Piet Schotel erzählt die Geschichte von Moldawiens Bemühungen um Verbesserungen

Moldawien bereitet sich auf die Präsentation seiner Produkte auf dem europäischen Markt vor

Wenn es um den Welthandel mit Obst und Gemüse geht, ist Moldawien vielleicht nicht ganz auf dem Laufenden. Das Land entwickelt sich jedoch schnell, mit Hilfe einiger niederländischer Experten. Moldawien ist in der Lage, seine Erzeugnisse ständig zu liefern, da es über gute Beziehungen zu Russland verfügt und nicht von dem Embargo betroffen ist, das von den Russen verhängt wurde. Das wird aber nicht ewig so bleiben, und Moldawien bereitet sich darauf vor, die europäischen Märkte mit ihren Frischprodukten zu erobern.

Piet Schotel überprüft einen Teil der Produkte.

Piet Schotel ist seit rund fünfzehn Jahren als unabhängiger Agrarberater tätig. Seine Kenntnisse des Obst- und Gemüsehandels machen ihn wertvoll für Exporteure, die aus Übersee arbeiten. Er betreut sie, lehrt sie die Besonderheiten des Exports von Produkten nach Europa, wo die Qualitätsregeln strenger sind, als es die Menschen gewohnt sind: „Wenn man sich die Unternehmen ansieht, denen wir helfen, dann haben sie einfach nicht das breite Wissen über den Markt, das für den Erfolg erforderlich ist. Themen wie bevorzugte Größen, Sorten und Zertifizierungen sind nicht allgemein bekannt. Deshalb versuchen wir, diese Unternehmen zu schulen und zu unterstützen, sowohl beim Anbau als auch bei der Vermarktung ihrer Produkte. Sobald wir das Gefühl haben, dass sie bereit sind, ihren letzten Schritt zu tun, bringen wir sie zur Fruit Logistica, wo sie die Möglichkeit haben, ihr Unternehmen und ihre Marke der Welt zu präsentieren. Sie müssen das selbst tun, wir tun es nicht für sie. Aber wir führen und unterstützen sie, wo wir können.“

Moldawien ist eines der Länder, die Schotel derzeit im Rahmen des CBI Export Coaching Programms betreut. Auch in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Produzentenorganisation Moldova Fruct. Er leitet zwölf Unternehmen und bereitet sie auf die Fruit Logistica in Berlin im Jahr 2020 vor.

Moldawien ist ein Sonderfall, in dem Sinne, dass sie ihre Erzeugnisse nach Russland exportieren dürfen, da sie von dem derzeit geltenden Embargo ausgeschlossen sind. Es bedeutet, dass sie einen Partner haben, mit dem sie jedes beliebige Produkt ausliefern können. „Die Landwirte und Exporteure in Moldawien wissen, dass die russische Einnahmequelle nicht ewig halten wird, also versuchen sie, sich auf eine Situation vorzubereiten, in der das Embargo nicht mehr besteht. So haben sie begonnen, ihre Obstgärten zu verbessern, die heute Hochintensitätsgärten sind. Ihre Packhäuser sind sehr modern, ebenso wie ihre Kühlhäuser. Es ist alles vorhanden, um erfolgreiche Exportkampagnen nach Europa zu starten. Jetzt brauchen sie nur noch das richtige Know-how“, erklärt Schotel.

Bei der Vermarktung seiner Produkte muss Moldawien nach Ansicht von Schotel betonen, was es so einzigartig macht: „Wenn wir sie fragen, was ihr Obst und Gemüse auszeichnet, bringen sie normalerweise den Geschmack ihrer Produkte zur Sprache. Der Geschmack ist ihr wahrer Stolz. Man sagt, der Grund für seine Einzigartigkeit liege in der Lage des Anbaus. Sie bauen die Produkte zwischen dem Schwarzen Meer und den Bergen an. Kombiniert man diese geografische Lage, die sehr harten Winter und die vielen Sonnenstunden im langen Sommer: Das Ergebnis ist ein anderer Geschmack als bei Obst und Gemüse. Die moldawischen Erzeuger und Exporteure sind von diesem Merkmal sehr überzeugt. Wir sind überzeugt, dass dieser Geschmack das ist, was sie hervorheben müssen, wenn sie einen Marketingplan entwickeln.“

Obwohl die Fruit Logistica noch eine Weile entfernt ist, bereitet Schotel sie bereits auf die große Ausstellung vor. „Fruit Logistica ist der Ort, an dem man sein Unternehmen und seine Produkte der Welt präsentieren kann. Es ist der perfekte Ort für Moldawien, um zu zeigen, wie weit sie mit ihren Äpfeln, Pflaumen und Tafeltrauben gekommen sind. Sie bauen eigentlich noch die blauen Tafeltrauben mit Kernen an, was nicht mehr sehr verbreitet ist, da die kernlosen Tafeltrauben viel beliebter sind. Aber nach dem richtigen Training können sie vielleicht Europa, vielleicht sogar die Welt davon überzeugen, dass es noch einen Platz für diese Tafeltrauben gibt. Als Berater werde ich versuchen, sie bei jedem Schritt zu unterstützen, damit sie es in Zukunft ohne unsere Hilfe schaffen können.“

Mehr Informationen:
Piet Schotel
Fruit Consultancy Europe
Tel.: + 31 6 53381897
E-Mail: piet@fruitconsultancy.nl
www.fruitconsultancyeurope.nl


Erscheinungsdatum:
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