Deutsche Frühkartoffelsaison läuft an

"LEH versorgt sich mit Importkartoffeln aus Südeuropa"

Die Frühkartoffelsaison nimmt in Deutschland langsam aber sicher Fahrt auf - wenn auch erst ab Hof oder am Großmarkt mit der neuerntigen Ware gehandelt wird. Im LEH dominieren noch Importkartoffeln aus Südeuropa. Auch wenn die Logistik eine Herausforderung darstelle, seien die Preise stabil auf sehr hohem Niveau, heißt es in der Weuthen Marktinfo vom 31.05.2019.

Valentin Beckmann von Maurer/Parat gab zudem Ende Mai eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung des Frühkartoffelmarktes. "Die Versorgung der Märkte ist nun deutlich entspannter, es kommt spürbar mehr Ware aus Zypern an. Die Nachfrage aber bleibt eher unverändert. Preise geben leicht nach. Auf dem derzeitigen Niveau können zwangsläufig keine Rekordmengen bewegt werden. Preise auf den Großmärkten je nach Standort von 110,00 - 138,00 Euro", weiß der Experte.

Auch in Italien gebe es inzwischen eine bessere Warenverfügbarkeit. "Dementsprechend kommt auch mehr Ware in den Versand. Wie bei der Herkunft Zypern nimmt die Nachfrage nicht wirklich zu, sodass in der Folge die Spitzenforderungen der vergangen Zeit leicht nachgeben. Die Abgabepreise bewegen sich von 110,00 Euro für Spunta bis 135,00 Euro für Sieglinde."

"Die Ware aus Ägypten ist weitestgehend verfügt und wird nur noch abgewickelt. Neugeschäft findet kaum noch statt. Die Kartoffeln befinden sich im Gegensatz zu machen Vorjahren bereits bei den Empfängern/Verwendern. In den Häfen Süd- und Nordeuropa befindet sich nur noch Ware die fest programmiert ist. Aus der Sommerernte wurde bisher nur unbedeutend Menge verladen, nicht zuletzt auch wegen Ramadan, der erst Anfang Juni endet. Preise bleiben stabil auf relativ hohem Niveau von 64,00 bis 70,00 Euro."

Bei israelischer Ware seien die Mengen weiterhin überschaubar - dank der zügigen Nachfrage. Die Lage sei allerdings unübersichtlich und man müsse abwarten, wie sich die Mengen in den kommenden Wochen entwickeln. "Die Preise liegen immer noch deutlich über den Preisen für ägyptische Ware, bei +/- 75,00 Euro franco Packbetrieb."

"Die Verladungen aus Spanien haben nun bei guter Nachfrage begonnen. Die Waren Verfügbarkeit bleibt aber vorerst noch überschaubar. Die Situation wird deutlich erschwert durch eine sehr eingeschränkte Verfügbarkeit von Transportraum. Die Beschaffung von Kartoffeln gestaltet sich einfacher als die Beschaffung von LKW. Diese Situation könnte in der nächsten Zeit die Beschaffung von Rohstoff aus diesem Land spürbar behindern. Preise auch aus Spanien auf hohem Level von 75,00 – 85,00 Euro frei Packstation."

Zum Ende der KW 20 wurde erste Pfälzer Sackware gerodet und zu den Großmärkten geliefert. Die Nachfrage konnte zu diesem frühen Zeitpunkt nur bedingt bedient werden. Zu Anfang der KW 21 gab es mehr ansprechende Ware und mehr Rodebereitschaft. "Die ersten deutschen Speisefrühkartoffeln werden auf relativ hohem Preisniveau angeboten, das zeigt sich auch in den ersten Handelstagen auf den Großmärkten, der Abverkauf verläuft ausgesprochen ruhig. Großmarktpreise für Pfälzer Berber bei 115,00 Euro, für Annabelle bei 120,00 Euro, je nach Standort. Für die KW 22 soll erste losschalige Ware in den LEH kommen, zu KW 25 sollte schalenfeste Ware verfügbar sein", so Beckmann abschließend.

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