Mehrere Einzelhändler haben den Pakt unterzeichnet

National Pact für Kunststoffverpackungen und seine Auswirkungen auf den Obst- und Gemüsesektor

Am 21. Februar unterzeichnete der Staatssekretär Brune Poirson zusammen mit wichtigen Akteuren aus dem Einzelhandel, der Industrie und NGOs den 'National Pact' für Kunststoffverpackungen. Mit diesem Gesetz haben sich die Unterzeichner zu einer gemeinsamen Vision der Kreislaufwirtschaft bekannt, in der Kunststoff, der als eine der größten Verschmutzungsquellen identifiziert wurde, nie zu einem Abfallprodukt wird.



Système U hat den Pakt unterzeichnet
In einem Interview mit Dominique Schelcher im Radio France Inter erklärte der Geschäftsführer von Système U, dass "der Verbraucher einige enorme Veränderungen in den Regalen sehen wird". Seiner Meinung nach ist die Reaktion des Verbrauchers auf das Problem der Kunststoffabfälle "absolut kein vorübergehender Trend".

"Ich glaube, dass viele Jahre lang der Schwerpunkt auf der 'gesünderen Ernährung' lag, was auch immer noch relevant ist. Aber derzeit geht der Trend eher Richtung 'gesünder und verantwortungsbewusster essen'. Die Menschen denken beim Kauf eines Produkts an seine Gesundheit, aber es wird sich auch gefragt, welche Auswirkungen dieses Produkt auf die Umwelt und die Gesellschaft haben wird", erklärt Dominique Schelcher. "Es ist also keineswegs ein vorübergehender Trend, sondern eine sehr starke Bewegung, besonders bei jungen Menschen."

Ein schwer umsetzbarer Pakt?
David Triffault, der kaufmännische Leiter von Jardin de Limagne, ist eher geteilter Meinung über die Reaktion der Verbraucher auf die Reduzierung an Verpackungen für einige Obst- und Gemüsearten: "Natürlich denke ich, dass die Initiative in die richtige Richtung geht. Die Ökologie muss berücksichtigt werden. Aber im Obst- und Gemüsesektor, bei den empfindlicheren und sehr manipulationsempfindlichen Produkten, erscheint der Verkauf in großen Mengen äußerst kompliziert. Nehmen wir zum Beispiel die Erdbeere oder die Feige, die wirklich leicht zu beschädigen ist im Geschäft. Wir könnten diesen Schaden in die öffentlichen Kosten einbeziehen, was zu einer künstlichen Inflation führen würde."

Was die so genannte 'ökologische' oder 'biologisch abbaubare' Verpackung betrifft, hat David auch einige Zweifel. "Angesichts der Kosten, die dadurch auftreten und der Mikropartikel, die sie beim Abbau zurücklassen, glaube ich nicht, dass wir bisher die richtige Lösung gefunden haben."

Aber David spricht auch einige andere Probleme an: "Wenn ich meinen speziellen Fall als regionales Unternehmen betrachte, wäre ich völlig irrelevant, wenn ich nicht über meine Region oder die Herkunft meiner Produkte informieren würde. Heute ist es unerlässlich, die Verbraucher über die Art der Produktion zu informieren, denn sie wollen es wissen. Und ich glaube, dass die Verpackung im Moment leider die einzige Möglichkeit ist, Informationen über das Produkt preis zu geben."


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