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Liefer- und Abholgrosshandel:

Mehr Menge bedeutet nicht immer mehr Umsatz

Im Schweizer Liefer- und Abholgrosshandel (LAGH) werden Einkaufsmengen insbesondere
für gewerbliche Abnehmer im Gastronomie-Sektor angeboten. Im ersten Halbjahr 2016 wurden im LAGH beim beobachteten Gemüse vor allem mehr Nüsslisalat (+8 %) und Karotten (+5,9 %)
verkauft als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Umsatzrückgang bei Nüsslisalat und Karotten trotz hoher Nachfrage
Der Preis der beiden Produkte ist im gleichen Zeitraum jedoch deutlich gefallen: bei Karotten von 1.75 CHF/kg auf 1.55 CHF/kg (-13 %) und bei Nüsslisalat von 21.15 CHF/kg auf 17.36 CHF/kg (-22 %). Dementsprechend sanken auch die Umsätze dieser Produkte im LAGH.
Für beide Produkte sanken in diesem Zeitraum auch die von der Marktbeobachtung erhobenen Detailhandelspreise, und zwar um 0.10 CHF/kg bei Karotten (-4,6 %) und um 4.25 CHF/kg bei Nüsslisalat (-16,6 %).

Anteil verarbeiteter Produkte bei Nüsslisalat und Karotten hoch
Es werden in den Warengruppen auch verarbeitete Produkte berücksichtigt, also z.B. gewaschene oder geschnittene Ware. Unter den betrachteten Gemüsearten machen verarbeitete Produkte nur bei Karotten und Nüsslisalat einen bedeutenden Anteil der Verkaufsmengen im LAGH aus (Karotten: 13,2 %, Nüsslisalat: 29,6 %). Bei den anderen Gemüsearten ist der Anteil verarbeiteter Produkte lediglich bei Eisberg (3.9 %) höher als 1 %.



Verkauf von ausgewähltem Gemüse im Liefer- und Abholgrossmarkt Mengen- und Umsatzentwicklung (inländische und Importware, ohne Bio-Produkte) Januar bis Juni 2016, gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum

Absatz von Tomaten gesunken
Im ersten Halbjahr 2016 wurden im LAGH 4,8 % weniger runde Tomaten gekauft als im Vorjahreszeitraum, und dies zu Preisen, die im Durchschnitt tiefer waren. Dies liegt u.a. an einer geänderten Warenzusammensetzung. Vor allem die teuren inländischen Tomaten hatten im Betrachtungszeitraum rückläufige Verkaufsmengen (-19 %). Die importierten Tomaten
hatten im LAGH dagegen einen um 1,6 % steigenden Absatz.

Marktkenntnis ist entscheidend
Generell gibt es je nach Gemüseart sehr unterschiedliche Entwicklungen von Absatz
und Umsatz. Die teils witterungsbedingt starken Angebots- und Nachfrageschwankungen
verbunden mit der hohen Verderblichkeit von Gemüse stellen eine grosse Herausforderung für das betriebliche Sortimentsmanagement im LAGH dar. Von strategischer Bedeutung sind
hier die laufenden Informationsflüsse über Marktentwicklungen entlang der Wertschöpfungsketten.

Lesen Sie hier den vollständigen Marktbericht

Quelle: BLW

Erscheinungsdatum:



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