“Manche Apfelsorten sind momentan sehr schwer zu erhalten“

Man könnte sagen, dass die polnische Apfelsaison mit ein bisschen Panik begann, aber mehrere Monate später scheint sich der Markt eingependelt zu haben. Eine Sache, die sich niemand im September hätte vorstellen können, ist, dass manche Sorten, die damals im Überfluss vorhanden waren, jetzt sehr knapp sind.

Vor einer Weile stiegen die Preise der Verzehr-Äpfel in Polen ein bisschen, weil sich die Preise für die Industrie-Äpfel verdoppelten. Das bedeutete, dass die konventionellen Äpfel auch eine Wertsteigerung erfuhren. Emilia Lewandowska, Exportmanagerin für Fruit-Group, behauptet, dass die Golden- und Gala-Sorten sehr beliebt bleiben: „Die meisten unserer Gala-Äpfel gehen an Spanien und Deutschland; das gleiche gilt für unsere Golden-Delicious-Sorte. Es gibt eine gute Nachfrage. Das seltsame ist, dass manche Sorten, die bei unseren Kunden beliebt sind, momentan schwer zu bekommen sind. Im September konnten wir nicht alle Gala-Must-Äpfel kaufen, die Erzeuger uns angeboten haben. Es gab so viele, aber wir wussten, dass wir die Menge niemals verkaufen könnten und mussten ablehnen. Jetzt, mehrere Monate später, ist es tatsächlich sehr hart den Gala-Must-Sortenpreis vom Beginn der Saison zu bekommen. Es ist ein seltsamer Markt.“

Eine Lösung für die nächste Saison könnte es sein, ein Risiko einzugehen und mehr Äpfel zu kaufen und sie in einem Kühlraum zu lagern: „Die Erzeuger tun dies tatsächlich bereits. Sie haben eine große Menge ihrer Bestände in Kühlräumen gelagert, was einer der Gründe ist, warum manche Sorten momentan so schwer zu erhalten sind. Obwohl wir erwartet hatten, dass sie die Kühlräume jetzt geöffnet haben, warten viele von ihnen noch etwas für noch bessere Preise“, sagt Lewandowska.

Für 2019 hat sich die Fruit-Group klare Ziele gesetzt. „Wir trainieren noch die Erzeuger unserer Gruppe. Wir würden gerne 25% mehr Erzeuger haben, die in der Lage sind, Äpfel mit niedrigeren Pestizidniveaus zu produzieren (maximal 5 Substanzen mit 30% der europäischen Normen). Hoffentlich werden die Erzeuger im Februar ihre Kühlräume öffnen und uns mehr Optionen in Bezug auf die Vermarktung der unterschiedlichen Sorten geben“, sagt Lewandowska.

Lewandowska erinnert sich an die Panik zu Beginn der Apfelsaison. „Die Panik ist seitdem verflogen, aber die Situation ist sehr interessant. Ein anderes Unternehmen in der Nähe fokussiert sich allein auf industrielle Äpfel. In den letzten zehn Jahren hat dieses Unternehmen nie so eine Menge Äpfel erhalten wie dieses Jahr. Und es hätte eine Menge mehr sein können, bedenkt man die 500 Tonnen polnischen Äpfel, die dieses Jahr auf den Bäumen blieben, inklusive der sehr beliebten Sorten wie Idared. Eine Menge Erzeuger versuchten, dieses Jahr Gala Must zu verkaufen; nächstes Jahr könnte das anders laufen. Wir benötigen als Industrie nur mehr Zeit, um zu sehen, wie man sich dem Markt auf die beste Weise nähern kann.“

Die Fruit-Group wird an der Fruit Logistica in Berlin teilnehmen. Laut Lewandowska könnte dieses Jahr besonders werden: „Die momentane Situation in Polen mit den günstigsten Äpfeln in Europa könnte attraktiv für neue Klienten sein. Also sind der Überschuss und die niedrigen Preise vielleicht wirklich eine großartige Möglichkeit, unser Netzwerk zu expandieren und potenzielle Käufer zu treffen“, sagt sie. „Aber der größte Grund, einen Stand bei der Fruit Logistica zu haben, ist, unsere bekannten Klienten aus der ganzen Welt zu treffen. Wir können mit jedem an diesem großartigen Ort sprechen, ohne eine Menge Geld auszugeben, damit alle nach Polen fliegen können.“

Fruit-Group SP.z.o.o. wird an der Fruit Logistica in Berlin teilnehmen. Man kann sie im CityCube, Halle B, Stand D-15 finden.

Für mehr Informationen:
Emilia Lewandowska
Fruit-Group SP.z.o.o.
Tel: +48 48 32 03028 
Email: exportemilia@fruitgroup.pl  
www.fruitgroup.pl  
www.facebook.com/fruitgroupzszoo 


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