CoolRail

Klimatisierter Zug könnte bis zu 20 Millionen Kilometer auf Straßen einsparen

Es ist fast, als wäre der Ort bewusst gewählt worden: Der erste CoolRail verließ den Ölhafen von Pernis in den Niederlanden nach Valencia. Die 42 Kühlcontainer auf dem Zug wurden mit leeren Kisten des Euro Pool Systems beladen, dem Initiator dieses einzigartigen Projekts, der die CO2-Emissionen mit diesem intermodalen Transport reduzieren möchte.

Diese Woche drückten Gerjo Scheringa (EPS), Fred Lessing (Euro Pool System), Martijn Elbers (Shuttlewise) und Maarten van Hamburg (Bakker Barendrecht) auf den roten Knopf, um die erste Abfahrt des CoolRail-Zugs einzuleiten.

Von links nach rechts: Maarten van Hamburg, Gerjo Scheringa, Fred Lessing und Martijn Elbers.

Bei der Ankunft in Valencia werden die Euro Pool System Kisten mit spanischem Obst gefüllt und wieder auf den Zug in Richtung Niederlande verladen. Erstmal nur Zitrusfrüchte, obwohl das später mit weiteren Produkten aus Spanien wie, zum Beispiel, Melonen und Steinfrüchten erweitert werden wird.

Der Zug wird diese Strecke dreimal pro Woche fahren. Jede Zugfahrt entspricht 42 LKW-Fahrten auf der Straße. Pro Jahr würde das mehr als 20 Millionen Kilometer auf der Straße einsparen. Abhängig von der Lieferung könnte das zu einer CO2-Reduzierung von 70 bis 90% führen.

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Ein langer Atem
Gerjo hat allerdings eine lange Zeit daran gearbeitet, dieses Projekt auf die Schienen zu bekommen. „Eine Zugverbindung zu organisieren, ist sehr komplex und man muss mit Dritten zusammenarbeiten.“

2012 fragte er Maarten van Hamburg von Bakker Barendrecht, ob er sich dem Projekt anschließen wolle. Als Zulieferer einer der größten, niederländischen Supermarktketten entschied er sich, bei dem Projekt einzusteigen. Shuttlewise wurde auch gefragt, um den Schienentransport zu organisieren. „Die Schienen sind ein komplett anderes Metier, als wir es von Obst und Gemüse gewohnt sind“, sagt Gerjo.

Das entfernte nicht alle Schwierigkeiten im Sektor. Intermodaler Transport ist effektiv, wenn es um eine CO2-Reduzierung geht, aber es ist für die meisten Spieler auf dem Markt nicht profitabel genug. Für den Frischwarensektor ist es deshalb sehr wichtig, dass ihre Lieferungen pünktlich ankommen. Der Zug allerdings braucht genauso lange wie ein LKW. Der einzige Unterschied ist, das Verladen der Fracht in Spanien, weil jedes Land eine andere Eisenbahnspurweite hat.

„Die meisten Teilnehmer brauchen hauptsächlich einen mentalen Wandel, um ihren Transport anders zu organisieren“, sagt Fred. Das machte es nicht einfacher, Partner zu finden, die sich an dem Projekt beteiligen wollten. Gerjo: „Als wir Dritte fragten, ob sie sich uns anschließen wollten, stimmten 70% zu, aber wenn wir nach ihrem Engagement fragten, fielen viele weg. Am Ende blieben etwa 15% derer übrig, die wir gefragt hatten.“

Nur der Anfang
Der Pilot des CoolRails 2016 war ein großer Erfolg. Zur Überraschung einiger Einzelhändler gab es keine Probleme. Fred: „Während unserer fünf-monatigen Pilotphase hatten wir nicht eine Verspätung.“

Alle Involvierten halten diesen Zug für den Startpunkt des intermodalen Zugtransports. Gerjo: „Sobald wir nach Spanien fahren, werden andere sich anschließen.“

Maarten van Hamburg, Geschäftsführer von Bakker Barendrecht, betont den Start von weiteren Transporten via Schienen. „Was uns betrifft, ist das nur der Anfang.“

Gerjo stimmt dem zu. „In drei Jahren wird dieser Teil des intermodalen Transports ein intrinsischer Teil des Sektors sein. Aber wir wissen, dass in dem Sektor mehr Kooperationen gebraucht werden. Diese Projektarten kann man nicht allein bewältigen.“

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Für mehr Informationen:
Annemieke van der Heijde-ter Haar
Euro Pool Group
+31(0)70 301 41 34
annemieke.vanderheijde@europoolsystem.com
www.europoolgroup.com 


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