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Dank versiegelter Kühlbox garantiert frische online Bestellungen

Immer mehr Prokukte werden online bestellt. Läden die sich nicht online präsentieren, verlieren ihre Bedeutung. Der Markt für Frischeprodukte hinkt trotz der Bemühungen der Einzelhändler hinterher. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Kunden möchten selbst die Frischeprodukte aussuchen und auch der Transport stellt einen Engpass dar. Vor allem für die kleineren Volumen. 2014 hat PostNL in den Niederlanden mit der Lieferung von Frischeprodukten angefangen. Das Postunternehmen sieht Möglichkeiten für die Lieferung der Frischepakete.

“PostNL will den online Nahrungsmarkt logistisch ermöglichen,” sagt Daan Koek, Manager Online Food bei PostNL. “Wenn man eine gute Dienstleistung bietet, kann jeder Nahrungslieferant im Internet verkaufen.” Für das Postunternehmen ist es vorteilhaft, dass das logistische Netzwerk mit einer internationalen Deckung schon existiert. Der Transport von frischen und gefrorenen Produkten ist separat geregelt.



Versiegelte Kühlbox
In Zusammenarbeit mit der Universität Wageningen hat PostNL eine Kühlbox entwickelt. “Wir benutzen diese Kühlbox für den Transport,” sagt Daan. Im Juli hat PostNL das Netzwerk erweitert und mit der Lieferung von Frischeprodukten in Belgien angefangen. Neben den Mahlzeitboxen von Marley Spoon, liefert PostNL auch die online Bestellungen von Ekoplaza und Carrefour in Belgien. Momentan liefert das Postunternehmen die Produkte von über 40 Nahrungslieferanten, inklusive die Produkte von The Greenery und die niederländische Supermarktkette Hoogvliet.

Der logistische Prozess ist vergleichbar mit einem Postpaket. Der Dienstleister verpackt das Produkt in den PostNL Kühlbox und versiegelt sie. “Deshalb sind wir imstande die Frische zu garantieren,” erklärt Daan. “Es wird ein Versandetikett aufgeklebt mit der Lieferadresse.” Die Kühlboxen müssen vor zwölf Uhr bei PostNL anwesend sein. Dann werden sie sortiert und über fünf Verteilerzentren in den Niederlanden verteilt. Von diesen Logistikzentren aus werden die Pakete täglich zu den Konsumenten transportiert. Bei der Lieferung wird das Siegel geöffnet. Das Siegel ist eine Garantie der Nahrungssicherheit.

PostNL hat eine separate Abteilung für die Lieferung dieser Pakete: Online Food. “Hier sortiert man nur Nahrungsmittel. In den Wagen werden nur Nahrungsmittel transportiert und die Fahrer wurden extra ausgewählt und ausgebildet,” laut Daan.



Der erste Kilometer ist entscheidend
Oft sagt man im Logistikbereich, dass der letzte Kilometer am meisten kostet, aber für die Kühlboxen ist es der erste Kilometer. “Es ist egal wieviele Kühlboxen ein Lieferant transportieren möchte,” erklärt Daan. “Wenn es sich nur um eine Box am Tag handelt, können die Transportkosten ziemlich hoch ausfallen.” Für die Verteilung aus einem Verteilerzentrum heraus ist die Zahl der Pakete unwichtig. “Man braucht Volumen wenn man Gewinne erzielen will,” fährt Daan fort. “Wir haben aber keine Mindestgrenze was die Zahl der Kühlboxen betrifft. Im Team haben wir ein Lebensmittelberater, der die Verkaufsmitarbeiter bei der Erstellung der Konzepte für die Kunden unterstützt. Wir lernen von unseren Kunden und deshalb bezeichne ich sie gerne als Geschäftspartner.”

Die Lieferanten empfangen eine Liste mit Verpackungsinstruktionen zusammen mit den PostNL Kühlboxen. In Zusammenarbeit mit der Universität Wageningen haben wir eine Tabelle aufgestellt mit der man sich entscheiden kann wie viele Kühlelemente in die Kühlbox platziert werden sollen um die Frische zu garantieren. “Es gibt drei Variablen, die die Temperaturen in der Kühlbox beeinflussen,” erklärt Daan: Die erste ist die Produkttemperatur. Die zweite Variable ist die Zahl der Kühlelemente in der Kühlbox. Die dritte ist die Außentemperatur. Das Modell, das von PostNL entwickelt wurde, ist ein Leitfaden um die Frische der Produkte zu garantieren, aber letztendlich ist der Lieferant verantwortlich.

Temperatur und Bruch

“Neber der Temperatur ist die Vorbeugung von Bruch sehr wichtig,” gibt Daan zu. “Die Erdbeeren sollten während des Transportes nicht zerdrückt werden.” In den Verpackungsinstruktionen gibt es Tipps um das zu vermeiden. “Das Geschick des Lieferanten um die Kühlbox zu packen ist wichtig, aber wir haben die Fahrer trainiert um die Fracht vorsichtig zu behandeln.” Die Kühlbox wurde so entwickelt, dass Stöße beim Transport gedämpft werden.

Die Entwicklung der Kühlbox hört nicht auf. Im Team wird dauerhaft nach weiteren Lösungen gesucht. Es wurden zum Beispiel Zwischenwände entwickelt, so dass die Lieferanten die Produkte besser separat lagern können. Man kann die Tiefkühlprodukte zusammen mit den Frischeprodukten in die gleiche Box verpacken. “Es ist kompliziert beim Verpacken, weil sich die Temperatur schwieriger garantieren lässt.”



Positive Erfahrungen sind wichtig
Was macht der Fahrer wenn der Empfänger nicht zu Hause ist? Die Fahrer können das Paket nicht bei der Post abgeben. “Wenn sie nicht zu Hause sind, können die Empfänger ein Bericht hinterlassen wo das Paket geliefert werden kann,” erzählt Daan. Die Lieferzeiten werden vorher deutlich kommuniziert. Der Tag bevor die Lieferung stattfindet, teilen wir ein Zeitfenster von einer Stunde mit, in der das Produkt geliefert wird. An dem Liefertag geben wir ein genaueres Zeitfenster von 30 Minuten.

Wenn keiner zu Hause ist, wird der Fahrer zuerst versuchen, das Paket den Nachbarn zu übergeben, oder man ruft den Empfänger an um eine andere Lieferzeit zu besprechen. Wenn es keine andere Lösung gibt, wird das Paket mitgenommen zum Verteilerzentrum, wo es bis zum nächsten Tag in eine Kühlzelle gestellt wird. “Über 99,5 Prozent unsere Nahrungsmittel werden am gleichen Tag geliefert.”

Daan ist optimistisch über den online Frischemarkt. “PostNL will der beste Spieler im Bereich der Nahrungsmitteldistribution in den Niederlanden und Belgien werden,” so beschreibt er die Ambitionen. Er es auch positiv über die Zukunft des online Verkaufs von Frischeprodukten: “Man sagt oft, dass die Leute selber die Frischeprodukte fühlen wollen, aber die Supermärkte verkaufen mehr Frischeprodukte online als in den Läden,” schließt er. “Wenn die Konsumenten erfahren wie es läuft, werden sie es öfters machen. Die Produkte sind letztendlich frischer, weil wir die Lieferkette verkürzen.”

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