Vergleich zwischen Freiland- und Gewächshaustomaten

Eine spanische Studie zu der Adaptation von langhaltbaren, mediterranen Tomaten, die in Gewächshäusern oder auf dem Feld angebaut wurden, wurde am 4. Dezember 2018 herausgegeben. Lang haltbare Tomaten- (Solanum lycopersicum) Landrassen, charakterisiert durch das alc-Allel am NOR.NAC Lokus, wurde traditionell in der mediterranen Region kultiviert. Diese Materialien werden auf Freifeldkonditionen unter niedrigen Eingangsbedingungen adaptiert. Allerdings expandiert die Kultivierung im Gewächshaus durch die steigende Nachfrage dieser traditionellen Tomaten.

„Wir vermuten, dass die große Diversität der lang haltbaren Landrasse und der abgeleiteten Materialien für die Adaptation dieser neuen Anbaubedingungen benutzt werden kann. Wir haben 12 Sorten (sieben Landrassen, drei Selektionen und zwei Hybride) evaluiert, die die alc-Mutationen als ‚open field‘ (OF) und ‚greenhouse‘ (GH) Kultivierung tragen und sie für 52 morphologische, agronomische, chemische Eigenschaften und chemische Kompositionsdeskriptoren untersucht“, erklärten Forscher der Universitat Politècnica de València.

„Alle Deskriptoren, außer sechs morphologischen, waren variabel. Der Sorteneffekt war der größte Faktor für die Variation der meisten morphologischen Eigenschaften, sowie Fruchtgewicht, Fruchtform, Trockenmasse und der Gehalt der löslichen Feststoffe. Allerdings wurden signifikante ökologische und Genotyp x Umwelt Interaktionen für jeweils 36 und 42 Deskriptoren gefunden.“

Früchte der GH-Pflanzen hatten ein geringeres Gewicht und Feste und waren weniger rot als die OF-Pflanzen. Im Durchschnitt war der GH-Ertrag 35% niedriger und der tägliche Fruchtgewichtsverlust in der Posternte 41% höher als bei OF-Pflanzen. Allerdings hatten die GH-Früchte durchschnittlich eine höhere Trockenmasse und einen höheren Gehalt an löslichen Feststoffen, eine höhere Antioxidantien-Aktivität, sowie Glukose, Fruktose und Askorbinsäurekonzentrationen, aber einen niedrigeren Gehalt an Lycopen und β-Karotin als OF-Pflanzen.

Eine Hauptkomponentenanalyse trennte die Sorten klar nach der Kultivierungsumgebung. Allerdings war das Distributionsmuster der Sorten innerhalb jedes der zwei Cluster (GH und OF) ähnlich, trotz der starken G x U Interaktion für viele Deskriptoren.

„Die Ergebnisse zeigen einen hohen Einfluss der Kultivierungsumgebung auf morphologische, agronomische, chemische Merkmale und die chemische Komposition der mediterranen, lang haltbaren, traditionellen Tomatensorten. Das weist darauf hin, dass Zuchtprogramme, die sich spezifisch auf die Adaptation auf Gewächshauskonditionen fokussieren, entwickelt werden sollten.“

Quelle: Maria R. Figàs, Jaime Prohens, María D. Raigón, Leandro Pereira-Dias, Cristina Casanova, María D. García-Martínez, Elena Rosa, Elena Soler, Mariola Plazas, Salvador Soler, 'Insights Into the Adaptation to Greenhouse Cultivation of the Traditional Mediterranean Long Shelf-Life Tomato Carrying the alc Mutation: A Multi-Trait Comparison of Landraces, Selections, and Hybrids in Open Field and Greenhouse', Dicembre 2018, Frontiers in Plant Science, Vol. 9, articolo 1774. 


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