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Mehr türkische Zitrusfrüchte, aber der Markt ist schwierig

In den letzten zwei Jahren haben die türkischen Produzenten gute Volumen geerntet. Letzte Saison (2015/2016) betrug die Ernte 3,9 Millionen Tonnen, das sind 3% mehr als in der vorhergehenden Saison. Ein kürzlich erschienener Bericht von USDA gibt an, dass auch 2016/2017 ein gutes Volumen zu erwarten ist. 

Aufgrund günstiger Wetterbedingungen steigt das Volumen von Apfelsinen in dieser Saison um 3%. Damit ergibt sich eine Schätzung von 1,854 Millionen Tonnen. Adana und Mersin sind 84% der Produktion die wichtigsten Anbaugebiete. Der Anbau von Apfelsinen in der Türkei hat mit Schimmel und Krankheiten zu kämpfen. Obwohl diese Tatsache noch keinen Einfluss hat auf das Volumen, gibt es wohl Probleme mit der Qualität des Obstes. 



Apfelsinen nicht geerntet
Die Region Aegean schätzt, daß der Ertrag der Ernte 15% höher ausfällt als im Vorjahr. Das entspricht 512.000 Tonnen Zitrusfrüchte. Die steigende Kurve gilt jedoch nicht für alle Sorten. Produzenten roden Apfelsinen und Grapefruit und stellen um auf die Produktion von Zitronen. In den letzten Jahren war der Markt für die ersten beiden Produkte schlecht. Zitronen und Erdbeeren bringen mehr. Dieser Trend zeigt sich in grossen Teilen der Türkei. Produzenten lassen die Apfelsinen in den Bäumen hängen da die Ernte mehr kostet als das Obst einbringt. Ausserdem gibt es ein Defizit an Packstellen und Kühllagern. 

Bei Mandarinen schätzt man ein Wachstum von 2%. In der letzten Saison war das Volumen mit 1 Million Tonnen schon 8% höher. In Anbetracht der Tatsache, daß der Internetverkauf von Mandarinen nicht zu wachsen scheint, haben die Produzenten Schwierigkeiten Absatzmärkte für das Obst zu finden. Obwohl das Gesamtvolumen steigt, muss die Region Adana wohl Verluste einstecken. Frost im Januar hat die Ernte beschädigt. Den größten Schaden hatten W. Murcott und Freemont. Von dieser späten Sorte wird in der Saison 2016/2017 vermutlich weniger geerntet. 

Weniger Zitronen und Grapefruit 
Produzenten schätzen 4% weniger Zitronen. Das ist die Folge von Frost. In der Region Adana wurden hierdurch 7% Verluste registriert, in anderen Regionen war der Winter von 2015/2016 mild. Grapefruit hat einen Anteil von 7% der gesamten Produktion. In der nächsten Saison wird eine leicht Steigung von 1% erwartet. Somit kommt das Volumen auf 250.000 Tonnen. Da nicht genug Nachfrage besteht, steht die Produktion wohl unter Druck. Produzenten wechseln u. a. zur Produktion von Zitronen.

Neue Märkte und Russland
Die Türkei exportierte 2015/2016 1,5 Millionen Tonnen Zitrusfrüchte im Wert von 830 Millionen Dollar. Das ist 4% weniger als im Jahr zuvor. Die Saison wurde durch den russischen Boykott, der u. a. für Apfelsinen und Mandarinen zum 1. Januar 2016 eingestellt wurde, gekennzeichnet. Obwohl es nicht den Export von Grapefruit und Zitronen betraf, sank 2016 der gesamte Export von Zitrusfrüchten um 43% im Verhältnis zu 2015. Der Export von Grapefruit fiel 13% niedriger aus, was laut Händlern keine Folge des Boykotts ist, sondern die Folge des niedrigeren, zur Verfügung stehenden Einkommens der Russischen Konsumenten ist. Zitronen waren mit einem Ertrag von 290 Millionen Dollar das wichtigste Exportprodukt. An zweiter Stelle stehen Mandarinen mit 280 Millionen Dollar. Dann kommen Apfelsinen mit 168 Millionen Dollar. Es wird erwartet, daß dieses Jahr mehr Apfelsinen exportiert werden. Eine Bedingung ist aber daß die Situation in Russland stabil bleibt. 

Es wird erwartet, daß der Mandarinenexport Dank der Öffnung neuer Bestimmungen wie z. B. Saudi Arabien, Ukraine und Belarus größer sein wird. Letztes Jahr kam der Export auf 569.000 Tonnen. Das Exportvolumen von Zitronen bleibt stabil. In der letzten Saison exportierte das Land 420.000 Tonnen. Damals wurde 2/3 der Produktion exportiert. Russland ist der wichtigste Abnehmer für diese Zitrusfrucht. Auch für Grapefruit ist Russland ein wichtiger Markt. Nächste Saison wird ein kleiner Anstieg erwartet. Letzte Saison wurden 80% der Produktion (190.000 Tonnen) exportiert, wovon ca. 44.000 Tonnen ihren Weg nach Russland fanden. 

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