Keisie Valley Gooseberries den Blick auf die Frucht verändern

Kapstachelbeeren sind das echte Superfood, sagt der südafrikanische Produzent mit großen europäischen Plänen

Als William Pulles eine Farm im Keisie Valley, in der Nähe von Montagu im Klein-Karoo, kaufte, um die Futterversorgung für seine Strauße zu sichern, fand er etwas ganz anderes: die Kapstachelbeere oder auch Physalis genannt.
Heute ist er der einzige Landwirt in Südafrika, der sich ausschließlich auf die Physalis konzentriert und der größte einheimische Lieferant der eigentlich einfachen Frucht ist, die zunehmend die Aufmerksamkeit der Ernährungswissenschaftler auf sich zieht.

William hat große Pläne für die Frucht: Er hat ein Büro in den Niederlanden eröffnet und wird sich Anfang Dezember mit niederländischen Händlern treffen, um dann auch schon bald mit dem Export beginnen zu können. "Wir werden versuchen, den Markt ein wenig zu verändern, denn in Europa ist die Frucht eher für die papierartige Schale bekannt, die dort als Dekoration verwendet oder in Schokolade getaucht wird. Es bricht mir das Herz, dass die Leute es als Kuchendekoration und nicht als Super-Food betrachten."

"Es ist interessant, dass die Heidelbeere komplett als Super-Food anerkannt wird (was sie auch in der Tat ist), obwohl die Physalis die Heidelbeeren in fast allen Bereichen übertrifft", sagt er und stellt fest, dass ihr Gehalt an Antioxidantien, Vitaminen A, B, C, E und K, Mineralien und Ballaststoffen deutlich höher ist als das der Heidelbeere.

"Es ist mein Plan, ein großer Lieferant von Stachelbeeren nach Europa zu werden", erklärt er. Tatsächlich hätte er bereits in der letzten Saison mit dem Export begonnen, aber wegen der Dürre im Klein-Karoo, die sich auf Qualität und Größe auswirkte, verschob sich der Plan etwas.

Keisie Valley in Klein-Karoo (Foto von William Pulles)

Keisie Valley Goosebeeries hat eine eigene Züchtung mit größeren Früchten
Er begann im Februar 2014 mit dem Anbau von Kapstachelbeeren, als eine Reihe anderer Produzenten dieser Frucht beschlossen hatten, nach den turbulenten Protesten in De Doorns 2012 aus der besonders arbeitsintensiven Ernte auszusteigen. "Es war eine gute Zeit, um in die Kapstachelbeeren-Produktion einzusteigen und wir erbauten das Packhaus und alle erforderlichen Kühl- und Gefrierräume. Wir haben auf unserer Farm eine Sorte entdeckt, die größere Früchte trägt, sich aber ansonsten nicht von anderen Stachelbeeren unterscheidet. Wir sammeln das Saatgut und die Baumschulen vermehren die Pflanzen für uns. Diese größere Sorte vermehrt sich nicht ganz so leicht wie andere Stachelbeeren, aber wir haben uns mit den Besonderheiten auseinandergesetzt und das ist das Saatgut, was wir den Landwirten in unserem Züchternetzwerk zur Verfügung stellen."

Seine Fernsehauftritte haben bei den Züchtern großes Interesse hervorgerufen, von denen einige inzwischen Teil des Züchternetzes sind, das er aufgebaut hat, um eine konstante, ganzjährige Versorgung zu gewährleisten. Inzwischen hat er acht Züchter im ganzen Land, von wo aus Früchte der ersten Klasse zum Packhaus in Montagu und von dort zum Flughafen in Kapstadt transportiert werden.

Er erhofft sich eine knapp 300-Tonnen-Produktion aus dem Zuchtnetz.

Biologische Produktion
"Unser integrierter Pflanzenschutz ist vollständig biologisch; wir sprühen keine Chemikalien auf unsere Pflanzen. Wir haben Bio-Protokolle entwickelt und produzieren Obst ohne MRLs, aber wir vermarkten es nicht als Bio, denn dafür müssen der Betrieb und alle Einrichtungen bio-zertifiziert sein", sagt er. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles nach GlobalG.A.P. zertifiziert. Wir werden uns in Zukunft definitiv mit der Bio-Zertifizierung befassen, denn in Europa ist der Preisaufschlag für Bio-Produkte erheblich."

"Es ist an der Zeit, dass der europäische Markt das wahre Super-Food entdeckt: die Kapstachelbeere."

Für weitere Informationen:
William Pulles
Keisie Valley Gooseberries
Tel: +27 82 690 7599 
Email: William@kvgooseberries.co.za
http://www.kvgooseberries.co.za


Erscheinungsdatum:
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