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Russland führt 1,5 Tonnen weniger O&G ein in der ersten Jahreshälfte 2016

Die russische Einfuhr von frischem Obst und Gemüse hat in der ersten Jahreshälfte diesen Jahres nochmals drastisch abgenommen. In der ersten Jahreshälfte 2015 wurde durch den Boykott schon um 20 Prozent weniger importiert. Dieses Jahr ist dies wieder mit 26 Prozent gesunken. Insgesamt wurden durch die Einführung des Boykotts aus der EU und einigen anderen Ländern in der ersten Hälfte des Jahres ein Drittel weniger frisches Obst und Gemüse eingeführt. Es handelt sich um eine Menge von 1,5 Millionen Tonnen.

Polen und die Türkei größte Verlierer
Dieses Jahr kam noch der Boykott von türkischen Produkten dazu. Polen und die Türkei sind die großen Verlierer durch die Einführung des Boykotts. Aus den beiden Ländern sind im Vergleich zu der ersten Hälfte des Jahres 2014 in diesem Jahr von Januar bis Juni mehr als 500.000 Tonnen frisches Gemüse und Obst weniger nach Russland gegangen. Verglichen mit letztem Jahr war der Schaden für die Türkei noch größer. Damals galt für dieses Land keine Einfuhrbeschränkung. Der Boykott gilt erst ab dem 1. Januar diesen Jahres.


Russland: Einfuhr von frischem Obst und Gemüse.
Gewinner und Verlierer Januar bis Juni 16 bis 14 (in Tonnen)

175.000 Tonnen weniger aus den Niederlanden
Aus den Niederlanden und Spanien wurden kurz vor der Einführung des Boykotts in der ersten Jahreshälfte 2014 noch etwa 175.000 Tonnen frisches Obst und Gemüse eingeführt. Belgien war vor der Einführung des Boykotts auch ein großer Lieferant von Russland.

Es fällt auf, dass auch die Einfuhr aus einigen anderen Ländern, die nicht unter den Boykott fallen, in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres drastisch abgenommen hat. Zum Beispiel Israel (64.000 Tonnen weniger als Januar bis Juni 2014), China (35.000 Tonnen weniger), Marokko (34.000 Tonnen weniger) und Argentinien (27.000 Tonnen weniger). Im Fall Marokkos ist in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres im Vergeich zu der ersten Jahreshälfte im Vorjahr ein Anstieg zu beobachten.

Weißrusslandroute halbiert

Nach der Einführung des Boykotts wurde sehr viel frisches Gemüse und Obst über Weißrussland nach Russland gebracht. Im Jahre 2015 handelte es sich um 1,1 Millionen Tonnen. Die Folgen des Boykotts waren deswegen weniger drastisch. In der ersten Jahreshälfte dieses Jahres sind wesentlich weniger frisches Gemüse und Obst über die Weißrusslandroute nach Russland gegangen. Insgesamt ging es von Januar bis Juni dieses Jahres um 290.000 Tonnen gegen 600.000 Tonnen in der ersten Jahreshälfte des Jahres 2015. Über Weißrussland gingen in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres namentlich viele Äpfel, Birnen und Tomaten nach Russland.

Ägypten größte Gewinner
Ägypten hat am meisten von dem Boykott profitiert. Aus Ägypten wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres 360.000 Tonnen frisches Gemüse und Obst eingeführt. Das waren fast 100.000 Tonnen mehr als in der ersten Hälfte des Jahres 2014. Es handelt sich vor allem um Apfelsinen und Zwiebeln. Serbien ist das andere Land das von dem Boykott profitierte. Zum größten Teil handelt es sich um die Einfuhr von Äpfeln über Serbien. Die restlichen Länder aus denen nach dem Boykott mehr ausgeführt wurde, sind vor allem ehemalige Sowjetrepubliken.


Russland: Import frisches Obst und Gemüse

Rekordimport Bananen

Auffällig ist, dass die Einfuhr des wichtigsten Importproduktes Bananen in der ersten Hälfte dieses Jahres rekordhoch war. Von Januar bis einschließlich Juni wurden 745.000 Tonnen Bananen eingeführt. Diese kommen fast ausschließlich aus Ecuador. Das zweite Importprodukt in der erste Jahreshälfte dieses Jahres waren Äpfel. Die Einfuhr betrug nur 360.000 Tonnen gegen noch 860.000 Tonnen in der ersten Hälfte 2013 und 740.000 in der ersten Hälfte des Jahres 2014. Was Tomaten betrifft, wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres noch 325.000 Tonnen eingeführt gegen 600.000 Tonnen vor der Einführung des Boykotts. Die Einfuhr von Birnen hat von 360.000 Tonnen in der ersten Hälfte des Jahres 2014 abgenommen auf 150.000 Tonnen in der gleichen Periode diesen Jahres. Der Rückgang bei Apfelsinen ist beschränkt geblieben. Produkte bei denen das auch der Fall war, oder wobei sogar mehr eingeführt wurde, sind: Grapefruit, Süßkirschen, Knoblauch, Abrikosen und Pflaumen.


 
Für weitere Informationen:
Jan Kees Boon
Fruit & Vegetable Facts
T: +31 (0)6 54687684
E: fruitvegfacts@gmail.com
W: www.fruitandvegetablefacts.com

Erscheinungsdatum:



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