Streik in Mexiko

US-amerikanische Importeure füllen Marktlücken mit chilenischen Avocados

Die Packstationen in Michoacan und auch die Einrichtungen von Mission Produce und eine Plantage der Calavo Bauern sind seit dem 29. Oktober geschlossen. Trotz laufender Verhandlungen ist es noch immer nicht möglich vorherzusagen, wann die Erntehelfer wieder auf die Plantagen dürfen. Eine Gruppe Bauern, die höhere Preise von den Packern fordert, hat die Zugangsstraßen zu den Plantagen blockiert.

Laut einigen US-Importeuren kann die Industrie seine Kunden und möglicherweise auch die Verbraucher nicht länger schützen, sollte die Situation anhalten. "Ich würde sagen, dass die Situation ziemlich klar ist, weil dem System allmählich die Früchte ausgehen", sagte Jim Donovan, Vizepräsident für Globale Ressourcenbeschaffung bei Mission Produce, Oxnard, Kalifornien, am 8. November.

Importeuren zufolge ist die Woche ab dem 9. November (Thanksgiving ist am 22. November) die wichtigste Woche, denn dann wird es keine mexikanischen Früchte mehr in den Vereinigten Staaten geben, sollte die Ernte nicht bald wieder vorangehen, so Donovan. Da es immer mehr Blockaden gibt, haben die US-amerikanischen Importeure sich ihr Angebot auf andere Weise gesichert. Die Importeure können das Angebot nur etwa zwei Wochen im Voraus garantieren, so ein Repräsentant von Mission Produce. Er fügte hinzu, dass viele Bestellungen gestrichen werden mussten, damit sich das Unternehmen auf seine loyalsten Kunden konzentrieren kann.

Außerdem werden immer mehr Avocados aus Chile gelauft. Das alles sind Maßnahmen, um das Angebot aufzustocken. "Wir haben bald nichts mehr auf Lager", sagte Rob Wedin, stellvertretender Leiter für Verkauf und Marketing bei Calavo Growers Inc., Santa Paula, Kalifornien. Am 9. November schätzte er, dass sie bis zum 13. November all ihre Vorräte an mexikanischen Avocados aufgebraucht hätten. Ohne chilenische Avocados wäre es Calavo Growers nicht möglich, das Angebot aufzufüllen. Er sagte auch, dass die chilenischen Exporteure die Früchte liefern würden, es aber nicht reichen würde, um die Vorräte neu aufzufüllen.

Die Situation ist ernst genug, dass Calavo zum ersten Mal überhaupt eine Maßnahme ergriffen hat, um zuvor besprochene Abkommen und Vertragspreise zu brechen, um so flexibler auf die Situation reagieren zu können. Wann kann es mit den Importen weitergehen? Wedin sagte, dass, sollte die Ernte wieder aufgenommen werden, es etwa eine Woche dauern wird, bis das Angebot wieder normal ist. Das gilt auch für den Fall, dass die Unternehmen den Reifevorgang abkürzen, was etwa 3-4 Tage an Zeit einspart. Das ist Calavos Plan. Dazu gehören auch Schritte wie die gesamten Importe in Kisten sofort zu verschiffen, um so weitere Verspätungen zu vermeiden. Donovan sagte, dass man den Schaden am Markt weiter sehen könne.

Nachdem es 2016 ähnliche Streiks gegeben hätte, war es für Mission Produce eine große Herausforderung gewesen, das Vertrauen seiner Lebensmitteldienstleister und Einzelhändler zurückzuerlangen. Die Käufer wollen Stabilität und Zuverlässigkeit, sagte er. Den Handel wieder in Gang zu bekommen, nachdem es eine so große Angebotslücke gegeben hat, ist nun noch schwerer, da es bereits eine ähnliche Situation gegeben hat.

Quelle: SimFRUIT


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