„Eine ,reguläre Saison‘ gibt es nicht mehr"

Die polnische Heidelbeersaison steht vor großen Herausforderungen

Eine reguläre Heidelbeersaison ist in Polen vielleicht bald nicht mehr möglich, da sich die Jahreszeiten infolge des Klimawandels zu ändern scheinen. Dies ist eine Herausforderung, der man sich stellen muss, verbunden mit steigenden Kosten und einer sinkenden Verfügbarkeit von Arbeitskräften.

Für die Polish Berry Cooperative schien es, als wäre die Heidelbeersaison alles andere als normal. Dominika Korarzewska behauptet, dass der Klimawandel Auswirkungen hatte: „Die Saison begann sehr früh, etwa drei bis vier Wochen früher als sonst. Leider bedeutete dies, dass wir zur gleichen Zeit wie eine Reihe anderer europäischer Länder, darunter Serbien und Portugal, Früchte trugen. Diese Länder wiederum hatten eine spätere Saison als üblich. Durch den frühen Start sind wir auch früher fertig geworden; auf einigen Höfen endete die Sache Anfang August. Da der Klimawandel jetzt offensichtlich ist, denken wir, dass das Konzept einer ,regulären Saison‘ nicht mehr zeitgemäß ist."

Die Mengen im Jahr 2018 waren ähnlich wie im Jahr 2017, aber die Herausforderungen waren viel größer als zuvor, sagt Korarzewska. „Die Verschiebung der Saison war 2018 eine große Herausforderung, eine weitere, größere für die Zukunft sind die steigenden Kosten und die sinkende Verfügbarkeit der Arbeitskräfte. Dies wird sich kurzfristig auf die Margen auswirken, aber langfristig wird es den polnischen Landwirten abverlangen strategische Entscheidungen zu treffen, wie z.B. den Austausch alter Sorten oder die noch stärkere Konzentration auf die Qualität und nicht auf die Quantität."

Die Herausforderungen kommen immer weiter, denn Brexit ist ein weiterer Sorgenpunkt für polnische Exporteure. „Großbritannien ist nach wie vor der größte polnische Exportmarkt, Deutschland folgt auf dem Fuße. Was den Export betrifft, so ist Brexit und die daraus resultierende Unsicherheit, mit der wir jetzt konfrontiert sind, eine weitere große Herausforderung. Wir sind der Ansicht, dass die Fragen im Zusammenhang mit den Zoll- und Pflanzenschutzkontrollen von Obst, das in das Vereinigte Königreich eingeführt wird, erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben können. Wenn nicht in diesem Jahr, dann wird es das definitiv in der Zukunft tun."

Da Großbritannien ein schwierigerer Markt werden wird, prüft die Polish Berry Cooperative Alternativen: „Wir möchten unsere Präsenz auf den südostasiatischen Märkten verstärken, deshalb haben wir gemeinsam mit Landwirten aus Spanien und Portugal ,European Berry Growers‘ gegründet, die größte Vereinigung dieser Art in Europa. Gemeinsam können wir den asiatischen Märkten praktisch das ganze Jahr über Früchte anbieten", sagt Korarzewksa. „Aber wir können auch unseren Marktanteil als polnische Landwirte erhöhen, indem wir uns darauf konzentrieren, während der gesamten Saison eine konstante Qualität zu liefern. Die Steigerung der Produktion unter Tunneln oder Schirmen scheint hier entscheidend zu sein. Optische Sortierung ist auch der Schlüssel zu hoher Qualität und ist definitiv die Zukunft des Heidelbeermarktes."

Die Polish Berry Cooperative wird auch an der Fruit Logistica in Berlin teilnehmen. Sie wollen einen Eindruck hinterlassen: „In diesem Jahr wollen wir gemeinsam mit den Finalisten aus TopChef und MasterChef zeigen, wie die polnische Küche durch den Einsatz von Heidelbeeren schlanker und leichter werden kann. Wir glauben, dass es unsere Verantwortung als Züchter ist, die wichtigsten Gesundheitstrends zu unterstützen. Die Fruit Logistica ist definitiv der richtige Ort für jeden großen Obstlieferanten. Wir treffen viele bestehende und potenzielle Kunden und sehen die wichtigsten Trends der Branche“, schließt Korarzewska.

Für weitere Informationen:
Dominika Kozarzewska
Polish Berry Cooperative
Tel. +48 602 354 586
Email: d.kozarzewska@polskiejagody.pl


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