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Die Flexibilität afrikanischer Kräuterimporte

Die Importfirma Xpol hat vor etwa vier Jahren damit begonnen, frische Kräuter in die Niederlande, in die Nähe von Schiphol, Amsterdam, zu importieren. Die Kräuter (Minze, Basilikum und Schnittlauch) werden von da aus nach ganz Europa verteilt.

Das afrikanische Land Kenia ist Zentral, wenn es um den Import frischer Kräuter von Xpol aus Rijsenhout geht. Gründer und Manager Tom Vermeer hat sich das Land in Ostafrika nicht ohne Grund ausgesucht. "Besonders das Klima ist in Kenia sehr vorteilhaft," sagt er. "Es ist auch möglich, frische Kräuter in Europa anzubauen, aber die Wahrscheinlichkeit eines Pilzbefalls ist hier höher als in Afrika. Außerdem sind afrikanische Kräuter intensiver im Geschmack, teilweise dank der Sonneneinstrahlung nahe des Äquators. Europäische Konsumenten reagieren darauf positiv. Zusätzlich zu Kenia kommen unsere Produkte manchmal aus Zimbabwe, Ägypten und Ruanda."




Kombinierte Luftfracht
Sieben Tage die Woche verlassen mehrere Ladungen von Xpol den Flughafen in Richtung Schiphol mit frischen Kräutern an Board. Zusammen mit anderen Produkten der Firma werden so die Güter in die Niederlande transportiert. "Anfangs haben wir Blumen importiert," erzählt Vermeer. "Später Kräuter und dann auch Gemüse. Pro Woche transportieren wir zwischen sieben und zwölf Tonnen Kräuter, welche auf gemischten Paletten verladen werden. Bei Ankunft in den Niederlanden wir die Fracht vom Flughafen abgeholt und der Laster ist innerhalb von zehn Minuten in Rijsenhout. Die Produkte werden verladen und bis zum Weitertransport gelagert."

Die richtige Menge
Tom erwähnt, dass Xpol etwas anders als andere Firmen im Sektor arbeitet. Als ein Service-Provider bringt Xpol nur die Menge in die Niederlande, die die Kunden auch kaufen wollen. Xpol kauft daher nicht in großen Mengen um es in den Niederlanden weiterzuverkaufen. "Wir sind der Meinung, dass das ein schwieriger, veralteter Weg des Geschäftes ist. Xpol ist kein Händler sondern ein Service-Provider und wir arbeiten auf der Basis einer Kooperation zwischen Kunden und Erzeugern statt Einkauf-Verkauf. Unser integratives Businessmodell ist, dass wir nicht mit wöchentlichen oder täglichen Preisen arbeiten, sondern mit einem transparenten, permanenten Preis, den wir mit unseren Produzenten festlegen. Unsere Kunden sind Einzelhändler, Großhändler und Gastronomen. Sie kaufen was sie brauchen vom Erzeuger. Alle Produkte, die wir importieren, haben bereits einen Bestimmungsort."

Verteilung der Risiken
Die niederländische Firma importiert das ganze Jahr über. In diesem Jahr fiel ihnen auf, dass einige niederländische Kräuter schwerer zu ergattern sind als normalerweise. Um die Risiken zu verteilen, versichert Xpol den Kunden, dass sie weiterhin die nötige Menge von Kräutern bekommen können. "Wegen des Klimawandels sehen wir eine Veränderung beim Wachstum mancher Kräuter," sagt er. "In Kenia hatten wir in diesem Jahr einige kalte Nächte, weswegen der Basilikum knapp war. Da wir mit den besten Erzeugern in verschiedenen Regionen und Ländern zusammenarbeiten sind wir immer in der Lage unsere Produkte zu bekommen."

Die Niederlande lieben Minze
Wenn die verschiedenen Kräuter geerntet und in Xpols Lagerhalle verstaut sind, werden sie fast direkt an verschiedene Ziele in Europa versendet. "Wir haben Kunden aus den Niederlanden, der Tschechischen Republik und von Österreich bis Frankreich. Uns ist aufgefallen, dass Minze besonders in den Niederlanden beliebt ist aber nicht so sehr in den Nachbarländern. Viele denken es sei komisch die Minze für Tee oder Cocktails zu verwenden. Ob nun Minze oder Basilikum, unsere Firma zeigt mehr Wachstum bei den Kräutern als bei Blumen oder Gemüse in den vergangenen Jahren. Jedes Jahr sprechen wir von zwischen 25 und 35%. Neben unserem privaten Label haben wir auch unsere eigene Tee-Marke: Sunny Tea."

Einpacken und los geht's!
Beim Import von frischen Kräutern erwartet Xpol in jedem Jahr ein Wachstum. Die Firma hat noch Platz dafür. Für einen kleinen Teil der Lagerung nutzt die Importfirma die Lagerhalle in Rijsenhout. "Wir verpacken unsere Produkte an der Quelle, damit wir uns nicht in den Niederlanden darum kümmern müssen," sagt Vermeer. "Verpackt in Boxen oder Tüten, wenn nötig mit Label oder Strichcode, so erreichen diverse Kräuter unsere Firma in den Niederlanden. Da wir die Produkte auf Bestellung importieren sind viele Kunden manchmal davon überrascht wie wenig Platz wir in unserer Lagerhalle haben. Ein wichtiger zusätzlicher Vorteil ist, dass unser Konzept etwas nachhaltiger ist: Weniger Umpacken und Verpackungsmaterial wird benötigt aber es verhindert auch unnötigen Transport, Energienutzung und das verderben der Kräuter. Das ist unser Beitrag zur Verringerung der Abfälle auf der Welt."

Innerhalb weniger Tage sind die frischen Kräuter aus afrikanischen Ländern, wie Kenia, in den Supermärkten zu finden. "Wenn wir die Kräuter am Morgen ernten können sie am Nachmittag verpackt werden. Am nächsten Tag fliegen sie und ein paar Tage danach sind sie im Laden. Innerhalb einer Woche geht das Produkt von der Quelle zum Konsumenten."

Weitere Informationen:
Xpol
Tom Vermeer

Erscheinungsdatum:



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