Ankündigungen

Stellenbörse

Top 5 -Gestern

Top 5 -letzte Woche

Top 5 -im letzten Monat

Übersicht Weltmarkt Mandarinen

Die Saison auf der Südhalbkugel hat ihre Hochzeit hinter sich. Im Mittelmeergebiet jedoch machen die Erzeuger sich auf für den Start der neuen Mandarinensaison. Die ersten spanischen Mandarinen sind bereits verfügbar. Die Stimmung ist nicht überall positiv. Spanien und Israel haben eine kleinere Ernte. Ägypten sieht eine Möglichkeit, um zu wachsen und Italien bleibt stabil. Auch in Kalifornien wird ein früher Beginn erwartet. In China steigt die Nachfrage nach Premium Importmandarinen. Der Markt will hauptsächlich die Clemengold, und hiervon haben die südafrikanischen Erzeuger profitiert. Weltweit ist China der größte Produzent von Mandarinen. Von den weltweit jährlich 28 bis 30 Millionen Tonnen Mandarinen, wird 24 Prozent in China geerntet. Danach folgen Brasilien (14%), VS (7%), Indien (7%) und Mexiko (6%).

Nord-Zypern sucht neue Märkte
Bei einer Sozietät in Nord-Zypern sieht man, dass das Angebot an Mandarinen zunimmt. Der Markt für Easypeeler wächst. Die Erzeuger haben vor allem Mandora (Ortanique) und W. Murcott Mandarinen angebaut, neben dem anderen Zitrus. Für die kommende Saison wird eine Ernte von 30.000 Tonnen Mandora's erwartet. Das Zitrus wird in die Türkei, Iran, Irak, VAE, Russland, Ukraine und EU-Länder exportiert. Russland und die Türkei werden als wichtigste Märkte für die Zukunft gesehen. Desweiteren sucht man nach Möglichkeiten im Fernen Osten, wie zum Beispiel Malaisia, Hong Kong, Bangladesch und Japan.

Ägypten erwartet höhere Ernte
Die Saison beginnt im November. Obwohl mehrere Sorten angebaut werden, belegen drei die wichtigsten Plätze für den Export: Murcott, Clementine und Fremont. Erwartungsgemäß werden in diesem Jahr mehr Mandarinen geerntet. Europa ist der wichtigste Markt, vor allem aus Russland gibt zum Neujahr hin eine große Nachfrage. Auch Großbritannien ist ein großer Exportmarkt. Ein Exporteur berichtet, dass er sich keine Sorgen um Konkurrenz macht. Ihm zufolge ist der Markt groß genug und ist Russland ein guter Markt für das Obst. Der Wechselkurs könnte dem Export jedoch im Wege stehen.



Weniger israelische Orri
Für die Orri wird eine Abnahme in Volumen von 20 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die Saison beginnt im Dezember/Januar. Der Rückgang wird zum Teil durch die guten vorigen Saisons verursacht. "Normalerweise hat man nach einer guten Ernte eine Saison mit weniger Ertrag", so ein Händler. Außerdem ist die Fläche etwas geschrumpft, da Erzeuger auf Alternativen wechseln, mit denen mehr Geld zu verdienen ist, so wie die Grapefruit.

Spanien erwartet 30 Prozent weniger Mandarinen
Obwohl es noch keine offiziellen Daten gibt, melden Produzenten und Händler, dass in der Region Valencia (die Provinzen: Castellón, Valencia und Alicante) 25 bis 30 Prozent weniger Volumen erwartet wird. Ursache hierfür ist die Hitzewelle im Frühjahr und Sommer. Dies wird sich auf alle Sorten auswirken. Vor allem die Mittsommer-Sorten wie Clemenules, die am meisten angebaute Sorte, sind extrem betroffen.

Die extra frühren Mandarinen, Iwasaki, Owari und Okitsu, werden bereits geerntet und vermarktet. Momentan reagiert der Markt auf die niedrigeren Volumen, so ein Händler. Die Preise sind höher, als in derselben Periode des letzten Jahres. Okitsu's sind 17 Prozent teurer als in der ersten Woche vom September. Owari's sind 10 Prozent teurer, der Preis für Iwasaki ist stabil.

In den letzten Jahren wechselten viele Erzeuger der Satsuma Sorten auf andere frühe Sorten mit mehr Farbe oder nach alternativen Produkten, wie Kaki's. Das Angebot aus Ländern der südlichen Hemisphäre fordern ihren Tribut auf dem Markt mit einer konstanten Abnahme zur Folge. Die wichtigsten Märkte für diese Mandarinen sind die skandinawischen Länder und das Vereinigte Königreich.

Italien erwartet eine durchschnittliche Ernte
In der Region Kalabrien, Basilicata und Low Apulia werden bei den Clementinen normale Ernten erwartet. Die ersten Schätzungen ergeben einen Rückgang von 5 bis 7 Prozent, aber dieser negative Prozentsatz wurde durch neue Plantagen, die in Produktion kommen, ausgeglichen. Diese bestehen unter anderem aus Clementinen und anderen frühen und späten Sorten.

Der italienische Sektor muss mit dem spanischen, türkischen, griechischen und nordafrikanischen Mandarinen konkurrieren. Im Allgemeinen ist der Absatz besser organisiert und hierdurch in den europäischen Markt integriert. Auf den Märkten ist es ruhig. In Piana oder Sibari in Kalabrien sind einige Verträgen zu 0.30 bis 0,35 Euro pro Kilo für die Clementinen geschlossen. In anderen Regionen, wie Basilicata und Apulien schaut man noch, wie die Ernte ausfällt und laufen keine Verhandlungen. In den nächsten 15 Tagen wird die Verhandlungssaison schließen. Ein Unternehmen in Kalabrien berichtet, dass die Saison Mitte Oktober beginnen wird. Durch die Hitze sind die Kaliber kleiner.

Niederlande: Erste spanische Iwasaki-Mandarinen angekommen, Deutschland wartet noch eine Weile
Letzte und vorletzte Woche kamen die ersten Iwasaki-Mandarinen aus Spanien in Holland an. Das ist einige Wochen früher als normal. Mit den ersten Mandarinen muss man immer aufpassen, denn es besteht die Gefahr, dass diese noch zu sauer sind. Einem Importeur zufolge ist die Nachfrage in Holland schon jetzt recht gut. Deutschland kommt immer etwas später auf den Markt, dort sind Farbe und Geschmack noch wichtiger. In ca 4 Wochen folgt die Clementinen- auf die Mandarinensaison.

Weltweit fällt der gigantische neue Anbau von Mandarinen auf, vor allem in Südafrika und in auch in Peru. Importeure erwarten, dass in den kommenden Jahren bis zu 30 Prozent mehr Mandarinen im Sommer verfügbar sein werden, wodurch der Weltmarkt in den nächsten Jahren noch besser erforscht werden muss, um den Absatz zu garantieren.

Belgien: Nardercott gewinnt an Beliebtheit
Die Nadercott hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Es gibt ein konstantes Angebot dieser Mandarinen. Einem Händler zufolge ist die Nadercot die beste Easypeeler Sorte. "Wir erreichen gute Preise für das Obst und die Konsumenten sind auch bereit, um hierfür einen höheren Preis zu zahlen", so ein Händler. Diese Mandarinen kosten durchschnittlich 2 Euro pro Kilo. Aus Südafrika wird die Nadercott zwei Monate eingeführt. Die Saison dauert dann bis ungefähr Ende September. Zum Anfang der südafrikanischen Saison gab es durch Trockenheit starken Mangel. "Es war ein schwerfälliger und später Beginn. Der zweite Teil verläufter normaler, was das Angebot betrifft, aber die Märkte bleiben doch recht positiv." Momentan ist es ruhig auf dem Markt, aber der Händler berücksichtigt einen frühen Start der spanischen Saison.

Der belgische Markt kennt deutliche Saisons; in den Monaten April bis Juli ist die Nachfrage nach Mandarinen klein. Es gibt dann viel anderes Obst auf dem Markt. Ein Händler macht sich über die weltweite Erweiterung der Flächen der Easypeeler Sorgen. "Ich würde auf diesem Markt nicht zu viel Druck ausüben und erweitern. In anderen Monaten gibt es wieder andere Saisonsprodukte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Belgien 12 Monate konstant Easypeeler gegessen werden. Wir müssen die Saisons respektieren."

Kalifornien erwartet frühen Start
Die kalifornischen Mandarinen haben in diesem Jahr einen frühen Start. Ein Händler berichtet, dass er Mitte Oktober mit der frühen Satsuma Sorte beginnt. Die späteren Satsuma's sind bis Ende Dezember verfügbar. "Das Obst sieht gut aus, die Kaliber haben eine gute Form", erklärt ein Händler begeistert. Es hängt viel Obst an den Bäumen, wodurch die Kaliber etwas kleiner als normal ausfallen. Der heiße Sommer in Central Valley kann Brandflecke auf den frühen Mandarinen verursachen. Die Nachfrage nach Mandarinen steigt. Auch die Kishu läuft gut. Diese Mandarine ähnelt der Satsuma, aber ist viel kleiner. Die Kishu hat die Größe eines Golfballes und ist leicht zu schälen. Ein Händler berichtet über das gute Feedback, was er für diese Sorte bekommt. Kishu's sind bis Mitte November verfügbar, wonach andere Sorten wie die Daisy den Markt übernehmen.

Peru sieht Exportpotenzial
Letztes Jahr stieg der Export von Mandarinen mit 20 Prozent im Gegensatz zu 2015. Damit profitiert das land von der weltweit wachsenden Nachfrage nach Mandarinen. Mandarinen haben für den peruanischen Sektor viel Potenzial, nur 28 Prozent der Produktion wird exportiert. Die wichtigsten Anbaugebiete sind Lima (56%), Ica (25%) und Junin (13%). Obwohl die Ernte durch die verschiedenen Klimatypen in Peru sich über mehrere Monate hinwegzieht, liegt der Höhepunkt zwischen April und August. In den Monaten wird 85 Prozent der Mandarinen geerntet. Die wichtigsten Sorten sind Satsuma's und Clementinen. Es wird hauptsächlich in die VS exportiert, was 40 Prozent belegt. Zweiter Bestimmungsort ist das Vereinigte Königreich mit einem Anteil von 25 Prozent; der Markt weist einen starken Wachstum von 18 Prozent auf. Holland steht auf dem dritten Platz mit einem Anteil von 12 Prozent im Export und einen Wachstum von 1 Prozent.

Erste Mandarinen Uruguay für China
Ende Juli wurde ein Vertrag unterzeichnet und konnten die ersten Mandarinen aus Uruguay nach China verschifft werden. Die Clemenvilla wurde als erste auf das Schiff nach Shanghai geladen. Obwohl die Schale dieser Sorte laut manchen zu dick ist, gleicht der Geschmack das wieder aus. Die Mandarinen bringen auf dem chinesischen Markt 140 bis 150 Yuan (17 bis 19 Euro) pro Kiste auf.

Wechselhafte Stimmung über südafrikanische Saison
Die Saison der ClemenGold begann in KW 25 und dauerte bis Woche 36. "Wir hatte gute Volumina, aber nicht genug, um die Nachfrage zu erfüllen", fässt ein Händler die Situation zusammen. Vor allem der chinesiche Markt schien ein Erfolg zu sein. Dieser Markt ist der schnellst wachsende für diese Marke. Es ist das zweite Jahr, dass die Clemengold nach China geschickt werden darf und es wird auch speziell nach dieser Sorte gefragt, erklärt ein Händler. Man unternimmt viel, um die ClemenGold zu promoten, unter anderem durch Anzeigen und Verkostungen in Supermärkten. Für den Onlinemarkt ist das Potenzial groß. Die letzten Mandarinen sind gepflückt und verpackt und kommen in drei Wochen in China an.

Die ClemenGold hatte keine Probleme durch die Dürre. Der Anbau befindet sich vor allem im Norden von Mpumalanga und Limpopo. Die beiden Gebiete hatten eine normale Saison. Marokko und Spanien übernehmen den Markt der ClemenGold von Südafrika. Wahrscheinlich entsteht eine Lücke zwischen der Saison in Südafrika und Marokko, aber man arbeitet an einem ganzjährigen Angebot.

Der gesamte Mandarinenanbau in Südafrika ist in den letzten Jahren mit 88 Prozent gestiegen. Vor allem die späten Varietäten sind beliebt, mit Sorten wie Tango, Nadercott, Orri, Valley Gold, Leanri und anderen. Die Saison ist so gut wie vorbei. Von den 12,9 Mio Kartons, die verpackt sind, waren Ende KW 35 bereits 12,2 Millionen verschifft.

Es gab große Unterschiede zwischen den Saisons im Norden und Süden. Im Gamtoos Tal/Patensie Tal am Ostkap, war die Satsuma Saison 'unglaublich gut'. Man erreichte den bisher durchschnittlich höchsten Preis, dank dem leeren Markt, womit die Saison begann. Die Clementine und Nova liefen auch gut, aber der Markt war gesättigt. Von der Nova kommen neue Plantagen in Produktion. Auch wurde zum ersten Mal nach Indonesien exportiert.
 
Am Westkap war man sehr von der Orri angetan, die hauptsächlich in Frankreich sehr gefragt ist. Im Norden wird die Saison als 'herausforderng' angedeutet, mit vielen neuen Plantagen, die in Produktion kommen. In einigen Regionen wird durch Hitze und Wind ein Verlust von 20 Prozent gemeldet. In Senwes meldet ein Unternehmen eine katastrofale Satsuma Saison. Das Obst wuchs heran zu einem unverkäuflich großem Kaliber und es gab innere Qualitätsprobleme. Die späten Sorten gingen dahingegen sehr gut, obwohl es auch hier Windschaden gab. Märkte wie Russland, Mittlerer Osten und Südostasien achten mehr auf die innere Qualität, und dort fanden die beschädigten Mandarinen ihren Markt. Eine Überlappung zwischen der frühen und späten Sorten setzt den Markt unter Druck.

Australische Mandarinen beliebt in Asien

In den letzten Wochen ist eine gute Qualität an Mandarinen verfügbar. Ein Händler fördert online die Honey Murcott, aber der Preis dieser Mandarinen wird kurzfristig nicht sinken. Ein Großteil der Ernte dieser Mandarinen ist für den asiatischen Markt bestimmt.

Der Sektor richtet sich stark auf den Export und man investiert in gewinnbringende Sorten. Vor allem aus Asien gibt es eine starke Nachfrage nach Mandarinen. Dann handelt es sich nicht nur um China, sondern auch um die Phillippinen, Thainland und Vietnam.
Die Saison dauert von April bis Oktober. Der inländische Markt nimmt 70.000 Tonnen Mandarinen auf. Eine der beliebtesten Sorten auf dem Markt ist die Imperial, aber in New South Wales hat diese Varietät wiederum eine schwierige Saison, da das hohe Angebot den Markt unter Druck setzt.

Chinesischer Import steigt, inländische Produktion stockt

Die Mandarinenproduktion hat sich in der letzten Saison verkleinert infolge des schlechten Wetters und Citrusgreening. In dieser Saison hat sich die Produktion noch nicht erholt. Die Ernte beginnt im November. Momentan werden die Mandarinen aus Australien und Peru importiert, desweiteren auch aus Israel und Südafrika. Der gesamte Mandarinenimport fällt jährlich höher aus, infolge der stockenden inländischen Produktion und einer steigenden Nachfrage nach Premiumsorten. Unter anderem die Nachfrage nach Jaffa Orri und ClemenGold wächst.

Pakistan schätzt auf mehr Kinnow Mandarinen
Verglichen mit letztem Jahr werden diese Saison mehr Kinnow Mandarinen exportiert. Man erwartet in diesem Jahr eine gute Ernte. Exporteure suchen nach neuen Märkten, aber der Fokus liegt immer noch auf den traditionellen Bestimmungsorten wie Iran, Russland und die Golfstaaten. Indonesien und die Phillippinen sind ansprechende Märkte. Auf den Phillippinen haben die pakistanischen Exporteure wohl mit Konkurrenz aus China zu tun, aber im Preis gewinnen die Mandarinen aus Pakistan. In Russland gibt es Konkurrenz aus der Türkei und Ägypten, darum erwartet man dort einen etwas weniger guten Markt. Normalerweise werden 700 bis 800 Container nach Europa verschifft. Im letzten Jahr blieb der Zähler bei 200 stehen, aber Exporteure hoffen, dass die Ukraine mehr Mandarinen importieren wird.


Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet