Red Apple Germany sieht von Plastikverpackung ab

Nachhaltigere Verpackung für den Mini-Apfel Rockit

Die Supermarkt-Ketten und die Discounter haben eine Offensive gegen Plastikmüll gestartet. Die Gründe: Verbraucher wünschen sich insbesondere bei Obst und Gemüse keine oder mehr nachhaltige Verpackungen, außerdem tritt zum 1. Januar 2019 das neue Verpackungsgesetz in Kraft (verbunden mit einer Stärkung des Recyclings). „Aufgrund der Problematik haben wir in den letzten Monaten etwas ganz Neues entwickelt“, sagt Jens Anderson von der Red Apple Germany aus Hollern-Twielenfleth, im Hauptberuf Marketingleiter der Elbe-Obst. Gegenwärtig sieht es so aus, dass die Verpackungsidee der Altländer „weltweit und mit Sicherheit in Europa für den Rockit verwendet wird“; diese Art der Verpackung sei eine der ersten auf dem Markt.

Unverpackt kann der Rockit nicht vermarktet werden. Hintergrund: Die Miniatur-Apfelsorte soll als vitaminreicher Snack für unterwegs vermarktet werden – an Supermarktkassen, bei Tankstellen, an Autobahnraststätte, auf Bahnhöfen oder Flughäfen. Deshalb muss die Verpackung für den Apple-to-Go wiederverschließbar sein. In dieser Saison wollen die Erzeuger durchstarten. Die ersten Bäume an der Niederelbe waren 2015/2016 von 15 Betrieben gepflanzt worden. 170.000 Bäume werden bis Ende 2018 bundesweit auf 50 Obstbaubetrieben stehen.

Jetzt ist die Erntemenge mit 700 Tonnen bundesweit so groß, dass die Markteinführung vorangetrieben werden kann – unter anderem im LEH und in der Woche des Deutschen Apfels im Januar auf zehn Bahnhöfen. An der Niederelbe wird der MiniApfel allerdings noch nicht in die Läden kommen. Los geht’s im Norden mit der Edeka-Minden-Regionalgesellschaft. 1,99 Euro wird das Push-Pack mit vier Äpfeln kosten; die Früchte sind 40 bis 60 Millimeter groß. Süß, knackig, saftig und gut lagerfähig, so beschreibt der Leiter des Obstbauzentrums Esteburg, Dr. Karsten Klopp, den neuen Apfel. Das Kerngehäuse kann mitgegessen werden.

Mit dem „Bonsai“-Apfel wollen die Altländer neue Märkte erobern. Hintergrund: Der Apfelkonsum in Deutschland geht zurück. Erzeuger müssen sich auf den demografischen Wandel (weniger Verbraucher), steigende Produktionskosten und wachsende weltweite Apfelerntemenge einstellen. Die Parole lautet: Mehrwert durch ein vielfältigeres, höherpreisiges Sortenspektrum.

In der Heimat des Rockits, in Neuseeland, wird der MiniaturApfel bereits erfolgreich vermarktet; erfunden hat ihn Phil Alison von der Havelock Fruit Company. Es handelt sich um eine exklusive Clubsorte, in 20 Staaten wird diese kultiviert. In Deutschland wird der Snack-Apfel im Alten Land, in Sachsen und am Bodensee unter Federführung der Red Apple Germany GmbH angebaut. Diese ist eine Tochtergesellschaft des Deutschen Obstsorten Konsortiums – kurz DOSK. An diesem sind neun Erzeugerorganisationen beteiligt. Mit im Boot sitzen beim Rockit die Obstbauern von der Elbe-Obst und der M.A.L, aber auch die Württembergische Obst- und Gemüsegenossenschaft Raiffeisen und die Veos aus Sachsen. „Es ist ein Nischenprodukt“, sagt Anderson. Jüngere und mobile Menschen sind die Zielgruppe. Klopp: „Der Rockit wäre auch ein guter Schulapfel.“

Quelle: tageblatt.de

Kontakt und weitere Informationen:
info@red-apple.eu
www.red-apple.eu
de.rockitapple.com
facebook.com/RockitAppleGermany


Erscheinungsdatum :



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