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Übersicht Weltmarkt Kaki und Sharonfrucht

In Europa ist Spanien der größte Kakiproduzent. Dieses Jahr hat das Land eine Saison mit Höhen und Tiefen. Es gibt auch Anbau in Italien und Portugal, aber die Produktion ist viel kleiner. Israel hat eine gute Saison, aber hat, durch die hohe Anfuhr aus Spanien, Marktanteil verloren. Auf dem Weltmarkt suchen Länder Exportmöglichkeiten in Asien und dem Nahen Osten. In China fällt die Ernte dieses Jahr wahrscheinlich kleiner aus. In Kalifornien hat die Saison durch Kälte und Regen eher gestopt. 

Trockenheit und Regen bestimmen Ernte in Spanien

Durch die Trockenheit fing die Saison der Rojo Brillante mit Mangel an großen Kalibern an. Der Regen im Oktober war positiv für die Formate. Die Früchte reiften langsam, wodurch das Volumen nicht groß war. Dadurch waren die Preise hoch. Im November veränderte sich dieses Bild. Das Angebot überstieg die Nachfrage und die Preise fielen in den Keller. Europa wurde mit Kakis überspült. Darum setzten Exporteure auch auf Export in andere Länder, wie Kanada, Asien und dem Nahen Osten. In der letztgenannten Region war vor allem Jordanien ein Markt mit Potenzial. Momentan richten sich die Exporteure wieder auf Europa, die fernen Bestimmungsorte sind voll. 

Durch den heftigen Regen im Dezember wurde die Ernte eingestellt. Das Obst, das noch an den Bäumen hing, wurde durch Krankheiten wie Alternaria bedroht. Die Nachfrage ist größer als das Angebot und obwohl ein großes Volumen geerntet wurde, befürchtet man einen Mangel im Januar und Februar. Erwartungsgemäß hat die Lagerware Qualitätsprobleme durch die hohe Feuchtigkeit. 

Neben der Rojo Brillante wird auch eine kleine Menge Tom Guash und Sharonfruit angebaut. Der Sektor wächst schnell, nicht nur in Valencia, der wichtigsten Anbauregion, aber auch in Extremadura, Andalusien, Katalonien und Murcia. Das Volumen steht momentan auf 320.000 Tonnen, aber Experten erwarten, dass diese Zahl innerhalb von 2 bis 3 Jahren die 700.000 Tonnen Grenze überschreiten wird. 

Um auch für das größere Volumen Absatz zu finden, schauen Exporteure weiter als Europa. Innerhalb Europas sind Deutschland und Frankreich die größten Absatzmärkte. Desweiteren wird nach Kanada, Brasilien, der VS, Shanghai und Hong Kong exportiert. Der russische Markt belegte 20 Prozent des Exportes. Exporteure sind vor allem begeistert über den Export nach China. Das ist ein vielversprechender Markt. 



Portugal mehr Nachfrage als Produktion
Die Kakisaison beginnt im September und läuft bis ungefähr Weihnachten. Obwohl die Saison dieses Jahr mit kleinen Kalibern startete, ist die Situation inzwischen wieder auf einem normalen Niveau. Ein Produzent und Händler berichtet, dass der Großteil seiner Ernte für den inländischen Markt bestimmt ist. Der nimmt ca 90 Prozent seines Produktes ab. Im Gegensatz zum Nachbarland Spanien gibt es in Portugal nicht so viele Produzenten. Dadurch ist die Nachfrage vom lokalen Markt oftmals größer als die Produktion. Die Preisgestaltung des Obstes hängt von der Sorte ab. Eine harte Kaki, so wie sie auch in Spanien angebaut wird, bringt weniger auf als die weichen Sorten.

Nach der ersten Ernte konnte das Obst, das noch an den Bäumen hing, bis auf normale Kaliber weiter wachsen. Portugiesische Erzeuger wollen die Saison gern bis Februar verlängern, so wie es auch den spanischen Produzenten gelungen ist. Darum wird in späte Rassen investiert. Dan dauert die Ernte bis Dezember. Das Obst kann demnach aus der Kühlung bis Februar vermarktet werden. 

Kakianbau steigt in Italien
Die erste italienische Region, wo Kakis angepflanzt wurden, ist Campania. Es wurde hauptsächlich Type und Vanilla gepflanzt. Diese belegen 70 bzw 30 Prozent des Anbaus. Der Anbau war in den Provinzen Caserta, Neapel und Salerno konzentriert. Type ist eine Gruppe von Sorten, die zwei spezifische Kennzeichen haben: wenn das Obst hart geerntet wird, macht Tannine den Geschmack säuerlich. Und es sind kernlose Sorten. Die Vanilla hat festeres Fruchtfleisch und ist süß. 

Jährlich steigt das Interesse für die Persimonen als Alternative für traditionelle Gewächse wie Zitrus, Pfirsisch, Aprikosen und Trauben. Vor allem der Rojo Brillante wird wachsendes Interesse zugebracht. Die Sorte wird durch eine tieforangene Farbe, Knackigkeit, festes Fruchtfleisch, Kernlosigkeit und einer Haltbarkeit von mehr als 10 Tagen gekennzeichnet. 

Die Fläche steht momentan auf 2.000 Hektar. Neben der süditalienischen Region Campania wird das Obst auch in der Region Emilia Romagna und Lazio angebaut. Die Produktion ist nicht hoch genug, um die inländische Nachfrage zu erfüllen. Eine große Organisation meldet, dass 15 Prozent der 2.000 Tonnen, die das Unternehmen vermarket, biologisch angebaut sind. Das Obst wird vor allem exportiert. 

Jährlich mehr Volumen in Belgien
Ein belgischer Importeur informiert, dass jährlich mehr Kakis aus Spanien importiert werden. Das Obst wird unter den belgischen Konsumenten immer beliebter. Die wachsende Beliebtheit hat diese Saison noch keine höheren Preise zur Folge. Laut einem Importeur ist der Preis von 3,50 bis 4.00 Euro pro Kiste etwas enttäuschend. Dieser Preis wurde in der vorletzten Woche notiert. Letzte Woche sah man einen kleinen Aufschwung im Preis nach 4,50 bis 5 Euro pro Kiste. Grund für diesen Preisanstieg ist das etwas kleinere Angeobt und eine etwas größere Nachfrage. 

Niederlande: wenig Kakis verfügbar
Es regnet viel in Spanien und das sorgt für ein sehr kleines Angebot an Kakis in den nächsten Wochen. Das trifft sich schlecht, denn die Woche vor Weihnachten ist eigentlich die Woche der Kaki-Aktionen, vor allem für die verpackte Sorte. Es gibt nun zu wenig Kakis auf dem Markt, aber man erwartet, dass in den ersten Wochen von Januar sowieso noch Früchte geliefert werden können, sicher in Anbetracht der Erweiterung im Anbau und der Anpflanzung, die nun in Produktion ist. Man wird allerdings durch das nasse Wetter pro Woche beurteilen müssen, ob die Qualität der Kakis noch für den Versand geeignet ist. Die Preise lagen in den letzten Wochen durch das große Angebot auf einem niedrigen Niveau, aber letzte Woche gab es bereits etwas mehr Nachfrage und inzwischen liegen die Verkaufspreise wieder auf einem Niveau über einem Euro pro Kilo.

Deutschland guter Markt
Es gibt auf dem deutschen Markt eine gute Nachfrage nach Kakis. Die Saison läuft von Oktober bis Februar. Es wird unter anderem aus Italien und Spanien importiert. Einem Händler zufolge ist die Nachfrage nach spanischen Kakis größer. Diese Saison begann dieses Jahr etwas später. Für israelische Sharonfrucht gibt es beinahe keinen Platz auf dem Markt, erzählt ein Importeur. 

Französische Preise für spanisches Produkt
Die Preise für Persimonen auf dem Großhandelsmarkt in Rungis lagen letzte Woche zwischen 0,90 pro Kilo für die mittelgroßen Kakis und 1,10 Euro für die großen Kaliber. In beiden Fällen handelt es sich um Obst aus Spanien. 

Weniger Produktion in China
Die Saison beginnt im August und endet im Dezember. Die wichtigsten Anbaugebiete befinden sich in den Provinzen Fujian, Yunnan, Shanxi und Shaanxi. Dieses Jahr fällt die Ernte durch heftigen Regenfall 7 Prozent geringer aus. Außerdem sind die Kaliber in diesem Jahr kleiner als im letzten Jahr. Mit einer Produktion von ungefähr 3,8 Mio Tonnen ist China der weltweit größte Kakiproduzent. 

Taiwan ist ein großer Produzent der Persimone. Durch extremes Wetter, wie Orkane, ist die Gesamtproduktion dieses Jahr geringer. Dadurch ist das Angebot auf das chinesische Festland auch niedriger. Die chinesischen Persimonen werden in Hong Kong verhandelt. Dort gibt es auch Angebot aus Neuseeland. Auch die Anfuhr aus Spanien beginnt langsam zu kommen.

Südkoreanische Saison vorbei
Die Saison hat inzwischen geendet. Das Volumen durch die hohen Temperaturen im Oktober ist enttäuschend, danach folgten Perioden mit Regen und Kälte. Im Vergleich zum letzten Jahr war das Volumen geringer. Auch endete die Saison eher. Wo eine normale Saison bis Ende November läuft, kam nun bereits Mitte des Monats ein Ende an die Saison. Exportmärkte sind Kanada, Philippinen, Indonesien und Hong Kong. Im Allgemeinen waren die Preise hoch, sicher Mitte November. 

Amerikanische Saison stopt früher
Früher Regen und vorzeitige Perioden mit Kälte resultierten ebenfalls in ein frühes Saisonsende in Kalifornien. Wo die Saison normalerweise bis zum 10. Dezember läuft, wurde die Ernte dieses Jahr ungefähr einen Monat eher abgeschlossen. Durch Regen und Kälte ließen die Bäume früher ihre Blätter fallen. Dadurch könnte das Obst beschädigt werden. Neben einem frühen Ende der Saison gibt es einem Händler zufolge dieses Jahr auch ein kleineres Volumen. Der Preis lag durchschnittlich zwischen 3 und 4 Dollar. Ein Händler bemerkt eine Veränderung auf dem Markt. Das Unternehmen verkaufte zuvor viel Kakis in Single Layer Verpackungen. Gegenwärtig wird der Großteil jedoch in Bulk, vor allem an die Ostküste der VS, verkauft. 

Neben eigenem Anbau gibt es auch Import aus Israel. Der fing früh im November mit den ersten Containern an. Die Importsaison läuft von Mitte November bis Ende März. Der durchschnittliche amerikanische Konsument kennt die Kaki noch nicht so wirklich. Darum werden Programme gestartet, um das Obst bekannter zu machen. 

Israel positiv über die Saison
Der Export von Israel war auf Europa gerichtet, aber auf dem Markt hat Spanien das Land verdrängt. Dadurch gibt es mehr israelisches Obst für den amerikanischen Markt. Viel in Israel angebautes Obst ist von der Triumph Sorte, die sich durch ein hohes Brixlevel kennzeichnet. Neben Export nach Europa, wo Exporteure eine Nische suchen, richten sie sich auch auf Russland und den Fernen Osten.

Einem israelischen Händler zufolge ist der Markt stabil. Das Volumen wird laut Erwartung höher als im letzten Jahr ausfallen, aber von einem Überangebot kann keine Rede seini. Die Ernte wurde dieses Jahr beendet, bevor der Regen kam, wodurch die Qualität und die Haltbarkeit gut sind. Ein Exporteur berichtet, dass er bis März exportieren wird.

Mittlerer Osten interessanter Markt
Ein deutscher Händler berichtet, sich auf Re-Export in Länder im Mittleren Osten zu richten. Unter anderem Jordanien und Libien sind gute Märkte für Kakis. Im Vergleich zur Marktsituation in Europa ist die Situation in diesen Ländern besser. Der Exporteur ist dann auch hoffnungsvoll über die kommende Saison. "Ich denke, dass der arabische Markt die Zukunft ist für dieses Obst."

Jede Woche publizieren FreshPlaza und AGF.nl eine Übersicht der Marktsituation eines Produktes im weltweiten Sinn. Mit diesen Artikeln möchen wir ein Bild des Weltmarktes
geben, der durch Globalisierung immer kleiner wird. Nächste Woche stehen Limonen zentral. 

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