"Eisbären" könnten Unternehmen zukunftssicher machen"

Richard Hooijdonk lebt für die Zukunft. In seiner Hand hält er einen RFID Chip, der die Tür zu seinem Haus öffnen und sein Auto starten kann. Die Technologie ist noch nicht vollständig ausgereift, aber in einem halben Jahr wird er auch einen Chip haben, mit dem er bezahlen kann. Als Futurist verfolgt er die neusten Entwicklungen sehr genau und er liebt es, die Welt der Zukunft noch lange vor anderen zu entdecken. Er ruft Unternehmen dazu auf, sich zu verändern und sich auf die Zukunft vorzubereiten, aber wie soll das gehen? 

Im Gegensatz zu einigen Trendbeobachtern, Futuristen und Visionären, hat Hooijdonk bereits einige praktische Tipps während des EU Fresh Info Forums gegeben. "Alles was vorhersehbar ist und sich wiederholt, kann automatisiert werden," sagte er. Das schließt Aktionen wie das Fahren eines Autos, den Haushalt und die Ernte in Gewächshäusern mit ein. Die Liste ist endlos. Außerdem wird die Zukunft in den menschlichen Körper integrierte Technologie mit sich bringen, sodass der Familienarzt anruft, wenn man krank ist und nicht anders herum.


Richard van Hooijdonk.

Die Freiheit, brilliant zu sein
1908 war die Lebenserwartung eines Unternehmens 70 Jahre. Allerdings hat die Lebenserwartung seitdem stark abgenommen und liegt nun bei 12 Jahren. Das bedeutet, dass Unternehmen sich heutzutage verändern müssen, um länger als 12 Jahre bestehen zu bleiben. "Man muss für das Unternehmen in Zukunftsszenarios investieren," fährt Hooijdonk fort. Die Eigenschaften, die man dafür benötigt sind Neugierde, Phantasie, ein kritisches Auge und die Fähigkeit, neue Ideen zu entwickeln. Deswegen sagt Hooijdonk, dass jedes Unternehmen zwei CEOs haben sollte, einen älteren und einen jüngeren, der etwa 25 Jahre alt sein sollte. Der ältere CEO kennt das Unternehmen, der jüngere weiß dafür alles über die Zukunft, so Hooijdonk. 



Der jüngeren Generation sollte die "Freiheit, brilliant zu sein" gegeben werden. Talent sollte gefördert werden und dafür muss experimentiert werden, das ist der einzige Weg, um realisierbare Konzepte auf die Beine zu stellen, die die kommenden Jahre überleben können. "Ich habe mich kurz umgesehen und es gibt mehr als 500 Start-Ups im Hortikultursektor."

Weltweit sehen Unternehmen, dass ihre Geschäftsmodelle Gefahr laufen, altmodisch zu werden. Sie investieren in neue Entwicklungen, indem sie eine Art Parasit kreieren, eine Gruppe innovativer und kreativer Leute, die dem Unternehmen zwar verbunden sind, jedoch unabhängig arbeiten. Sie entwickeln neue Konzepte, die die alte Struktur jedoch nicht aufbrechen. Dazu wird parallel ein neuer Business Plan entwickelt, der im Endeffekt das kontinuierliche Bestehen des Unternehmens sichert. Die größte Herausforderung ist, dass zu wenig Leute progressiv sind. Hooijdonk teilte die Menschheit in Bärenarten ein. Schwarzbären, die etwa 55% des Unternehmens ausmachen, wollen nicht, dass sich etwas ändert. Braunbären (60% der Angestellten) müssen zur Veränderung erst motiviert werden. Wohingegen Eisbären die Innovativen des Unternehmens sind. 

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