Südafrikanische haben kleine Chance in Europa, weil südamerikanische Ernte Schwierigkeiten hat

Der Sommer im Norden Südafrikas ist heiß und trocken und die Mango Saison hat bei Bavaria Fruit Estate, in der Limpopo Provinz nahe Hoedspruit, zwei Wochen früher begonnen. Ein großes Problem bei diesen Bedingungen ist das Verbrennen der Pflanzen, daher werden die Mengen auf dem Frischwarenmarkt voraussichtlich kleiner ausfallen. Die Herstellung von Trockenfrüchten wird jedoch recht normal verlaufen.

Momentan werden Tommy Atkins Mangos geerntet. Die Ernte geht bis zur zweiten oder dritten Januarwoche und überschneidet sich somit ein wenig mit der Westfalia Shelly Sorte. Darauf folgt dann ab Woche 3 die Kent Sorte. Die Saison wird wegen der Hitze voraussichtlich Mitte März mit der Keitt und der grünen Brooks enden, was etwas früher ist als sonst.

Wachstumspotential bei Mangoexporten nach Indien
Einige Mangos, die am Baum reifen, wurden im vergangenen Jahr nach Indien und Russland exportiert. Jedoch ist auch Europa, insbesondere Deutschland, ein potentieller Markt für Ready-to-Eat Mangos. Indien bietet viele Möglichkeiten, da das Land Mangos liebt und die Mittelklasse immer größer wird. Die lokale Industrie ist auf der Suche nach Mangos, die den Geschmack der indischen Verbraucher treffen: Mangos, die eine leichte Torpentin Note haben und sich somit von den süßen, milden Zuchtsorten aus Florida, die in Südafrika angebaut werden, unterscheiden. 

Es gibt mehr als 3.500 verschiedene Mangosorten in Indien, sagt Johann du Preez, Geschäftsführer von Bavaria Fruit Estate (siehe Bild), aber viele davon können im subtropischen Klima Südafrikas nicht angebaut werden. Er testet auf der Bavaria Fruit Estate Farm "Grovedale" mehr als hundert verschiedene Sorten.

In Russland finden die frischen Mangos aus den warmen Klimazonen Afrikas großen Zuspruch und das trotz des hohen Lufttransportpreises. Johan sagt auch, dass viele der Exporte nach Russland zu Smoothies weiterverarbeitet werden, die dann an Verkaufsständen in russischen Supermärkten angeboten werden.

Angebotslücke in Europa

Die Mangos werden gepflückt, wenn sie auf einem Reife-Level sind, um eine gute Haltbarkeit für die 28-tägige Reise garantieren zu können. Zurzeit werden einige Mangos für Europa und den Mittleren Osten (Dubai und die Emirate) verpackt, wo es diese Saison ein kleines Marktfenster für frühe südafrikanische Mangos gibt, weil die südamerikanische Saison durch den starken Regen in Brasilien und einige Schauer in Peru in Schwierigkeiten geraten ist.

Der frischgeschnittene Sektor in der UK bevorzugt größere Kaliber (6er, 7er) und diese beliefern auch Blue Skies.

Shelly Mangos für ein besonderes Geschmackserlebnis

Die Shelly Mango hat einen kleinen Kern und ist nicht so faserig. Es ist eine Sorte, die die Messlatte für Mango Standards auf dem lokalen Markt sehr hoch legt. Eine Gruppe aus Mango Bauern wurde durch Westfalia dazu lizensiert, die Shelly anzubauen. Westfalia organisiert auch die Mangoexporte für Bavaria Fruit Estate.

"Wir wollen die Mangos erst pflücken, wenn sie noch reifer und bunter sind, um den Kunden ein perfektes Geschmackserlebnis bieten zu können. Das ist möglich, weil die Sorte eine sehr gute Haltbarkeit hat", sagt Johann. "Wir arbeiten zurzeit an den Qualifikationskriterien, um festzulegen welche Anforderungen eine Premium Shelly erfüllen muss. Momentan befinden wir uns in Verhandlungsgesprächen mit einigen Einzelhändlern um herauszufinden, ob es einen Bedarf für eine exklusive Mango Marke gibt oder in Zukunft geben wird. Bisher gibt es eine solche Marke noch nicht in Südafrika. Diese Saison konzentrieren wir uns auf den lokalen Markt. Shelly Mangos werden von der ersten Januarwoche bis Woche 5 oder 6 geerntet."

Größere Produktion von Trockenfrüchten

Da mehr Mangos wegen des heißen Wetters verbrennen, werden immer mehr zu Trockenfrüchten verarbeitet (der Saftmarkt ist übersättigt, da es im vergangenen Jahr ein Überangebot gab und die Quoten der Fruchtsaftfabriken um etwa ein Drittel gesunken sind).

Bavaria Fruit Estate hat seine eigene Einrichtung für das Trocknen der Früchte. Dort sollen dieses Jahr zwischen 450 und 500 Tonnen getrocknete Mangos hergestellt werden. Das Verhältnis von frischen und getrockneten Mangos liegt bei 1:12. Dies bedeutet, dass für das Vorhaben etwa 5.500 bi 6.000 frische Mangos benötigt werden.

Etwa die Hälfte der Trockenfrüchte ist für den Massenexport nach Frankreich bestimmt. Dort wird den Trockenfrüchten ein wenig Feuchtigkeit zugeführt, damit sie zu IMF (Intermediate Moisture Food) werden. Von da aus werden sie an einige Obst- und Nusshändler in Italien und der UK verkauft.

Johann bemerkt, dass Südafrika eine immer größere Rolle im Sektor für getrocknete Mangos spielt, dies gilt vor allem für Westfarika, wo das Rohprodukt immer teurer wird. Auch in Ghana kaufen die Fabriken Mangos von kleinen Bauern in Nachbarländern wie der Elfenbeinküste, was jedoch die Rückverfolgbarkeit für einige Händler erschweren könnte. Kenia will ebenfalls in diesen Industriezweig einsteigen, aber dabei ist der Einsatz der richtigen Sorte sehr entscheidend: Tommy Atkins wäre nicht geeignet, weil die Sorte ein zu dunkles Fruchtfleisch hat. Wenn man die Mangos trocknet, erhalten sie eine sehr dunkle Farbe, sodass der Verbraucher denken könnte, das Produkt wäre alt.

"Getrocknete Mangos sind ein sehr teures Produkt und deswegen sind die Verbraucher nicht gerade experimentierfreudig. Kent und Keitt haben eine hellere Farbe, die besser für die Trocknung geeignet ist. Es ist schon fast eine Kunst, Mangos zu trocknen und wir optimieren den Prozess kontinuierlich, indem wir beispielsweise die Hitze oder den Feuchtigkeitsgehalt anpassen."

Für weitere Informationen: 
Johann du Preez
Bavaria Fruit Estate
Tel: +27 87 285 5075
Email: johannd@bavariafruit.co.za

 


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