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Zwiebeln:

Nur mit Hilfe neuer Lösungen und Märkten können wir diese Saison bewältigen

Außer, dass jeder sich wünscht, dass die Nachfrage steigt, gibt es keine große Revolution auf dem Zwiebelmarkt, zumindest nicht bis zum Ende des Jahres: beinahe alle Produzenten in Europa, Italien eingeschlossen, sind schon zum Verkauf der Zwiebel aus den Kühllagern übergegangen. Ausnahme bilden Österreich und Deutschland. Beide Länder haben noch ein Produkt, dass nicht in der Kühlung gelagert war und darüber verfügen sie noch bis zum Jahresende.

Die beiden Länder bieten ihre Zwiebeln zu erstaunlich niedrigen Preisen auf den europäischen Märkten an: begonnen mit 11/12 Cent /kg, auf Grund der reichlichen Ernte in diesem Jahr. Genauso wie sie drücken alle Mitspieler des Sektors ihre Ware mit Niedrigstpreisen nach vorne, aus demselben Grund. " Eine Überproduktion haben alle in Europa registrieren können, auch Italien." kommentiert Claudio Brintazzoli, Direktor der CESAC , die Kooperative aus Medicina (Bo) mit 500 h Zwiebelanbau.



Einmal das Erntechaos bewältigt (in manchen Momenten gibt es nicht einmal mehr Lagerkapazitäten) und alle ´Rechenaufgaben´ gemacht, sind die Zahlen auf Grund einer unglaublich guten Ernte exorbitant. Wir sprechen von durchschnittlichen 15/18 Tonnen pro Hektar mehr als im vorigen Jahr. Die Aussaat im Herbst und die frühreifen gelben haben sogar mehr als 60 t/h geliefert, die weißen sogar beinahe 70 t/h.

Dazu muss noch ein andere Faktor erwähnt werden: "Der Zwiebelkonsum in Italien liegt pro Kopf und pro Jahr fest bei durchschnittlich 4 bis 5 kg. Und jetzt ist er noch niedriger auf Grund der hohen Temperaturen," bemerkt Brintazzoli.

Die beiden Elemente (Überproduktion und niedrige Nachfrage) sind unausweichliche Gründe für die sehr niedrigen Preise. Es gibt bei der Kampagne von der genannten Kooperative um die 6 bis 8 Cent pro Kilo für die goldene Zwiebel und 12 bis15 Cent für die weiße und die rote Zwiebel. Man muss kein Genie sein, um zu verstehen, dass wir keine gewinnbringende Situation haben.



In der gleichen Situation wie Italien, befinden sich auch andere europäische Zwiebelproduzenten. Aber trotz des Druckes auf die ausländischen Märkte und der Tatsache, dass alle bereit sind, die Preise zu senken, nur um so viel wie möglich vom Produkt für den Ex- und Importmarkt zur Verfügung stellen zu können, scheint sich in Europa wenig zu bewegen." So sieht man in Italien die spanische weiße Zwiebel, limitiert auf Süditalien. Sonst gibt es wenig anderes; der Niedrigpreis unserer Produktion reduziert den Import von gelben Zwiebeln. Bei gleichem Preis oder einem mit einem Cent/ kg teureren nationalem Produkt wird ein italienisches Produkt gekauft." fährt der Direktor der CESAC fort.

Lösungen? Alle setzen auf das Klima: auf dass die Temperatur sinkt und die Nachfrage nach Zwiebeln steigt (es reichen schon ein paar Grade weniger, und alles wird sich ins Positive ändern, sagt Brintazzoli). Aber gleichzeitig müssen neue Märkte erschlossen werden, neue Klienten. Wir testen die Möglichkeit, nach Nordafrika, in die arabischen Länder zu exportieren und für die rote und weiße Zwiebel in Länder der ehemaligen Sowjetunion. (Große Produzenten von gelben Zwiebeln)


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