Bernd Jäger, Jäger GmbH:

"Reichenau-Gurken preiswert, Tomaten dahingegen recht hochpreisig"

Im äußersten Süden der Bundesrepublik, auf der Insel Reichenau, wird das einheimische Gemüse momentan in großen Mengen abgeerntet. In Sachen Fruchtgemüse ist derzeit das volle Programm im Umlauf, meint Bernd Jäger, Inhaber des gleichnamigen Großhandels, der die Reichenau-Produkte am freien Markt anbietet. „Gurken sind preiswert, Tomaten befinden sich allerdings im hochpreisigen Segment und liegen im Durchschnitt um 2 Euro pro Kiste über dem Vorjahresniveau.“

Insgesamt sei der Absatz derzeit durch die Ferien etwas ruhiger, jedoch „akzeptabel“, fügt die 2. Generation des 1978 gegründeten Großhandels hinzu. Gerechnet wird aber mit einer Erholung des Marktgeschehens, heißt es weiter. „Wenn keine Wetterkapriolen zuschlagen und bei einem normalen Mengenfluss, gehe ich die kommenden Wochen von einem normalen Absatz aus.“

Hoher Stellenwert der Reichenau-Ware
Der Stellenwert von regionalem Reichenau-Gemüse sei nach wie vor sehr gut, bestätigt Jäger, der sowohl regionale LEH-Filialen sowie Großverbraucher und Gastronomie beliefert. „Im LEH ist Regionalität schon ein Thema und wird innerhalb der Saison kaum Importprodukt platziert. In der Gastronomie wird preisbedingt auch mal Zukaufware genommen.“ Insgesamt sieht der Fachhändler schon einige interessante Tendenzen im Gemüsehandel. „Die Reichenau-Genossenschaft versucht das bestehende Sortiment immer zu erweitern, weswegen Standardprodukte – wie Brokkoli und Blumenkohl – an den Rand gedrückt werden. Die Anbaufläche für Gewächshausware – vorrangig Tomaten und Gurken in sämtlichen Variationen – wird dagegen weiterhin erweitert.“

Niedriges Interesse für FreshCut und Bio-Produkte
Eine weitere Investition der Gärtnersiedlung Reichenau zeigt sich im Bio-Segment; Unlängst bestätigte Geschäftsführer Johannes Bliestle, dass bereits ein Drittel des Gesamtumsatzes mit Bio-Gemüse generiert wird. Für den freien Markt sei diese Entwicklung eher weniger von Bedeutung, kommentiert Jäger. „Bio-Gemüse geht eher an den LEH, für uns bleibt es nach wie vor ein Randprodukt. Die Bio-Szene greift bei mir nicht so zu.“ Auch FreshCut-Ware habe den Händler nicht begeistern können: „Wir bieten es zwar mit an, ich sehe aber zumindest bei unserem Kundenkreis seit gut einem Jahr immer weniger Nachfrage.“

"Kauft regional und denkt an die Umwelt"
Trotz der Herausforderungen im Frischehandel verzeichnet das Familienunternehmen Jäger GmbH auch nach gut 40 Jahren am Markt immer noch ein stetiges Wachstum. „Im Gegensatz zu früher muss man heutzutage auch ausgefallene Sachen anbieten können, wie Mini-Romana und sämtliche Tomaten-Varietäten. Das kann man zwar in der Gastronomie verkaufen, ich sehe jedoch nach wie vor das größte Potenzial bei den konventionellen Standard-Sorten.“ Zum Schluss hat Herr Jäger noch eine Empfehlung an alle Beteiligten der Frischebranche: „Kauft regional und denkt an die Umwelt. Das heißt, je weniger Verpackung desto besser. Da sehe ich glücklicherweise eine positive Entwicklung, denn die Branche tendiert schon in Richtung Mehrwegkisten.“

Weitere Informationen:
Jäger GmbH
GF: Bernd +  Michael Jäger
Richlisreute 15
88281 Schlier
Telefon: 07529 / 2901
Telefax: 07529 / 3046
E-Mail: info@gemuese-jaeger.de
www.gemuese-jaeger.de 


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