und amerikanischen Markt sei jetzt im Sommer relativ niedrig. Durch die beschränkten Volumina, vorwiegend in Südamerika, seien die Vorräte allerdings ebenfalls auf einem niedrigen Niveau, weswegen die Handelspreise überwiegend aufrechterhalten blieben. Zudem sind die Folgen des El Nino zu spüren. Die Erwartung ist, dass die Nachfrage wieder angekurbelt werden soll, sobald die Sommerferien zu Ende gehen. Erwartet wird zudem, dass die Produktionsmengen bis dahin auch wieder zunehmen werden.

 

Das Interesse an biologischen Bananen verzeichnet ein stetiges Wachstum. Der Zuwachs der biologischen Früchte beschränkt sich allerdings vor allem auf eine kleinere Region in Lateinamerika. Denn biologische Bananen benötigen ein relativ trockenes Klima um das Wachstum zu fördern und Pestizideinsatz ist bei diesen Erzeugnissen nicht erlaubt. Die Anbaubedingungen in Ecuador, Peru und Mexiko eignen sich für den Anbau der biologischen Bananen.

Ende Juli wurde erstmalig die Bananenkrankheit TR4 im lateinamerikanischen Raum detektiert, und zwar in einer Plantage im Nordosten Kolumbiens. Am 8. August wurde die Infektion auch tatsächlich bestätigt. Insgesamt ist eine Fläche um 175 ha infiziert, 168 ha wurde mittlerweile leer geräumt. Das Land hat zudem Maßnahmen ergriffen um die Verbreitung der Krankheit zu hemmen. TR4 wurde in der Vergangenheit bereits in mehreren Ländern festgestellt, u.a. in Indonesien, Australien, den Philippinen, Jordanien und Nord-Mosambik.

Ecuador
Heftige Niederschläge und weniger Sonnenstunden haben die Bananenproduktion im südamerikanischen Land beeinträchtigt. Die Witterungsbedingungen wird direkt dem El Nino zugeschrieben. Trotz dieser niedrigeren Produktionsmenge hat Ecuador seinen Marktanteil auf dem europäischen Markt signifikant erweitern können.

Kolumbien, Costa Rica und die Kariben
Normalerweise profitieren die lateinamerikanischen Länder vom heißen und trockenen Klima. El Nino verursacht aber gegenteilige Witterungsbedinungen, weswegen die Produktion der Bananen auch in diesen Ländern zurückgeht. Darüber hinaus ist nun erstmalig TR4 in einer Plantage in Kolumbien detektiert. Die Bananenkrankheit bzw. 'Panamakrankheit' wurde zuvor noch nicht im lateinamerikanischen Raum festgestellt. Laut der Behörden hat die Infektion keinen direkten Einfluss auf den Export.

Panama, Nicaragua und Honduras
Wegen der Vereinfachung des Zollablaufs in diesen Ländern ist der Export hierzulande gestiegen. Gerade für diesen Markt habe der Preis der Bananen eine große Bedeutung und diese sind im Zuge der gesetzlichen Anpassung erheblich zurückgegangen. 

Mexiko
Der dortige Anbau verzeichnet eine beträchtliche Senkung der Produktionsmenge. Die Ernte im Bundesland Tabasco im äußersten Süden des Landes wurde durch die Witterung reduziert, vor allem der Wind hatte einen großen Einfluss auf die Produktion. Der Preis der mexikanischen Bananen tendiert dadurch eher nach oben, während die Preise in den übrigen lateinamerikanischen Ländern sich stabilisieren. Mexiko hat aber den Vorteil, dass wegen des günstigen Klimas Biobananen für den amerikanischen Markt erzeugt werden können.

Niederlande: Preise bleiben im Sommer erstaunlich stabil 
Die niedrigen Produktionsmengen früher im Jahr haben die niederländische Marktsituation positiv beeinflusst. Obwohl der Markt sich üblicherweise im Sommer in ruhigen Bahnen befindet, sind die Vorräte momentan beschränkt und bleiben die Preise im Tageshandel somit aufrechterhalten. Da in einigen Regionen die Ferien bereits zu Ende gehen, wird auch der Konsum erwartungsgemäß bald wieder angekurbelt. Dies betrifft aber auch die Importvolumina. 

Deutschland: Ruhiger Markt
Wegen der hohen Temperaturen stehen in erster Linie die klassischen Sommerfrüchte im Fokus, dies geht zulasten des Bananenabsatzes. Zudem haben auch die Sommerferien den Konsum beeinträchtigt, weswegen der Markt eher ruhig ist. Die Menge aus den inländischen Reiferen wurde aber der geringen Nachfrage angepasst, weswegen Nachfrage und Angebot nahezu gleich blieben. Die Preissituation blieb ebenfalls konstant, obwohl Chargen aus Panama und Ecuador mancherorts verbilligt angeboten wurden. Um nicht zu sehr wegen witterungsbedingt-verschärft drohenden Farbumschlags bei den Früchten in Stress zu geraten, wurde nur wenig Ware unmittelbar am Stand offeriert, die meisten Partien direkt aus dem Lager heraus disponiert.

Schweiz: Feste Verträge dominieren
Ähnlich wie auf dem deutschen Markt gibt es auch in der Schweiz nur wenig Bananen auf dem Spotmarkt. Der größte Teil ist Vertragsware. Zudem gäbe es nur zwei bis drei private Reifereien im Land – die großen Supermarktketten haben ihre eigenen Anlagen, so ein schweizerischer Großhändler. "Der Markt ist eigentlich soweit unter den Großverteilern aufgeteilt. Einige Mengen werden auch aus Süddeutschland bezogen. Die kleineren Reifereien beliefern die Gastronomie und kleinere Kunden." Aufgrund der Wetterlage sei der Markt im Moment eher angespannt.

Frankreich
Die Bananen am französischen Markt stammen vorwiegend aus Lateinamerika sowie Afrika. Die lateinamerikanischen Offerten werden überwiegend im Hafen Dünkirchen verladen, während die afrikanischen Bananen meist in den südlichen Häfen des Landes eingeführt werden. Von dort aus werden die Früchte dann am inländischen Markt angeboten und verteilt. Frankreich verfügt zudem auch über einen eigenen Anbau im Übersee und zwar in Guadeloupe und Martinique. Diese 'eigenen' Früchte landen letztendlich überwiegend auf den städtischen Wochenmärkten.

China
Dieses Jahr hat der Bananenimport in China erheblich zugelegt, vor allem aus den Philippinen. China hat sogar Japan überholt und ist damit nun der größte Abnehmer der philippinischen Früchte. Andere Lieferanten des chinesischen Marktes sind Laos, Myanmar, Ecuador, Brasilien, Kolumbien und Costa Rica. Kambodscha hat dieses Jahr ebenfalls angefangen nach China zu exportieren. 

Südafrika
Die nächsten 4 bis 6 Wochen werden hohe Volumina an Bananen erwartet und werden die Preise erwartungsgemäß nach unten tendieren. Man erwarten die nächsten Tage einen Preisanstieg um 0,33 €/kg (5,57 ZAR) auf 0,34 €/kg (5,83 ZAR). 

Der durchschnittliche Bananenpreis ist etwa 10% niedriger als im Vorjahr. Die Nachfrage ist ebenfalls eher rückgängig. Das Angebot (ab Anfang des Jahres) liegt etwa 14% unter dem Vorjahresniveau. In Südafrika stellen einige Erzeuger derzeit auf Avocados oder Macadamia-Nüsse um, da die Erlöse für den Bauer bei diesen Kulturen einfach höher seien. 

Mosambik
Im Norden des Landen wurde kürzlich TR4 (Panama-Krankheit) festgestellt. Die Produktion aus diesem Anbaugebiet darf daher nicht nach Südafrika exportiert werden. Die Erzeugnisse aus den südlichen Anbaugebieten werden dahingegen wie üblich ins Nachbarland geliefert: Dieser Anteil beläuft sich auch ca. ein Viertel der gesamten Bananenvorräte am südafrikanischen Markt.

USA
Der Bananenhandel sowie die Nachfrage steht vor einem baldigen Anstieg, so ein Händler. Die Volumina seien jetzt im Sommer recht gut und stabil. Zur Zeit beobachten wir kontinuierliche Zufuhren aus Lateinamerika, überwiegend aus Ecuador, Costa Rica, Kolumbien und Guatemala. 

Australien
Die bedeutendste Anbauregion Australiens befindet sich in der Provinz Northern-Queensland. Am Ende der Saison (Juni 2018) belief sich der Gesamtertrag auf 388.265 Tonnen mit einem Gesamtwert um 482,2 Millionen Australische Dollar. Etliche Detektierungen der Krankheit TR4 haben jedoch zu einer Verschärfung der Quarantäne-Gesetze in der dortigen Bananenbranche geführt.

Die Bananen aus australischem Anbau sind in erster Linie für den inländischen Markt geeignet. Die Erzeuger überlegen sich derzeit einen Einstieg in den Export: Ziel dabei wäre es einen Nischenmarkt Premium-Bananen für den ausländischen Markt zu liefern. in Neuseeland exploriert man währenddessen die Möglichkeit die kommerziellen Bananenindustrie weiterhin auszubauen.


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