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Wachstum auf dem Pilzmarkt resultiert auch in Investitionen in Deutschland und Polen

In den letzten Jahren ist der Markt für exotische Bio-Pilze gewachsen. In verschiedenen Ländern wird in den Pilzanbau investiert. Pleunis Mushrooms aus Stramproy in den Niederlanden bemerkt diese Zunahme: “Unser Betrieb ist gewachsen und die Nachfrage nimmt auch zu,” sagt Koert Pleunis. “Ich weiß nicht wie es im Bereich der weißen Champignons ist, weil ich nicht damit arbeite. Immer mehr Leute fangen mit dem Anbau von exotischen Pilzen an.”

Weil der Markt wächst, hat Pleunis Mushrooms vor eine neue Gärtnerei bauen zu lassen. “Wir mieten den jetzigen Standort, aber wir planen den Bau eines eigenen Standortes in Belgien,” sagt Koert. “Wir werden neue Verkaufsmöglichkeiten kreiern. Wir bemerken eine zunehmende Nachfrage für lokale Produkte. Namentlich in Deutschland und Belgien.” Weil die belgischen Supermärkte einheimische Produkte bevorzugen, haben wir uns entschieden das neue Gebäude auf der anderen Seite der Grenze zu bauen. “Das bietet meiner Meinung nach viele Chancen, denn in Belgien gibt es weniger Pilzanbau.”



Über die Grenze
Für Koert’s mushrooms ist der belgische Markt ziemlich neu. “Bis jetzt war dieser Markt nicht sehr wichtig für uns. Wir verkaufen meistens in Deutschland, in den Niederlanden und in der Schweiz. Wir fokussieren einigermaßen auf Belgien, aber wir wollen auch die bestehenden Kunden behalten. In den Niederlanden spielt die Nachfrage nach lokalen Produkten keine sehr große Rolle.” Vor allem die deutschen und belgischen Supermärkte bevorzugen die einheimischen Pilze. “Wir haben einige Kunden verloren weil sie sich lokale Produkte wünschen. Wir haben auch einen Umzug nach Deutschland erwogen, aber die Sprachbarriere war ein Hindernis. Belgien ist sehr nah.” Wirklich, denn Pleunis Mushrooms befindet sich einen Kilometer von der Grenze entfernt.

Es gibt 14 Zellen mit einer gesamten Fläche von 2.000 Quadratmetern. Jede Woche erntet man 4.000 Kilo. “Wir haben separate Zellen für jede Sorte,” sagt Koert. Momentan sind manche Sorten noch zusammen in einer Zelle, das ist aber nicht ideal, was die Klimabedingungen betrifft. “Wir wollen jede Woche in einer sauberen Zelle anfangen und das Klima an die Sorte anpassen.” Die Baupläne wurden der Bank vorgelegt und wir warten ab, ob die Finanzierung gebilligt wird.


Maitake: Pilz mit Potenzial
Die ganze Produktion hat eine Bio-Zertifizierung bekommen. “Wir bauen momentan drei Varietäten von Shiitake, Maitake und Eryngii an.” Shiitake ist in den Niederlanden bekannt. Eryngii wird in Deutschland immer bekannter. “Maitake ist weniger bekannt. Deshalb ist es manchmal schwierig, um auf dem Frischemarkt Kunden zu finden. Maitake Pilze werden meistens an die Restaurants verkauft. Die findet man kaum in den Supermärkten. Es ist ein Pilz mit Potenzial. Wir bekommen positive Rückmeldungen von allen Leuten.”

Die exotischen Pilzen werden langsam bekannter. “Zum Beispiel im Fernsehen,” sagt Koert. “In Kochsendungen werden sie öfters benutzt und deshalb wollen Kunden sie ausprobieren.” Koert beobachtet Chancen für die Branche wenn man den exotischen Pilzen mehr Bekanntheit verschafft.

Teure Substrate entscheidend für den Wettbewerb

Der größte Unterschied zwischen den konventionellen und Bio-Pilzen findet man in den Grundstoffen. “Die müssen organisch sein,” erklärt Koert. “Weiße Champignons wachsen auf Stroh und Hühnerdung, die müssen auch organisch sein. Wir bauen unsere Varietäten auf purem Holz an. Das ist organisch einfach zu bekommen von Staatsbosbeheer, die niederländische Regierungsorganisation für die Forstwirtschaft.”

Das Wachstum auf dem Pilzmarkt resultiert auch in Investitionen in Anbauprojekte in Deutschland und Polen. “Die Polen haben sich zuerst auf den Anbau der weißen Champignons gerichtet, aber in den letzten Jahren haben sie auch mit dem Anbau von Shiitake und Eryngii angefangen.” Die polnischen Erzeuger verkaufen meist auf dem deutschen Markt, der auch für die niederländischen Erzeuger wichtig ist. “Preisunterschiede sind nicht sehr groß, weil die Substrate teuer sind. Die Polen kaufen diese Substrate in den Niederlanden.” Einer der größten Substratlieferanten befindet sich in den Niederlanden. “Die Kosten sind meiner Meinung nach gleich,” sagt Koert. “Die weißen Champignons sind teurer, die Erntekosten sind wichtiger. Für uns sind die Substrate teuer, so dass sie schwerer wiegen als die Erntekosten. Es gibt natürlich Unterschiede und die polnischen Erzeuger sind vielleicht mit den kleineren Margen zufrieden.”

Weitere Informationen:Koert Pleunis

Erscheinungsdatum:



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