"Die Euphorie über Snack-Gemüse ist der Realität gewichen"

Es tut sich viel im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Der Handel muss sich mehr und mehr mit dem Thema Convenience auseinandersetzen: Gefragt sind Produkte für einen mobilen Lebensstil, Haushalte werden zunehmend kleiner und die Ernährung gesunder. Snack-Gemüse scheint ideal zu sein um diese Bedürfnisse des Konsumenten abzudecken und die Erwartungen an das Segment sind groß. Aber wie sieht es tatsächlich aus im Handel? Florian Wolz, Geschäftsführer der Absatzgenossenschaft Franken-Gemüse Knoblauchsland eG, berichtet über seine Erfahrungen bei der Vermarktung von vorwiegend (Frucht-)Gemüse an den Lebensmitteleinzelhandel in Süddeutschland.

Die Erzeuger der Absatzgenosschenschaft führen Snack-Paprika, -Gurken und -Tomaten. "Am Anfang war ich mehr vom Marktpotenzial dieses Segmentes überzeugt als ich das jetzt wahrnehme. Natürlich hängt das auch von den Einzelhändlern ab, da nicht bei allen das Snack-Gemüse gleich gut ankommt." Er sei zunächst zwar sehr euphorisch gewesen, die Erwartungen spiegeln sich jetzt jedoch nicht im Absatz wieder: "Die Euphorie ist definitiv der Realität gewichen."

Er plant allerdings nicht die kleinen Gemüsesorten aus dem Sortiment zu nehmen. "Es ist ein Bestandteil des Handels, man braucht es im Sortiment und vielleicht gibt es auch noch mehr Potenzial in der Zukunft." Er erwartet weiterhin ein natürliches Wachstum dieser Produktgruppe. "Snack-Gemüse bleibt auch in den nächsten Jahren ein fester Bestandteil."

Einen großen Nachteil des Convenience-Booms sieht er in der Verpackung: "Diese Art des Gemüses ist sehr plastiklastig. Man braucht eine Schale mit Deckel, oder Shaker, die sich leicht öffnen und schließen lassen und derzeit stark unter Kritik sind." Bei Franken-Gemüse sind Nachhaltigkeit, und somit ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts. "Soweit es sinnvoll ist, stellen wir auch jetzt schon aktiv auf nachhaltigere Verpackungsformen um. Nicht jedoch, ohne diese zu hinterfragen."

Der große Vorteil des Snack-Gemüses sei die Handlichkeit - daher eigne es sich eher weniger als lose Ware. "Bei den alternativen Verpackungen, wie der Kartonnage, sieht man das Produkt nicht, was beim Konsumenten nicht gut ankommt", sagt Wolz abschließend.

Auch weiterhin will man bei Franken-Gemüse den aktuellen Trends im Lebensmittelhandel folgen. Die Absatzgenossenschaft verhandelt zurzeit die Erzeugnisse von 40 Mitgliedsbetrieben – viele unter junger Führung. "Das sorgt für viel Dynamik und Innovation. Man hilft sich gegenseitig und bildet sich weiter. Man tauscht sich darüber aus, was auf dem Markt so passiert." Diese Experimentierfreudigkeit wird es der Franken-Gemüse Knoblauchsland eG, so Wolz, auch in Zukunft ermöglichen am Markt relevant zu bleiben und sich stetig zu verbessern.

Für weitere Informationen:
Florian Wolz
Franken-Gemüse Knoblauchsland eG
Raiffeisenstraße 200
90427 Nürnberg
Tel. 0911 93483-0
Mail: info@franken-gemuese.de
Web: https://www.franken-gemuese.de/


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