Preise für grüne Paprika schießen durch die Decke durch Hitzewellen und Schäden, verursacht durch Sonne

Große Exportmöglichkeiten für Melonen

"Es war ein hartes Jahr, aber es war trotzdem besser als 2017", sagt Tinus Venter von Janlouis Boerdery am Mogalakwena River in der Provinz Limpopo, vor den Toren Botswanas.

11 Monate lang war der Fluss trocken, aber Anfang Dezember regnete es dann endlich für eine Woche: + 70mm und in der Steppe wachsen Bäume und Blätter und Gras sprießt. Das war zum Vorteil der zahlreichen Wildtiere auf der Farm.

Es ist eine Farm mit vielen voneinander abhängigen Facetten: In diesem Jahr beispielsweise konnten sie ihre Antilopen füttern, die in der Dürre zu kämpfen hatten, durch ihren Erfolg mit der schnellen und saisoneröffneten Wassermelonen-Saison. Eine Wassermelonenernte so kurz nach dem Winter ist ein großes Risiko und schwierig in Bezug auf Ertrag, Größe und Wassermanagement, aber das hat sich in diesem Jahr ausgezahlt.

Melonenmarkt verbessert sich
In Bezug auf ihre beiden fast durchgehenden Produkte, Paprika und Melonen, hat der Markt wieder Fahrt aufgenommen.

Im Oktober und Anfang November würde der Melonenmarkt nicht die Größen 9 oder sogar 8, sondern nur größere Größen (6er und 7er) annehmen. Jetzt verschicken sie sogar 10er-Größen, an denen der Markt normalerweise nicht interessiert ist. Das Unternehmen versendet die Produkte bis Weihnachten, wenn einige andere Melonenbauern bereits aufgehört haben zu liefern und im Vorfeld der Feiertage Nachfrage und Preis verbessern. 

Janlouis Boerdery schickt alle seine Melonen auf die Frischemärkte in Pretoria und Johannesburg (abgesehen von ihren Supermarktprogrammen), wo die Exporteure erhebliche Mengen ihrer Früchte für Märkte wie Mauritius, Dubai und auch die Demokratische Republik Kongo beziehen.

Ihm wurde sogar ein Foto geschickt, worauf im Hintergrund der Show Naked Chef von Jamie Oliver ihre Melonenbox zu sehen ist.

"Eine unglaubliche Menge unserer Melonen wird nach Mauritius geschickt, aber wir kümmern uns nicht wirklich um den Export. Unsere Produktion ist GlobalG.A.P. zertifiziert, aber nicht unser Packlager, so dass wir nur für den heimischen Markt verpacken können. Wir haben so viele Anfragen für unsere Melonen erhalten, vor allem aus Singapur und wir wären offen für eine Exportpartnerschaft, wenn das richtige Angebot kommt. Mit der Schwächung des südafrikanischen Rand und dem gestiegenen Mindestlohn, der unsere Produktionskosten stark unter Druck setzt, ist der Export sinnvoll."

Sonnenbrand hat das Angebot reduziert

Sonnenbrand an Paprika und Melone (Fotos von Tinus Venter)

Während der Hitzewelle von Mitte November wurden in ihrem Gebiet Temperaturen von fast 50°C gemessen. Dadurch erlitten die Pflanzen Sonnenbrand. Tinus erzählt, wie er eine Melone, die direkt vom Feld kam und äußerlich perfekt aussah, auf schnitt und das kochende Fruchtfleisch nur so raussprudelte.

Ihre grünen Paprika im Freiland erlitten ebenfalls Sonnenbrand, aber nicht die gelben und roten Paprika unter dem Netz. "Wir wollen unsere grünen Paprika nun auch unter ein Netz pflanzen", sagt Tinus. "Jedes bisschen was wir an Überschusseinkommen haben, investieren wird in die Errichtung von Netzen. Es gibt so viele Vorteile in Bezug auf Wassereinsparung, Sonnenintensität und Schädlingsdruck."

"Im Moment sind die Preise für grüne, rote und gelbe Paprika gleich, was nicht üblich ist", fährt er fort. "Die Preise für grünen Paprika spielen verrückt und liegen bei 100%, da während der Hitzewelle in Limpopo Sonnenbrand auftrat. Ende Oktober waren die Preise noch sehr niedrig, aber jetzt, nach der Hitzewelle, sind grüne Paprika eher Mangelware auf dem Markt."

Unter übermäßig heißen Bedingungen beginnen grüne Paprika im Freiland leicht zu erröten. Aber da der Markt grüne erröttete Paprika ablehnt, sind die Züchter verpflichtet, diese Paprika ganz rot werden zu lassen. Dadurch entsteht natürlich ein Überangebot an roten Paprika.

Von Mai bis Ende August oder Anfang September produziert der Betrieb auch Butternuss Kürbisse.

"Es war ein hartes Jahr, aber 2017 war ein Horror. Der Ertrag war niedrig sowie die Preise. Wir verloren fast 70% unserer Wassermelonen durch Wurzelkrankheiten. Dieses Jahr zeigte uns mal wieder die Wichtigkeit der Vielfältigkeit. Die Butternuss Kürbisse haben sich in diesem Jahr besser entwickelt als im letzten und Wassermelonen haben uns einen Schub gegeben, genau dann, wenn wir es am meisten brauchten."

Farbige Paprika unter Netzen

Für weitere Informationen:
Tinus Venter
Janlouis Boerdery
Tel: +27 82 472 0111
Email: tinus@janlouis.net


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