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Friweika eG empfängt Delegation

Sächsischer Landesbischof zu Gast im Kartoffelhaus

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing besuchte am 13. Juni 2019 mit einer Delegation der Männerarbeit und regionalen Vertretern der Landeskirche den Betrieb der „Friweika eG“ in Weidensdorf bei Glauchau. Mit einem jährlichen Betriebsbesuch in unterschiedlichen Unternehmen intensiviert der Landesbischof seit 2016 den Kontakt zur Wirtschafts- und Arbeitswelt in Sachsen. 


Vorstand Marko Wunderlich & der sächsiche Landesbischof Dr. Carsten Rentzing / Bild: Friweika eG

Vorstand Marko Wunderlich begrüßte die Gäste und berichtete in einer Präsentation über die Firmengeschichte und -gegenwart. Dabei räumte er zu Beginn mit einem Punkt auf: „Pommes gehört zu dem Wenigen, was wir hier aus Kartoffeln nicht herstellen.“ Verglichen mit den übrigen Kartoffelprodukten sei der Aufwand im Verhältnis zum möglichen Marktanteil zu groß. Mit 70.000 Tonnen Frischkartoffeln und 35.000 Tonnen veredelter Erdäpfel stattet Friweika sowohl den regionalen Einzelhandel als auch Großkunden aus. Für Essenslieferanten, Hotels und Gastronomiebetriebe bietet Friweika darüber hinaus ein Vollsortiment an Lebensmitteln.

Als Kartoffellager gestartet
Was vor fast 50 Jahren als Kartoffellager zu DDR-Zeiten mit 61 Mitarbeitern begann, entwickelte sich schon bald zu einem verarbeitenden Betrieb, der aus der Kartoffel vom Kloßteig bis Schälkartoffeln ein breites Sortiment anbietet. Trotz des veränderten Konsumverhaltens, in dessen Verlauf der Pro-Kopf-Verbrauch von 150 Kilogramm pro Person im Jahr auf heute rund 50 Kilogramm zurückging, gelang es, nach einem kurzen Einbruch nach der Wende wieder kontinuierlich zu wachsen: ein eigenständiger Vertrieb wurde aufgebaut, das Sortiment vergrößert und die Lager- und Verarbeitungskapazitäten erweitert, sodass Friweika heute rund 350 Personen beschäftigt.

Innovation & Wachstum
„Wir investieren immer wieder in neue Technologien“ berichtete Wunderlich und erklärte, dass viele Projekte in Kooperation mit Forschungseinrichtungen realisiert werden. Dabei liege dem Nachhaltigkeitsanspruch, möglichst alle Bestandteile der Kartoffel sinnvoll zu verwenden, natürlich ein wirtschaftliches Interesse zu Grunde. Doch auch im Hinblick auf Verpackung und auf die der Produktion nachgelagerten Prozesse gebe es Überlegungen, wie diese künftig nachhaltiger gestaltet werden könnten. 
Am Beispiel der 2003 gebauten Biogas-Anlage, deren Energie zum Betrieb der eigenen Dampferzeuger genutzt wird, erklärte Wunderlich, dass sich mit der Verwertung der Gärreste als Dünger der Kreislauf einer nachhaltigen Kartoffelerzeugung und -verarbeitung wieder schließe.

Dankbar für die Einblicke
Nach der Besichtigung der Lager- und Verarbeitungshallen sowie einem Mittagessen aus der hauseigenen Kantine stand auch die Betriebsrätin Kerstin Listl Rede und Antwort. Ihr Bericht aus Sicht der Arbeitnehmer fiel durchweg positiv aus: neben eines Tarifvertrags, einem monatlichen Gutschein für den betriebseigenen Laden im „Kartoffelhaus“ stehen zum Beispiel auch Teamgeld, Weihnachtsgeld und betriebliches Gesundheitsmanagement zur Verfügung. An Arbeitsplatzabbau sei gar nicht zu denken, berichtete Wunderlich und erklärte: „Die jetzige Arbeitsmarktlage zwingt uns dazu, dass wir uns über Automatisierung Gedanken machen müssen“ und nennt das Beispiel einer Position, wo den ganzen Tag lang 25 kg schwere Kisten auf Paletten aufgestapelt werden müssen. „Das ist eine Arbeit, die ist auch in einer älter werdenden Belegschaft niemandem mehr zuzumuten, sodass wir uns dort einen Roboter angeschafft haben“.

Der Landesbischof dankte für die Einblicke, die er bei seinem Besuch gewinnen konnte und ergänzte: „Jeder tut in seinem Bereich, was er kann und es ist sehr schön zu sehen, dass Sie diese Verantwortung wahrnehmen.“ Dr. Rentzing verabschiedete sich mit Gottes Segen für den Betrieb und die darin arbeitenden Menschen von seinen Gastgebern – natürlich nicht ohne noch einen Blick in den Laden im „Kartoffelhaus“ zu werfen.

Betriebsbesuche werden zur Tradition
Organisiert wurde der Betriebsbesuch von der Kirchlichen Männerarbeit, die zielgruppenbedingte Kontakte zur Wirtschaft pflegt, insbesondere durch den Geschäftsbereich „Handwerk & Kirche“. Dabei bemüht man sich um ein breites betriebliches Spektrum. Im vergangenen Jahr galt der Besuch dem Chemnitzer Energieversorger EINS Energie in Sachsen.

Begleitet wurde Landesbischof Dr. Rentzing von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden des Kirchenbezirks Glauchau-Rochlitz unter anderem vom derzeit amtierenden Superintendenten, Pfarrer Ragnar Quaas und der Ortspfarrerin Ulrike Lange aus Remse. Neben dem Bischof und seinem persönlichen Referenten, Pfarrer Matthias Fischer, nahmen auch Mitarbeiter der Kirchlichen Männerarbeit, darunter deren Leiter Dr. Erik Panzig und der Landesgeschäftsführer der Männerarbeit, Michael Seimer, am Betriebsbesuch teil.

Quelle: Friweika eG / Evangelisch-Lutherische Landeskirsche Sachsens

Weitere Informationen:
Friweika eG
Lipprandiser Str. 27
D-08373 Weidensdorf/Sachsen
Tel.: +49-(0) 37 63-17 72 20
Fax: +49-(0) 37 63-40 25 98 5
info@friweika.de 
www.friweika.de  


Erscheinungsdatum:



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