Adolfo García Albaladejo, Geschäftsführer von Camposeven:

"Spanische Bio-Landwirtschaft ist von niederländischer R&D abhängig"

Die Saison des frühen Steinobstes ist in der Region Murcia beinahe beendet. Die jüngsten klimatischen Schwankungen in Europa haben die Ernte in La Manga del Mar Menor nicht beeinflusst.

"Die Erträge waren zufriedenstellend, obwohl die Preise niedriger als erwartet waren", sagte Adolfo Garcia, Geschäftsführer von Camposeven, einer Agrargesellschaft für biologischen und biodynamischen Landbau.

Laut Adolfo Garcia steht die biologische und biodynamische Landwirtschaft Spaniens derzeit vor zwei Herausforderungen: Investitionen in Forschung & Entwicklung und die Preise.

"Der Wettbewerb in der Branche nimmt zu, was den Gewinn reduziert. Die Preise bieten den Erzeugern zunehmend geringere Gewinnspannen und sind für die Konsumenten höher. Diese sehen jedoch nicht den Nutzen von Bio-Produkten oder können sich den Kauf nicht leisten. Die Produktion von Bio-Paprika bringt 7 bis 10 kg pro Quadratmeter Meter, während der konventionelle Anbau 12 bis 16 Kilo bringt", fügte er hinzu.

"Die geringen Investitionen in Forschung und Entwicklung schränken die Landwirtschaft im Allgemeinen ein. Wenn Spanien die Kenntnisse und Möglichkeiten der Niederlande hätte, könnte es weltweit führend in der biologischen und biodynamischen Landwirtschaft sein. Es ist eine Tatsache, dass wir bei der Forschung betreffend Ernte, Saatgut und Insekten von Holland abhängig sind, R&D sind keine Kosten für den ökologischen Landbau, sondern eine notwendige Investition, die die Säule seiner Zukunft darstellt", erklärte Adolfo Garcia.

Große spanische Gartenbauunternehmen stellen ihre gesamte Produktion auf Bio-Anbau um. Andere Unternehmen, sich der wachsenden Nachfrage jedoch bewusst sind, widmen dem ökologischen Landbau nur einen Prozentsatz.

"Unser wichtigster Versuch für Innovationen war der biodynamische Anbau: das Gleichgewicht zwischen Land, Pflanzen, Tieren und Menschen, genannt 'Farm Organism'. Aufgrund unserer Vereinbarungen mit der Polytechnischen Universität Madrid sind wir Teil der Plant Response Biotech", fuhr er fort.

"Eine hundertprozentige ökologische oder biodynamische Produktion ist ein riskantes Unternehmen. Unsere Strategie ist es, ein breites Spektrum an Produkten anzubauen, um das Risiko zu diversifizieren und eine Vielzahl von Produkten anbieten zu können. Eine weitere Stärke ist der Zusammenhalt: Das Engagement in der ökologischen und biodynamischen Landwirtschaft ist hoch. Wenn die Produzenten keine Partner wären, wäre es unmöglich", sagte er.


"Unsere europäischen Kunden formen eine stabile Basis: Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Diese Märkte haben eine ökologische Kultur, was sich in regelmäßigen Konsum zeigt. Die nordischen Länder folgen ihnen mengenmäßig. Derzeit wächst der asiatische Markt rasant. Es besteht eine Nachfrage nach allen Produkten, aber ein erhöhter Bedarf an Paprika, einem spanischen Produkt, das in Asien geschätzt wird. Aus diesem Grund forschen wir weiter an den idealen Saatgutsorten", sagte er.

"Die spanischen Verbraucher müssen noch viel über ökologische Produkte lernen. Unsere Initiative, sie empfänglicher dafür zu machen, ist der Direktverkauf bei Freshvana, damit sie den spürbaren Unterschied entdecken können, den biologische Produkte haben: den Geschmack. Parallel dazu fördert diese kurze Kette den Verkauf im Großhandel".

Camposeven in San Pedro del Pinatar (Murcia) widmet 800 Hektar ausschließlich dem ökologischen und biodynamischen Anbau in Murcia, Alicante, Granada und Albacete. Sie produzieren 21.000 Tonnen pro Jahr.

Für weitere Informationen:
Adolfo Garcia, Direktor
Camposeven
Ctra. Lo Romero, 33
30740 San Pedro del Pinatar (Murcia)
T: +34968178165

info@camposeven.com
www.camposeven.com
www.freshvana.com


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