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Italien: Voraussichtliche Apfelproduktion der Saison 2018/19

Für Italien wird eine Produktion von 2.199.526 Tonnen geschätzt, hat sich also in Vergleich zur der besonders schwachen Produktion des letzten Jahres gut erholt, ist aber gegenüber der durchschnittlichen Produktion in 2014-2016 leicht rückläufig (-6%).

Die Verläufe der bevorstehenden Saison sind für die italienischen Regionen unterschiedlich: Die Verluste des letzten Jahres werden wieder zurückgewonnen, liegen aber unter dem vollem produktiven Potenzial sowohl in Trentin als auch in Südtirol; dagegen steigt in bedeutender Weise die Ernte im Piemont, voran neue Apfelhaine, die die Kiwiplantagen ersetzen. Die anderen Regionen kehren auf vergleichbarem Produktionsniveau des Jahres 2016 zurück.


Produktionserwartungen in Italien auf regionalem Niveau. Quelle:

Im Vergleich zur Situation in Europa, präsentiert Italien eine unverwechselbare und ermutigende Sortendynamik. Auch bei Verlust gegenüber der vorausgegangenen Periode saniert sich der Golden Delicous (-16% gegenüber 2014-2016), mit einer wesentlich größeren Reduzierung im Vergleich zum europäischem Rahmen.

Die Sorten Red Delicious (-3%) und Granny Smith (-5%) nähern sich der durchschnittlichen Produktivität 2014-2016, während beim Fuji die Produktion deutlich reduziert ist (-7%). Die Sorte Cripps Pink ist stabil genug (+4% gegenüber 2017, -6% gegenüber dem Dreijahreszeitraum).
Nur der Gala übertrifft das durchschnittliche Volumen der Dreijahresproduktion 2014-2016 (+3%). Die anderen Sorten machen Zugewinn, wozu auch die neuen Club Sorten zählen (+61% der Dreijahresproduktion 2014-2016), was das Interesse der Verbraucher gegenüber neuen Vorschlägen der italienischen Konsortien widerspiegelt.


Sortenanalyse. Quelle: Assomela/CSO - Zur Vergrößerung der Darstellung hier klicken

Die Ernte hat Mitte August regulär begonnen, mit Sorten und Regionen, die früher reif sind, linear zu den letzten Jahreszeiten. Die Kaliber sind bis jetzt normal, die Qualität ist optimal und es kann keine spezifische Pflanzenkrankheit festgestellt werden. Aus geschmacklicher und qualitativer Sicht kann die Situation als gut bezeichnet werden.

Der Hagel hat nur limitierte Gebiete getroffen, und bei Betrachtung des klimatischen Verlaufs der letzten Monate, wird erwartet, dass de Menge der Äpfel für die Weiterverarbeitung sicherlich geringer ausfällt, verglichen mit der letzten Saison und somit auf "Normal"- Niveau zurückkehrt, zwischen 11 und 12% der totalen Produktion.

Prognosen für 2018/19
Vorausgesetzt, dass die Informationen der Prognosfruit im Bereich eines allgemeinen Kontext analysiert werden und Rechnung mit einer Reihe von Elementen gehalten wird, die den Markt beeinflussen könnten, sind die gelieferten Daten ziemlich deutlich für die kommende Saison. Das Volumen der Äpfel in der Gemeinschaftszone, Ende Juli geschätzt, könnten unter den höchsten aller Zeiten liegen. Probleme, die sich durch Dürre ergeben, mit daraus folgender Reduzierung des Fruchtkalibers, werden berücksichtigt, in verschiedenen Ländern sind sie schon offensichtlich.

In diesem Kontext, bei anhaltender Dürre und hohen Temperaturen im August, müssten die Prognosen, sowohl was das Volumen als auch die Qualität der Früchte betrifft, überarbeitet werden. In einem solchem Szenario wie diesem, könnte Italien sowie alle anderen europäischen Regionen des Apfelanbaus Vorteil aus der weit verbreitenden Einrichtung von Bewässerungssystemen ziehen, und somit die Produktion und die Qualität der Früchte unterstützen.


Die Schließung des russischen Marktes und die instabile wirtschaftliche, sowie politische Situation in den nordafrikanischen Ländern, bleiben wichtige Elemente bei dem Vertrieb der Äpfel, die ungünstige Auswirkungen auf die Saison 2018/19 haben könnte. Einige Produktionsländer, u.a. Italien, leiden nicht nur unter dem Verlust konsolidierter Märkte (Ägypten und Algerien) sondern auch unter dem Fehlen bilateraler Pflanzenschutz- Protokolle zwischen dem Export- und dem Importland. Darum ist ein deutlicheres Auftreten der Autoritäten der einzelnen Staaten und der EU nicht nur wünschenswert sondern unabdingbar.

Der Beginn der Vertriebssaison 2018/19, komplett ohne Äpfeln aus der vorausgegangenen Saison, könnte für das kommende Jahr zum Vorteil werden. Zu beachten ist auch die progressive größere Verfügbarkeit moderner Sorten und die Rolle der Verarbeitungsindustrie, die als Ventil für qualitativ weniger hochwertiger Früchte fungieren könnte. Letztlich, aufgrund des internen Drucks in Europa und des ungünstigen Wechselkurses für die Betreiber aus den Drittländern, erwartet man keine Vergrößerung des Imports aus den südlichen Ländern, die sich in 2017/18, leicht erholt hatten, u.a. durch geringfügige Verfügbarkeit an Produkt in Europa.

In diesem Zusammenhang sind die Erwartungen für die kommerzielle Saison 2018/19 positiv, vor allem für Qualitätsfrüchte und größere Kaliber und wegen der guten Organisation des italienischen Apfelanbausystems, das einen bestimmten Wettbewerbsfaktor darstellt, besonders bei dem Prozess der Innovation der Sorten und für den Export.

In der näheren Zukunft wird sich das Produktionssystem des Apfelanbaus noch weiter auf den Export orientieren, aber für einen Erfolg muss ein echter Systemansatz erfolgen, angefangen bei einer deutlichen Politik, für eine präzise und größere Beteiligung der zuständigen staatlichen Strukturen.

quelle: Assomela

Erscheinungsdatum:



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