Übersicht Weltmarkt Mango

Der Mangomarkt ist wechselhaft. Streiks in Frankreich machen das Ende der spanischen Saison kaputt. Aufgrund der Straßensperren treffen die Mangos spät in Europa ein. In jedem Fall blicken die Erzeuger auf eine ungewöhnliche Saison zurück. In Peru legen die Erzeuger die Arbeit nieder, weil sie höhere Preise wollen. Die Gespräche werden am Montag, den 3. Dezember fortgesetzt. Bis dahin wird keine Mango verkauft. Andere Länder wie Venezuela, Dominikanische Republik und China investieren in Anbau und Export. Südafrikanische Erzeuger erhalten einen guten Preis von der Industrie und liefern daher den größten Teil der Ernte an die Fabriken.

Peru stoppt Export nach Streik
Der Dialog zwischen den Exporteuren, um den Preis für Obst zu verbessern, wird Anfang Dezember fortgesetzt. Nach Angaben des Landwirtschaftsministers ist der Streik nach einem Gespräch mit den Erzeugern in Tambogrande, Las Lomas und Sullana beendet. Die Produzenten hatten wegen des niedrigen Mangopreises 48 Stunden lang nicht gearbeitet. Aufgrund der geringeren Ernte erhofften sie sich einen besseren Preis.

"Wir stehen am Anfang der Saison und wir haben niedrige Preise. Es werden 50% weniger Mangos geerntet, daher sind die Erwartungen für den Preis natürlich gut", so der Minister.

Die Provinz Casma erhielt kürzlich die Genehmigung für den Export nach Chile. Der Export kann Ende Januar beginnen. Darüber hinaus wird in die Niederlande, nach Indonesien, Russland, Frankreich, Italien und Deutschland exportiert. Bis zur Woche 46 wurden 2.360 Tonnen Mangos exportiert. Das ist etwas mehr als die 2.255 Tonnen, die ein Jahr zuvor in derselben Woche verzeichnet wurden. Die Hauptbestimmungsorte sind so früh in der Saison die USA (27%), Chile (22%), Kanada (20%) und England (19%). Es wird erwartet, dass das Land in dieser Saison 171.000 Tonnen Mango exportiert. Das sind 20% weniger als im Vorjahr.

Venezuela sucht Exportmöglichkeiten
Die Saison beginnt im Februar mit den Haden und dauert bis Juni. Die Kent übernimmt die Saison in den Sommermonaten. Für die kommende Saison besteht die größte Herausforderung darin, einen Container nach Europa zu bringen, sagt ein Exporteur. Pro Monat werden mindestens 60.000 Kilo Mangos erwartet, wovon 5.000 Kilo per Flugzeug verschifft werden. Spanien ist der wichtigste Exportmarkt, sagt ein Händler, der auch die Madrider Messe besucht hat. Er sieht auch Chancen in Asien. Über Exporte nach Hongkong und Dubai wird derzeit verhandelt. "Wir wollen in dieser Saison wöchentlich auf diese Märkte exportieren."

Mexikanische Mangobäume früh in Blüte
Wenn man sich die Blüte und die Entwicklung auf den Plantagen in der Region Soconusco ansieht, werden die ersten Mangos verfügbar sein, wenn es auf dem Weltmarkt noch keine Nachfrage gibt. Deshalb wird auf dem heimischen Markt nach Abnehmern für die frühe Ernte gesucht. Die Temperaturen im November ließen die Bäume früh blühen. Außerdem gab es weniger Regen.

Die Erwartungen sind jedoch gut, denn dank der frühen Blütezeit kann später in der Saison eine zweite Blüte folgen. Die Züchter glauben, dass sie ausreichend Volumen haben werden, wenn die USA, Kanada und Europa Mangos verlangen. Die Saison dauert wahrscheinlich von Februar bis Mai.

Dominikanische Republik investiert in Verdopplung des Exportes
Die Regierung investierte 130 Millionen Pesos (2,3 Millionen Euro), um den Mango-Anbau zu professionalisieren und die Exporte im nächsten Jahr zu verdoppeln. Die Regierung will die Mangoexporte in die USA schrittweise erhöhen. Das Geld wird sowohl in den Anbau als auch in die Verpackung und Sortierung nach der Ernte investiert.

Südafrikanische Ernte hauptsächlich für die Industrie
In der Region Onderberg in Mpumalanga hat die Mango-Saison gerade begonnen. Die kommerziellen Anbauflächen werden voraussichtlich mit den im letzten Jahr geernteten 80.000 Tonnen vergleichbar sein. Es gibt viele Erzeuger, die nicht beim südafrikanischen Verein der Mango-Anbauer registriert sind, daher ist die Gesamternte der Mangos erheblich höher. Ein paar Tage mit hohen Temperaturen während der Blüte und Regenmangel im Sommer können sich auf den Ertrag auswirken.

Der Saftmarkt ist schlecht, so dass sich viele Erzeuger zusätzlich zu den Verkäufen auf dem Frischmarkt entscheiden, die Mangos an die Atchar-Industrie (ein scharfes Gewürz) zu liefern. Nach den Schätzungen wird die Hälfte der Ernte an diese Industrie geliefert. Diese Mangos gehen grün und unreif an die Atchar-Fabriken, was bedeutet, dass die Früchte halb so lang an den Bäumen hängen wie Mangos für den Frischmarkt. Dies bedeutet, dass auch die Hälfte der Pflanzenschutzmittel benötigt wird.

Südafrika exportiert nur begrenzt Mangos, etwa 5% der Produktion. Der brasilianische Tommy Atkins wurde dieses Jahr zum ersten Mal außerhalb der Saison importiert, aber die hohen Preise scheinen die Verbraucher abzuschrecken.

Chinesischer Mangomarkt wächst
Mango ist ein beliebtes Produkt auf dem chinesischen Markt. Immer mehr Unternehmen beginnen in China Mangos anzubauen. Der Markt dafür ist gut, denn die Nachfrage ist nach wie vor hoch. Dieses Jahr gab es in Sichuan eine Mango-Krankheit, so dass die Mangos nach der Reifung schnell schwarz wurden. Wenn es nicht rechtzeitig angepackt wird, wirkt es sich sofort auf die Frucht aus. In anderen Produktionsgebieten wie Guangxi und Hainan kam die Krankheit nicht vor. Sie kann behandelt werden, daher muss nicht alles verloren gehen, aber man muss schnell handeln.

Mangos werden auch aus Indien und Vietnam, Thailand und Myanmar importiert. Sie werden per Schiff, Luftfracht und LKW transportiert. Die Früchte werden immer öfter eingeflogen. Die Anzahl der aus Vietnam nach China exportierten Mangos steigt von Jahr zu Jahr. Dies wirkt sich auch auf die Preise aus, die zu Beginn der Saison aufgrund des großen Angebots abnahmen.

Spanien schließt ungewöhnliche Saison ab
Mit der letzten Keitt, die in Malaga geerntet wurde, nähert die spanische Saison sich ihrem Ende. Der subtropische Teil Spaniens ist das wichtigste Anbaugebiet für Mangos. Die Branche profitiert immer noch von den wichtigen Wochen vor Weihnachten, obwohl die Saison ungewöhnlich verlief. Der anhaltende Regen und Streiks in Frankreich sind zwei Faktoren, die den Verlauf dieser Saison bestimmt haben.

Die Saison begann aufgrund des anhaltenden Regens mit einer Verzögerung von mehr als 15 Tagen. "Etwas, das in dieser Region sehr ungewöhnlich ist", so ein Exporteur. Der Regen hat der Ernte keinen großen Schaden zugefügt. Das Land produziert in diesem Jahr etwa 30% mehr Mangos als im Vorjahr. Davon stammen 20% des Ertrages aus Neuanpflanzungen, die in Produktion gehen. Die restlichen 10% sind wahrscheinlich das Ergebnis eines überdurchschnittlichen Ertrages. Die Preise stehen durch das größere Angebot unter Druck. Laut einem Händler ist der Preis im Durchschnitt um 30% niedriger.

Die Streiks in Frankreich waren ein unvorhergesehener Faktor, der den Markt schwieriger macht. "Es gab Verzögerung bei der Lieferung verschiedener Partien für europäische Kunden", sagt ein Exporteur. "In einigen Fällen wurde das Ziel nicht mit der von den Kunden gewünschten Qualität erreicht." In der Zeit der Streiks hatte dieser Händler einen Volumenverlust von 50%. "Einzelhändler müssen ein Produkt immer verfügbar haben, daher haben einige beispielsweise auf brasilianische Importe umgestellt."

Es wird erwartet, dass die Produktion in den nächsten Jahren steigen wird. Wenn das Klima dazu beiträgt, wird jedes Jahr ein größeres Volumen erwartet. Die Osteen sind die am meisten gepflanzte Sorte, deren Produktion innerhalb weniger Wochen von statten geht. "Die Herausforderung für die Zukunft ist, ob der Markt dieses Volumen aufnehmen kann."

Niederlande: Verzögertes Angebot aus Peru durch kaltes Wetter und Streiks
Der Mangomarkt steht vor einem interessanten Monat. Obwohl der Markt in den letzten Wochen sehr schwierig war, gibt es jetzt eine Reihe von Faktoren, die eine Trendwende bewirken können. Zum Beispiel hat sich der Anbau in Peru aufgrund von kälterem Wetter um 2-3 Wochen verzögert, und es wird erwartet, dass die Mangos in diesem Jahr so gut wie nicht vor Januar eintreffen werden. Außerdem streiken die Erzeuger im Anbaugebiet Tambo Grande (Piura) seit vorletzter Woche Donnerstag. Alle Straßen in der Umgebung sind gesperrt und niemand erreicht seine Plantage. Die Diskussionen werden heute fortgesetzt. Dies kann auch zu einer weiteren Verzögerung der Ankunft führen. Gleichzeitig nimmt das Angebot aus Brasilien ab und erwartet man, dass es nach Mitte Dezember keine großen Mengen mehr geben wird. Ein attraktives Preisniveau ist daher nach Ansicht der Importeure offensichtlich.

Belgien angespannt über Situation in Peru
Die peruanische Mango-Saison beginnt normalerweise Ende Dezember / Anfang Januar, aber die Streiks, die in Peru stattfanden, sorgen für Verunsicherung und einer leichten Verzögerung für einen guten Start. Für Montag und Dienstag wurden Streiks angekündigt, aber es scheint, als würden die Streiks eine ganze Woche dauern. Nach Informationen aus Peru beginnt man diese Woche mit der Ernte, dem Sortieren und Verpacken der Mangos, aber die sind dann für Woche 52/1. Dies ist 1 oder 2 Wochen später als geplant.

Frankreich: wenig Dynamik auf dem Markt
Es ist nicht einfach auf dem Mangomarkt. "Der Markt für peruanische Mangos hat von einem auf den anderen Tag an Dynamik verloren", sagt ein Händler. "Wir gehen davon aus, dass es jetzt im Dezember wieder besser wird, wenn die Konsumenten wieder viele exotische Produkte kaufen." Laut dem Händler legen die Verbraucher großen Wert auf die Qualität der Mangos. Er sieht in den letzten Jahren eine steigende Nachfrage nach ready-to-eat Mangos, die mit dem Flugzeug transportiert wurden."

Deutschland: Brasilien dominiert
Im deutschen Großhandel dominieren derzeit vor allem die brasilianischen Kent-Mangos. Insbesondere die Früchte, die mit dem Flugzeug eingeflogen werden, sind qualitativ am besten und deutlich beliebter. Die Preise blieben im Allgemeinen stabil. Interessant ist das wachsende Interesse an spanischen Mangos. In München und seit kurzem auch in Leipzig beispielsweise werden diese Mangos unter dem Sigfrido-Label vermarktet. Die Händler, die derzeit in diesem Segment arbeiten, erwarten, dass kurzfristig mehrere Großhändler hinzukommen werden. Schließlich wird gesagt, dass der Konsum von Mangos immer noch ansteigt: Fachleute erwarten daher, dass das Ende noch nicht in Sicht ist, da die möglichen Konkurrenzprodukte wie Papaya und Passionsfrucht sich nicht wirklich durchsetzen. Es zeigt sich auch, dass die derzeitigen Qualitätsanforderungen im Vergleich zu vor 10 bis 20 Jahren sehr streng sind. Qualität und Convenience-Verpackungen von Ready-to-eat Produkten werden dabei immer wichtiger.

USA: weniger Importmangos verfügbar
Das Importvolumen von Mangos für die Wintersaison scheint etwas niedriger zu sein als im Vorjahr. Ein Händler erwartet geringere Mengen aus Ecuador. Das Land startete im September mit den Ataulfo, Tommy und Kent. Das südamerikanische Land wird bis Ende Dezember auf dem Markt bleiben. Dann übernimmt Peru den Markt, aber auch hier wird eine kleinere Ernte erwartet. Exporteure weichen deshalb aus auf Produkt aus Brasilien, Mexiko und der Dominikanischen Republik. "Die Preise für die großen Kaliber sind gut", sagt ein Händler. Der Preis für die Größen 12 und 14 liegt zwischen 10 und 12 Dollar.

Australische Saison in vollem Gange
Die Saison ist in vollem Gange und nähert sich seinem Höhepunkt. Im Northern Territory ist die Saison beinahe beendet, während die Ernte in Westaustralien und Queensland ihren Höhepunkt erreicht. In Queensland ist es heiß, die Früchte reifen schnell und Sonnenschäden drohen. Die Ernte der Calypso-Mangos wird voraussichtlich 50 Millionen erreichen. Die Nachfrage nach dieser Sorte steigt. Die Honey Gold hat eine schwierigere Saison mit einem niedrigeren Ertrag, da die Blütezeit enttäuschend war. Die Mataranka dahingegen gehen auf eine normale Saison zu. Außerdem wurde in diesem Jahr die neue Sorte Lady Jane vorgestellt, die Mengen sind jedoch noch gering.

Der Sektor hofft auf eine Gesamternte von 10 Millionen Kartons. In den kommenden Jahren muss sich der Fokus der Branche stärker auf den Export verlagern.


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