Videointerview mit einem Produzenten aus Afrika

Mit dem Landanbau in Mozambik geht es vorwärts

Die Delegation, die die Ausgabe 2019 der Macfrut in Mosambik präsentierte (FreshPlaza vom 2/12/2018), bekam Gelegenheit einige Betriebe und Märkte zu besuchen und somit ein besseres Verständnis in Sachen Entwicklung und Potenzial des Bereichs zu erhalten. Für Mosambik repräsentiert der Obst- und Gemüsesektor die Priorität für eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Ein großer Teil der Unternehmen des Sektors sind kleinere Betriebe, auch wenn es an Extensionen nicht mangelt.  

Laut der Fao Quellen liegt die Produktion in dem Land bei 1,1 Mio Tonnen, mit Bananen und Tomaten. Der sehr limitierte Export richtet sich großenteils an Südafrika, während Mosambik viel Obst importiert-Äpfel, Birnen, Trauben, Zitrusfrüchte- immer aus Südafrika.

Während der Arbeit bei dem Unternehmertum von Angel Miguel Cumaio 

"Wir besuchten einige Betriebe in der Gegend von Maputo, z.B. den von Angel Miguel Cumaio, mit einer Fläche von 13 Hektar. Es werden 25 Sorten Gemüse angebaut, u.a. Salat, Kohlsorten, Tomaten, Heilkräuter, Koriander, welche an die Supermärkte in Maputa verkauft werden," erklärt Vorsitzender Renzo Piraccini.  

"Hier arbeiten 35 Angestellte mit monatlichem Einkommen von ca 100€. Der festgelegte Monatslohn liegt bei 70€. Seit Kurzem gibt es 5 Treibhäuser, mit Hilfe der Finanzierung der Ong IDE, die die Produktionszyklen verkürzen, die Erträge vergrößern und die Qualität verbessern. Der Unternehmer ist mit den Resultaten sehr zufrieden und will diese Technologie weiter entwickeln."  

Bernardo Antonio (Foto) ist Produzent mit einem kleinen Betrieb von 2500 Meter Gewächshaus, mit Pflanzungen außerhalb des Bodens. Es werden Tomaten, Paprika und Gurken angebaut. Die gesamte Produktion wird an den Spar Supermarkt in Maputo verkauft.

Es wird auf einem Torfsubstrat angepflanzt: Der Behälter mit den Nährstoffen, die mittels der Bewässerungsdüngung verteilt werden, befindet sich am Eingang des Treibhauses und geschieht mit Hilfe einer Pumpe. Die Technologie ist essentiell aber effizient und kommt aus Brasilien.

Hier arbeiten noch zwei Festangestellte. Auch dieser Betrieb wird durch die Ong IDE subventioniert, die auch für die technische Assistenz zuständig ist.

Besuch bei dem Unternehmen Citrum

"Carmen Ramos ist Besitzerin des Unternehmens Citrum. Zu dem Besitz gehören 85 Hektar Bananenanbau, davon sind 50 in Produktion sowie 95 Hektar Zitrusfrüchteanbau, vor allem Orangen, weiße und rosa Pampelmusen. Es wird durch Besprengen bewässert aber die Richtung geht in eine Tropfenbewässerung, da es an Wasser mangelt. In der Erntezeit beschäftigt sie 330 Angestellte. Die Produktion wird auf dem nationalen Markt verkauft."

Der Markt in Maputo

"Die Märkte in Europa sind total anders. Es gibt keine Strukturen und die Kommerzialisierung erfolgt unter Zeltdächern, um das Produkt so gut es geht frisch zu halten. Ein großer Teil der Produktion geht an den traditionellen Einzelhandel in Maputo und wird hier verkauft. Die Hygienekonditionen sind sehr schlecht und die fehlende Kühlung trägt zum schnellen Verderb der Ware bei. Die Supermarktketten besitzen Plattformen und direkte Kontakte mit den Lieferanten."

"Der Produktionssektor hat viele Einschränkungen und sollte die Standards erheblich verbessern, aber das wahre Problem Mosambiks sind fehlende Logistik und Infrastrukturen zwischen Produktion und Konsum. Für italienische Unternehmen könnte Mosambik eine interessante Möglichkeit sein was Saatgut, technische Mittel und Technologien auf dem Feld betrifft, während der Markt für Frischware momentan bei objektiver Betrachtung keine Möglichkeit bietet," beendet Piraccini.


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