Ido Yari, Arava Export Growers

Der israelische Paprikamarkt kämpft

„Der Paprikamarkt ist für uns in letzter Zeit schwierig geworden“, sagt Ido Yaari von der israelischen Exportfirma Arava Export Growers. „Wir fokussieren uns auf Russland, Nordamerika und Großbritannien. Russland ist ein großer Markt mit seinen eigenen Problemen. Im Winter dominieren wir diesen Markt. Das funktioniert für uns. Unser Marktanteil ist dort auch seit dem Boykott gestiegen.“

Er fährt fort, dass es schwierig ist, mit Spanien in Europa zu konkurrieren. „Die Lücke für Paprikalieferungen an diesen Markt wird jedes Jahr enger. Wir planen, ein paar Paprikas an die osteuropäischen Länder wie die Tschechische Republik und Polen zu senden. Da sind wir noch wettbewerbsfähig. Die Spanier konzentrieren sich mehr auf Deutschland, die Niederlande und Skandinavien.“

Arava Export Growers Paprikaerzeuger bieten alle Farben der Paprika, sowie die Palermo an. Das ist eine süße, spitze Sorte. „Wir haben ein paar Verkäufe der konventionellen Spitzpaprika in Russland“, sagt Ido. „Wir haben mehr Verkäufe auf dem Bio-Markt als dem konventionellen. Das liegt an der Konkurrenz.“

Hauptexportprodukt
Das Hauptprodukt in der Arava-Region, wo die Erzeuger des Unternehmens ansässig sind, bleiben Paprikas. „Die letzte Saison war okay“, sagt ein Landwirt. „Wenn wir genug Quantität haben, ist die Saison okay. Wir müssen unsere Erträge steigern. In den Niederlanden bekommt man circa 30kg/m². In Israel bekommt man, wenn man ein Experte ist, höchsten 10kg/m². Unsere Saison ist auch viel kürzer als die Niederländische. Hier sind es fünf Monate; in den Niederlanden elf.“

„Der Schlüssel ist, effizienter zu sein“, sagt er. „Natürlich können wir heizen und all das, aber das ist nicht kosteneffizient. Das wird mehr kosten, als wir für das Produkt bekommen.“

„Die Konkurrenz aus Spanien steigt jedes Jahr an“, sagt ein anderer Landwirt. „Die Fläche dort steigt jedes Jahr an und sie weiten auch jedes Jahr ihre Saison aus. Die Qualität hat sich über die letzten paar Jahre verbessert.“ Wurzelgemüse wie Karotten, Kartoffeln und Zitrusfrüchte aus der Türkei oder Ägypten, auf der anderen Seite, sind die Hauptkonkurrenz für Arava Exports Growers, wenn es um Zitrusfrüchte und Wurzelgemüse geht.

„Aber“, sagt Ido, „es gibt keine Garantie, wenn es um den Markt geht, vor allem bei landwirtschaftlichen Produkten. Alles kann jetzt gut laufen und sich in einer Woche ändern – wegen einer Krankheit oder des Wetters. Wer weiß, was die Zukunft bringt.“

Landwirte kämpfen
„Alles, was ich bis jetzt weiß, ist, dass Paprikaerzeuger ums Überleben kämpfen. Aber sie machen weiter und arbeiten so gut, wie sie können. Sie suchen immer nach neuen Sorten, neuen Märkten, neuen Technologien. Sie hoffen immer auf das Beste.“

Auf die Frage, ob es einfach sei, genug Produkt für den Export zu bekommen, antwortet Ido, dass es eine schwierig zu beantwortende Frage sei. „Da es um Landwirtschaft geht, hat man immer zu viel oder zu wenig“, sagt er. „Zum Beispiel gibt es momentan eine Menge Habanero auf dem Markt. Aber die Landwirte haben auch eine Menge. Also müssen sie ernten und wir verkaufen.“

„Es wird einen Zeitpunkt geben, ich weiß nicht genau wann, da wird es wieder einen Mangel an diesem Produkt geben. Und wir werden keine ausreichenden Quantitäten haben, während wir jetzt zu viel haben.“

Ein anderes Problem sind die Logistikkosten. „Das macht circa 25-30% der Exportkosten nach Europa aus. Die Kosten der kommenden Saison werden ungefähr die gleichen sein wie letzte. Aber es ist Teil der Produktionskosten. Das muss man, wie alles andere, berücksichtigen“, sagt Ido abschließend.

Für mehr Informationen:
Ido Yaari
Mobile: +972-52-6286062
Tel: +972-3-9728139
Email: idoy@arv.co.il 
www.arv.co.il 


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