Auchan Frankreich will seinen Slogan „Gut, gesund, lokal“ für den Start eines neuen Geschäftsfeldes nutzen: städtische Betriebe. Der Einzelhändler ist Eigentümer - durch eine Tochterfirma, die auf Immobilien spezialisiert ist - von Hunderten von Hektar Ackerland in der Nähe einiger seiner Supermärkte. Das Unternehmen will rund 50 solcher Standorte für die landwirtschaftliche Produktion nutzen.
Viele der Hypermärkte der Kette befinden sich in Vororten, und in ihrer Nähe verfügt das Unternehmen über große, für den Anbau geeignete Grundstücke. An 50 dieser Standorte sollen 100 Hektar große Farmen entstehen, in denen Obst und Gemüse angebaut werden. Sie werden unter einer speziell entwickelten Eigenmarke vertrieben. Die Eigentümer der lokalen Bauernhöfe und Anwohner sollen für den Anbau der Kulturen eingesetzt werden, berichtet IGD.
Andere große Ketten unternehmen ähnliche Schritte. Carrefour kündigte im Mai 2017 an, dass sie mit der Erprobung von Projekten im Zusammenhang mit der „städtischen Landwirtschaft“ beginnen werde. Der belgische Delhaize wiederum hat damit begonnen, auf dem Dach eines seiner Supermärkte in Brüssel Kulturen anzubauen. Dieses Projekt startete im Oktober letzten Jahres.
Einzelhändler suchen nach Möglichkeiten, die Lieferkette für frische Lebensmittel zu verkürzen und diese nachhaltiger zu erhalten. Ein zusätzlicher Vorteil ist die Reduzierung der CO2-Emissionen und der Transportkosten.
Quelle: wiadomoscihandlowe.pl