Manifest der europäischen Frischwaren-Großhändler in Brüssel vorgestellt

Das Manifest der europäischen Großhändler für Frischprodukte wurde am 23. Januar im Europäischen Parlament vorgestellt. Es wurde von Fedagromercati sowie dem spanischen Verband COEMFE und dem französischen Verband UNCGFL mit Unterstützung der Delegation von Confcommercio in der EU und unter Beteiligung der Progressive Alliance of Socialists & Democrats (S&D) und der European People's Party (EPP) unterzeichnet. 

Die Runde begann mit Salvatore Cicu, Mitglied des Ausschusses für internationalen Handel des Europäischen Parlaments, der die Initiative lobte, bei der mehrere Staaten zusammenarbeiten, um die Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. „Initiativen wie diese stellen eine gute Praxis dar, denn die EU-Staaten teilen gemeinsame Probleme und Chancen, die mit Unterstützung der europäischen Institutionen bewältigt werden müssen."

Paolo De Castro, Vizepräsident der AGRI-Kommission des Europäischen Parlaments, betonte die Bedeutung des Großhandelssegments auch als Alternative zur Einzelhandelskette, insbesondere bei heiklen Fragen wie der der EU-Richtlinie gegen unlautere Geschäftspraktiken zum Schutz der schwächsten Glieder der Nahrungskette.

Moderiert wurde das Diskussionsforum von Lorenzo Robustell. Fedagromercati-Präsident Valentino Di Pisa erklärte, dass der Tag eine große Chance für die Föderation und die gesamte Großhandelskategorie sei, die allzu oft eine untergeordnete Rolle innerhalb des europäischen Lebensmittel- und Landwirtschaftssystems spiele.

Mit diesem Dokument will Fedagromercati zusammen mit 26 Verbänden, die 85% der Unternehmer auf den wichtigsten italienischen Großhandelsmärkten und 600 assoziierten Unternehmen vertreten, die Rolle des Sektors im Rahmen des europäischen Frischproduktsystems neu beleben und sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene fördern, indem sie die Infrastrukturen und logistischen Plattformen erneuern und die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Akteuren fördern.

Das Großhandelsmarktsegment - das in Italien einen Gesamtumsatz von 13 Milliarden Euro mit 4500 Betreibern und 11 Millionen Doppelzentnern kommerzialisierter Produkte aufweist - ist von entscheidender Bedeutung für die Mitgliedstaaten und die Europäische Union und bedarf daher einer fairen politischen und institutionellen Anerkennung.

COEMFE-Präsident Andrés Suarez sprach über die Bedeutung des Segments in Spanien, wie die Unterstützung durch die Regierung zeigt. UNCGFL-Präsident Christian Berthe betonte die große Kompetenz der Großhandelsbetreiber, die nicht nur Werte schaffen und Produkte vermarkten, sondern auch ein hohes Qualitätsniveau und die Einhaltung der europäischen Vorschriften garantieren.

Das Panel endete mit Beiträgen von MEP Angélique Delahaye, Mitglied der ENVI-Kommission des Europäischen Parlaments, die die Bedeutung des Segments und sein enormes Potenzial betonte, sowie von Raimondo Serra, stellvertretender Leiter der Unità G.2 „Vino, distillati e prodotti ortofrutticoli" der GD AGRI, der ergänzte, das die Märkte einbezogen werden müssen, indem man die durch europäische Verordnungen und die GAP geschaffenen Instrumente für den Umgang mit der Einzelhandelskette nutzt.


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