In der Zeitschrift Trends in Plant Science beschreibt ein Artikel von Agustin Zsögön, wie Tomaten gentechnisch verändert werden können, um Capsaicinoide, die würzige Komponente in Chili, herzustellen. Die Wissenschaftler finden, dass die Innovation auf einen effizienten und einfacheren Weg ausgerichtet wäre, um Capsaicinoide für kommerzielle Zwecke in großen Mengen herzustellen.
Der hypothetische Vorschlag, der von einem internationalen Team von Wissenschaftlern vorgelegt wird, legt nahe, dass Capsaicinoide eine signifikante ernährungsphysiologische und kommerzielle Nutzung haben. Von Schmerzmitteln bis hin zu waffenfähigen Pfeffersprays werden Capsaicinoide zunehmend zu wertvollen kommerziellen Mitteln. Eine modifizierte Version der Verbindung hat in jüngster Zeit überzeugende Anti-Adipositas-Effekte gezeigt.
Die Bedenken, die Forscher haben, besteht darin, dass sich der Anbau hoher Erträge der Capsaicinoid-haltigen Kulturen als schwierig erweist. Scharfe Chilischoten sind schwer in großen Mengen anzubauen und haben oft uneinheitlichen Capsaicinoidwerte. Die Lösung könnte darin bestehen, Capsaicinoid-Wege in einer leichter zu züchtenden Kultur, wie beispielsweise Tomaten, zu aktivieren.
"Die Entwicklung des genetischen Capsaicinoid-Weges zur Tomate würde es einfacher und billiger machen, diese Komponente herzustellen, was eine sehr interessante Beifügung wäre", erklärt Agustin Zsögön, Senior-Autor des neuen Artikels. "Wir haben die Instrumente, die stark genug sind, um das Genom jeder Spezies zu verändern; die Herausforderung besteht darin, zu wissen, welches Gen wo zu entwickeln ist."
Der Artikel deutet darauf hin, dass Tomaten und Chilipfeffer vor über 19 Millionen Jahren genetisch divergiert sind, aber Tomaten immer noch alle Gene besitzen, die für die Produktion von Capsaicinoiden notwendig sind.
Quelle: newatlas.com