Fotobericht: Zu Besuch bei den Erzeugern der Franken-Gemüse Knoblauchsland eG

"Für Chicorée sind alternative Verpackungen keine Option"

"Erdbeeren sind im Sommer ein kompliziertes Produkt: Wenn das Wetter zu heiß ist, wachsen die Beeren zu schnell. Dem versuchen wir mit besonderen Sorten mit langsamerem Wachstum, wie beispielsweise der Opra, entgegenzuwirken", erzählt Fritz Boss vom gleichnamigen Anbaubetrieb beim Besuch in seiner Gewächshausanlage.

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"Der Anbau der Erdbeeren im Gewächshaus, bzw. in Substratrinnen, hat viele Vorteile. Die Pflanzen sind weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten vom Boden und wir haben ein geschlossenes Wassersystem mit eigener Aufbereitung, so arbeiten wir möglichst ressourcenschonend. Die Menge von Bewässerung und Nährstoffen ist vollautomatisch durch ein Computersystem gesteuert, damit die Früchte immer die ideale Zufuhr bekommen. Durch die Arbeit mit Nützlingen können wir zudem die Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln vermeiden", so Boss. 

Durch die Kombination des Unterglasanbaus und Folientunneln kann er den Handel nahezu lückenlos versorgen, mit einer Pause im August. Er stellt Unterschiede in der Qualität zwischen den verschiedenen Anbaumethoden fest: "Die geschützten Erdbeeren sind im Anbau weniger anfällig und haben gleichzeitig auch eine wesentlich bessere Haltbarkeit." In diesem Jahr gebe es bisher weniger Probleme mit der Wasserversorgung als in 2018. "Die kontinuierliche Versorgung unserer Region ist ausschlaggebend."

Ganzjährig Chicorée
Chicorée ist die Spezialität von Fritz Boss. Die Wurzel wird im Freiland angebaut, dann zugeschnitten und eingefroren, bis sie benötigt wird. So kann er seit 2002 ganzjährig Chicorée anbieten. "Bei Bedarf wird die Wurzel aufgetaut und dann in Kunststoffrastern zum Auftrieb in Treibzellen gelagert." In speziell klimatisierten Dunkelkammern und bei ständiger Bewässerung wachsen die Köpfe dann für 21 Tage heran, bevor sie geputzt, verpackt und ausgeliefert werden.

Im Handel wird der Chicorée vorwiegend in Flowpacks mit 350-500g Füllmenge angeboten, die Folie hat eine spezielle Laserperforation, welche das Produkt ideal frisch halten soll. "Für Chicorée gibt es keine Alternativen zu dieser Verpackungsart, da das Gemüse sehr empfindlich gegenüber Luft und Licht ist. Wenn der Chicorée erst mal grün ist, kann er nicht mehr verkauft werden."

Wie Alternativ sind alternative Verpackungen wirklich?
Boss und die Vermarktungsorganisation Franken-Gemüse Knoblauchsland führen regelmäßig Versuche mit neuen Verpackungslösungen durch. Nicht für jedes Produkt gibt es eine passende Lösung, weiß Geschäftsführer Florian Wolz: "Wir testen beispielsweise Tomaten-Shaker aus Karton und müssen sehen wie sie sich im Handel schlagen." Er sieht jedoch nach wie vor den Kundenwunsch nach Verpackungen im Allgemeinen: "In Süddeutschland wird viel Ware auch offen verkauft, und da sieht man klar die gespaltene Meinung. Die Möglichkeit zum offenen Kauf ist da und viele entscheiden sich trotzdem für die verpackte Ware."

"Unverpackte Ware kann zudem problematisch sein was die Hygiene angeht. Und die Haltbarkeit wird natürlich ebenfalls verbessert", fügt Boss hinzu.

Viele der neuen Entwicklungen bei den Verpackungen sehen die beiden skeptisch: "In manchen Fällen handelt es sich nur um Kleinstmengen an Plastik die eingespart werden, und die Herstellung dieser Alternativen verbrauchen manchmal mehr Energie … Letztendlich werden viele Lösungen als umweltfreundlicher dargestellt als sie das tatsächlich sind." Sie sind sich einig: "Es gibt immer zwei oder drei Seiten zu einer neuen Ideen. Es ist nicht immer so einfach, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussehen mag."

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Mehr zur Vermarktungsorganisation Franken-Gemüse Knoblauchsland eG.

Für weitere Informationen:
Fritz Boss
Irrhainstr. 5
90427 Nürnberg
Tel: 0911/343085
Mail: info@chicoree-boss.de 
Web: http://www.chicoree-boss.de 

Florian Wolz
Franken-Gemüse Knoblauchsland eG
Raiffeisenstraße 200
90427 Nürnberg
Tel. 0911 93483-0 
Mail: info@franken-gemuese.de 
Web: https://www.franken-gemuese.de/ 


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