Lenzing AG präsentiert kompostierbare Botanic Nets aus Zellulosefasern auf der Fruit Logistica

„Auch im konventionellen Bereich starker Trend hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen“

Der Trend zum Einsatz von ökologischen Verpackungen zieht sich heutzutage quer durch alle europäischen Märkte. Loses Obst und Gemüse am POS sowie bioabbaubare Lösungen gewinnen in raschem Tempo an Bedeutung: Dem österreichischen Konzern Lenzing AG ist es nun gelungen kompostierbare Gemüsenetze aus Zellulosefasern zu entwickeln und am POS einzusetzen. Auf der anstehenden Fruit Logistica werden die sogenannten Botanic Nets nochmal offiziell präsentiert.

Roland Arbesleitner (Segment Manager Packaging) & Dr. Marina Crnoja-Cosic (Head of Business Management Industrial Applications) Bild: Lenzing AG

Der Impuls kam aus dem Handel, denn österreichische Retailer und deren Zulieferer suchten bereits in den Jahren 2011 und 2012 nach neuen Wegen im Bereich der Verpackungen. Mikroplastik war vor ca. 5 Jahren noch ein relativ unbekanntes Thema, die großen Ketten waren sich des negativen Images von Plastik in der Verpackung jedoch bereits bewusst. „Der Schritt zur Alternative aus Cellulose war also naheliegend, die Entwicklung zum marktreifen Produkt benötigte dennoch intensiven Input von mehreren Partnern entlang der Wertschöpfungskette“, erläutert die Geschäftsführung der Lenzing AG die direkten Voraussetzungen zur letztendlichen Produktentwicklung.

Nachhaltigkeit einheitlich im Fokus
Die Botanic Nets bestehen aus Cellulosefasern und sind somit biologisch abbaubar und kompostierbar – sowohl in industriellen Anlagen als auch im Heimkompost. Als Ausgangsmaterial hierfür dient Buchenholz, das von kontrolliert nachhaltigen Forstwirtschaften aus Österreich und benachbarten Ländern bezogen wird – die Netze seien also durch und durch ein regionales Produkt. Historisch gesehen waren nachhaltige Verpackungen in erster Linie für hochwertige Bio- und Regionalprodukte gefragt. „Seit einiger Zeit jedoch sehen wir auch einen starken Trend auch im konventionellen Bereich hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen. Wenn man eine bessere, nachhaltigere Verpackung hat, warum sollte man diese bestimmten Produktgruppen vorenthalten? Die Kunden fordern hier ein ganzheitliches Umdenken“, heißt es.

Die Botanic Nets / Bild: Lenzing AG

Plug and Play
Mittlerweile werden die ersten Botanic Nets bereits am POS verschiedener Supermärkte eingesetzt. Die Botanic Nets sind zwar teurer als herkömmliche Plastiknetze, dies allerdings in einem vertretbaren Bereich. Denn die Netze aus Zellulose seien oftmals ‚Plug and Play‘ und erfordern deshalb im Abpackprozess wenig bis gar keine Umstellung. Für die Handelsketten selbst gebe es zudem noch einen interessanten Vorteil, betont man: „Durch Lenzing’s Eco Color Technology können wir das Material in einer Vielzahl an Farben und Farbtönen ressourcenschonend und lebensmittelecht produzieren: Es wird hierbei auf konventionelles nachträgliches Färben verzichtet, und die Farbe wird bereits direkt in der Produktion in die Fasern selbst eingearbeitet. Dadurch werden Chemikalien, Energie und Kosten gespart.“

Roland Arbesleitner auf der vergangenen Bio-Messe Nordic Organic Food Fair in Malmö, Schweden

Partnerschaft soll zu weiteren Lösungen führen
Die Verpackungsbranche befindet sich derzeit in einem Umbruch, und ständig werden neue Ideen zur Marktreife gebracht. Das alleine garantiere aber noch keinen Erfolg: eine Idee muss auch klare und nachweisbare Vorteile gegenüber dem Status Quo bieten. Zellulose habe bereits eine gewisse Resonanz im LEH: Denn neben den Botanic Nets gibt es seit über einem Jahr waschbare Mehrzweckbeutel aus demselben Material beim Retailer COOP in der Schweiz, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Seit einiger Zeit gibt es eine ähnliche Lösung auch in den Märkten von REWE in Österreich.

Der Prozess vom Holz zum Endprodukt / Bild: Lenzing AG

Die Lenzing AG fokussiert sich nach wie vor auf wenige ausgewählte Projekte, und verfolgen diese dafür mit der nötigen Konsequenz. Im Verpackungsbereich sehe man noch einiges an Potenzial.
„Nichtsdestotrotz muss festgehalten werden, dass die Lenzing AG als Rohstoffhersteller nicht alle Teilbereiche der Verpackungsbranche alleine abdecken kann. Unsere Strategie ist deshalb, in Zusammenarbeit mit Partnern neue nachhaltige Verpackungslösungen zu entwickeln“, heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Lenzing Aktiengesellschaft
4860 Lenzing, Österreich
Werkstraße 2
Telefon: +43 7672 701 0
Telefax: +43 7672 701 3880
E-Mail: office@lenzing.com 
www.lenzing.com 

Roland Arbesleitner
Segment Manager Packaging
r.arbesleitner@lenzing.com 
+43 676 7915533 

Dr. Marina Crnoja-Cosic
Head of Business Management Industrial Applications
m.crnoja@lenzing.com  
+43 664 6112551


Erscheinungsdatum :
Author:
©



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


© FreshPlaza.de 2019

Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet