40-jähriges Jubiläum beim Zwiebelschäler Snebo

Am vergangenen Samstag feierte der Zwiebelschäler Snebo aus Ossendrecht in den Niederlanden sein Jubiläum. Vor 40 Jahren kam Vater Henk Snepvangers mit einem Sack schmutziger Zwiebeln nach Hause, die seine Frau dann geschält und verkauft hat. Dies war kurz und bündig der Start von Snebo im Jahr 1979. Der derzeitige Direktor Toon Snepvangers zitierte die Anekdote in seiner Eröffnungsrede, in der er die Entwicklung des Unternehmens erzählte. Neben Mutter Snepvangers waren in Bergen op Zoom mehr Menschen beim Zwiebelschälen für Snebo aktiv. Auf diese Weise konnte man so einiges hinzuverdienen. Die Zwiebeln wurden am Ende des Tages so schnell wie möglich abgeholt. Da der Kühltransport noch nicht verfügbar war, musste alles schnell verarbeitet werden, um Frische zu gewährleisten. Später schälten mehr als 100 Leute Zwiebeln im Schuppen von Snebo.


Familie Snepvangers

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1988 erwarb Snebo eine Zwiebelschällinie. Die Technologie war noch nicht so gut entwickelt, und von den 100 Tonnen geschältem Produkt pro Woche sank das Volumen mit der Maschine auf 20 Tonnen. Ab diesem Moment wurde auch der Frischmarkt beliefert. Aufgrund von Platzmangel wurde 1998 ein Bauernhof in Rilland gekauft, unter der Annahme, dass die Gemeinde die Erlaubnis erteilen würde, an diesem Standort Zwiebeln zu schälen. Anfangs schien dies kein Problem zu sein, aber als die Genehmigungen beantragt wurden, erhielt Snebo eine Absage. Woensdrecht blieb der Produktionsstandort. In Rilland wurde eine Vertragsfirma gegründet, und auch Snebo begann mit dem Sortieren von Zwiebeln.

Polen
2006 zog das Unternehmen nach Ossendrecht, wo die Aktivitäten zentralisiert wurden. Obwohl das Unternehmen in Ossendrecht immer noch stark expandiert - vier neue Finis-Schälmaschinen wurden kürzlich installiert - findet das größte Wachstum etwa tausend Kilometer östlich in der polnischen Stadt Orchowo statt. Snebo in Ossendrecht verarbeitet jährlich rund 9.000 Tonnen gelbe Zwiebeln, in Polen verarbeitet das Unternehmen jetzt doppelt so viel. Zu den Kunden zählen Gemüseschneider, der Frischmarkt, die Fischindustrie, aber auch Bäckereien.

Toon und Monique reisten 1993 nach Polen, wo ein Angestellter lebte, der sie einlud, ihn einmal zu besuchen. Auf dieser Reise verliebten sich die Snepvangers in das Land. Ab diesem Moment besuchten sie Polen mehrmals im Jahr. Dort wuchs die Idee, eines Tages "etwas" in Polen anzufangen. Im Jahr 2009 wurde eine Schälfirma in einem Mietgebäude in Ponic gegründet, wonach 2013 ein Gebäude in Orchowo gekauft wurde. Kollege Grant Saakian war von Anfang an in das polnische Abenteuer involviert und auch deswegen ist das Unternehmen so geworden, wie es jetzt ist. Toon dankte allen Mitarbeitern für ihren Einsatz: "Ohne sie kein Snebo".


Toon und Monique Snepvangers vor dem Snebo-Lastwagen

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In Ossendrecht wird es auch in den kommenden Jahren ein weiteres Wachstum geben. Das Unternehmen will weiter kommen und für die kommenden Jahre gibt es bereits genug Pläne auf dem Wunschzettel. Doch bevor es soweit ist, fahren Monique und Toon am Donnerstag mit dem Fahrrad von Maastricht nach Rom. Mit nicht allzu viel Gegenwind hoffen sie, in ca. vier Wochen wieder zu Hause zu sein und mit frischen Ideen die nächsten 40 Jahre von Snebo weiter aufzubauen.


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