Gärtner Martin Appler aus Thaur, Österreich:

"Mein Ziel ist den regionalen Bedarf an Bio-Kressen zum Teil abzudecken"

Sprossen und Kressen gehören zu den schnellst wachsenden Produktsegmenten im Frischebereich. Auch im österreichischen Fachhandel gewinnt das Keimgemüse stetig an Bedeutung. Seit kurzem zählt die Region Tirol mit Martin Appler einen neuen Produzenten. Und der innovative Gärtner aus Thaur hat bereits ein paar regionalen Abnehmer für sich gewonnen. 

Bild: Giner Agrarprodukte e.U. 

Spezialisierte Kultivierung
In der Produktion ist der engagierte Gärtner erst seit vergangenem Dezember tätig. Vorerst spezialisiert er sich ausschließlich auf die Kultivierung der Garten- und Rucola-Kresse, die beide in Bioqualität erzeugt werden. Die Rucola-Kresse steht rein mengenmäßig aber im Vordergrund, erläutert Appler. „Obwohl auch die Gartenkresse in der Regel gut nachgefragt wird, bin ich im Bereich Bio-Rucola-Kresse einer der wenigen Anbieter im überregionalen Umkreis. Das ist klar ein großer Vorteil.“

Vor ca. einem Jahr startete Herr Appler die ersten Versuche im Gewächshausanbau von Bio-Kressen in verschiedenen Sorten. Ende des Jahres ging einer seiner großen Abnehmer in Ruhestand, wonach der Nachfolger anfing ein großes und möglichst regionales Bio-Angebot zu führen. Seither kam es dann relativ schnell ins Rollen, zumal man plötzlich statt im nächsten Frühling schon im Dezember die ersten Partien erwartete. „Die Baustelle einschließlich Heizung war sogar noch nicht fertig und ich benötigte in kürzester Zeit noch eine entsprechende Bio-Zertifizierung.“

Durchgehende Ernte
Trotz des unerwarteten Ablaufs hat der innovative Erzeuger es geschafft innerhalb kürzester Zeit eine moderne Produktionshalle mit integriertem Etagenbau zu errichten. Erzeugt werden die Kressen auf sogenannten Rollwagen, die je nach Bedarf flexibel verladen werden können. „Wegen des mangelhaften Tageslicht produzieren wir jetzt im Winter eher auf 4 Etagen, später im Sommer kann es dann etwas dichter aufeinander sein und steigen wir wahrscheinlich wieder auf 5 Ebenen um. Zudem müssen wir jetzt im Winter aufpassen während der Verladung von der Produktionshalle ins Kühllager, dass Temperaturunterschied nicht zu groß wird. Dieses Problem ist dagegen im Sommer sogar noch größer – vor allem wenn es zur anhaltenden Trockenheit kommt wie im vergangenen Jahr.“

Die Bio-Kressen werden in der Regel durchgehend geerntet, betont Appler. Angeboten werden sie vorrangig bei regionalen Abnehmern, von inhabergeführten Großhändlern bis hin zu Hofläden und Facheinzelhandelsläden. „Wenn wir in die Runde schauen, kommt die Mehrheit der Produkte derzeit aus dem Ausland. Mein Ziel ist in erster Linie diesen regionalen Bedarf an Bio-Kressen zum Teil abzudecken. Wenn es also funktioniert können wir künftig weitere Sorten in die Produktion mit aufnehmen, wie Radieschen-Kressen und Rotkohl-Kressen.“  

Regionale Gastronomen
Mit dem regionalen Großhandel Giner hat Herr Appler bereits einen bedeutenden Abnehmer gefunden. Das Feedback nach den ersten vermarkteten Partien letzte Woche sei vorerst positiv. "Wir beliefern vorrangig Gastronomen und in dem Bereich sind diese regionale Kressensorten schon gefragt. Auch sind wir schon dabei die beiden Kressesorten auf Facebook zu inserieren und wir sehen jedenfalls ein interessantes Potenzial für diese Produkte", berichtet der Vertrieb.

Weitere Informationen: 
Giner Agrarprodukte e.U.
Auweg 1, 6065 Thaur, Österreich
T: +43 5223 49 28 43
E: gastro@gemuese-giner.at  
H: www.gemuese-giner.at    

Appler Martin
Dörferstraße 8
6065 Thaur/ Tirol
0043 664/2344730
Email: mappler@gmx.at 


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