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Europäische Antworten zu den sich ändernden Märkten

'In der Vergangenheit die Binnenmärkte zu viel betont'

Jedes Jahr treten 150.000 Leute der Mittelklasse bei. Diese Zahl bedeutet eine riesige Chance, vor allem in Kombination zu einer wachsenden Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, inklusive frischen Obstes und Gemüse. Deshalb ist der Aufbau von guten weltweiten Handelsbeziehungen sehr wichtig.

In seiner Rede neulich vor der gemeinsamen jährlichen Versammlung von Europatat und Freshfel in Brussel, sagte Diego Canga Fano, der Direktor Multilaterale Beziehungen, Qualitätspolitik und DG Landwirtschaft der Europäischen Kommission, dass das Gesamtbild des landwirtschaftlichen Sektors der EU gut ist, teils dank der wachsende Bedeutung der Ausfuhr.



Diego Canga Fano, Direktor Multilaterale Beziehungen, Qualitätspolitik und DG Landwirtschaft der Europäischen Kommission.

"Seit 2010 sind wir netto Exporteure in der EU. Wenn man die Ausfuhrtrends betrachtet, sind die im Großen und Ganzen positiv. Aber wenn man jedes Land und jede Branche einzeln betrachtet, sind die Zahlen nicht immer so positiv. Es gibt viele Leute in Brussel, die sich nicht realisieren, dass wir jetzt netto Exporteure sind. Sie glauben, das diejenigen die in der Landwirtschaft arbeiten 'Betonköpfe' sind, die immer um Geld bitten. Ich denke, dass wir sie der Tatsache bewusst machen sollen, dass wir 47 Millionen Stellen in der EU bieten." sagte Diego.

"Sehr wahrscheinlich werden während der bevorstehenden Debatte in Brussel einige wichtige Entscheidungen und finanzielle Kürzungen getroffen. Deshalb dränge ich die Leute der Branche ihre Anliegen zu erklären, weil das Geld Wachstum und Stellen kreiert. Und klarzumachen, dass die landwirtschaftliche Nahrungssektor modern und innovativ ist. Wir verbreiten diese Nachricht auch, aber wir brauchen eure Hilfe."

Das russische Verbot beeinflusst die Zahlen weiterhin und Diego glaubt, die Lösung dieser Frage ist Diversifikation. Die Zahlen insgesamt sind gut, also hat der Sektor mit einer Diversifikation gut reagiert, aber bis jetzt wurde die Lücke nach dem Verlust des russischen Marktes nicht gefüllt.

Bio
Im Gegensatz zu anderen Branchen, wo es Probleme gibt, wächst die biologische Branche sehr schnell. Der Konsum wächst, aber die Mehrheit dieser Produkte werden eingeführt und sind nicht aus der einheimischen Produktion.

"Die Europäische Union hat die letzten zwei Jahren die Regulierung für Bio diskutiert. Viele EU-Erzeuger warten auf die endgültige Entscheidung. Ich sorge mich sehr, weil es in manchen Sektoren goldene Chancen gibt für eine Umstellung auf Bio, aber die Erzeuger sind gezwungen auf eine genaue Gesetzgebung zu warten. Wir müssen den Prozess beschleunigen und die Diskussion beenden. Dann erst haben wir einen einheitlichen Spielraum mit dem Rest der Welt. Wir hoffen auf die Vereinbarung eines Abkommens bis Ende Juni, aber das müssen wir abwarten," sagte Diego.


Bild: Anwesende während der Präsentation.

Importe/Pestizide
Es wurde betont, dass, was die Einfuhr betrifft, die EU tüchtig arbeitet für eine Übereinstimmung. Diego betont, dass diejenige, die in die EU importieren wollen, die europäische Regulierungen befolgen müssen. Er erwähnte aber, dass es einige Bitten gibt für die Genehmigung bestimmter Stoffe.

"Wir wollen die heutige Lage was die Pestizide angeht einigermaßen regulieren. Die Gesetzgebung ist sehr ungleich und wir sollten die jetzigen Regulierungen vereinheitlichen. Viele Menschen wollen im biologischen Bereich Übereinstimmung mit der EU haben. Wir haben einen 'sexy' Markt, wir sollten das nutzen um die SPS-Barrieren (phytosanitäre Maßnahmen) zu entfernen. Wenn ein bestimmtes Land ein Bio-Abkommen mit uns verhandeln möchte, sind wir in der Lage auf die Beseitigung aller SPS-Barrieren zu bestehen. Bio kann einen großen Einfluss haben während der Verhandlungen." gab Diego uns weiter.

Geografische Andeutung
Die Zahl der Produkte in der EU mit einem GI (Geografischer Andeutung) nimmt zu und rezente Zahlen zeigen, dass diese Produkte einen höheren Preis erzielen als die Produkte ohne. Im Durchschnitt sind die Preise für GI-Produkte 2,23 mal höher. Es gibt hohe Zahlen aus Italien, Frankreich, Spanien, aber es gibt auch gute Preise für Länder wie Rumänien und Bulgarien, die relative neu sind in der EU. Diego sagte, er hoffe die Anzahl der GI's pro Land werden gleichmäßiger über die Länder verteilt. Momentan sind 38 Prozent der Produkte die als GI verzeichnet sind aus der O&G-Branche.

Ausländische Märkte
"In der Vergangenheit wurde zu viel Akzent gelegt auf die Binnenmärkte und jetzt haben die Außenmärkte der EU die größte Priorität. In der Vergangenheit haben wir 160 Programme des Sektors finanziert. Davon war mehr als 70 Prozent auf den Innenmarkt gerichtet. Jetzt möchten wir den Brennpunkt umstellen."

Voriges Jahr wurden einige neue Regulierungen für die Außenmärkte zugelassen. Beispiele sind ein Arbeitsprogramm, intensivierte Kampagnen in Drittweltlländern und Multiförderprogramme zwischen verschiedenen Mitgliedsländern. Die Europäische Kommission kofinanziert ungefähr 80 Prozent dieser Investitionen und die Investitionshöhe hat jetzt bis 200 Millionen pro Jahr zugenommen.


Bild: Gerard Backx von HZPC Holland GmbH stellt eine Frage an Diego Canga Fano.

Vor allem für die Multiprogramme gibt es viel Aufmerksamkeit. Die Kommission bemerkt wegen der Zahl der Anträge, dass das Interesse für Asien (China, Japan) und Nord-Amerika (VS und Kanada) groß ist.

"Wir wählen für Besuch und Investitionen die Länder, die ein Potenzial für Geschäftsdiplomatie haben, wie Indonesien, Vietnam, Kolombien usw., die ihr Potential zeigen, aber nicht notwendig die 'sichere' Wette sind. Bitte ergreifen Sie diese Gelegenheit. Wir wünschen, dass Sie Geld verdienen, für uns ist es egal ob Sie unter der Fahne Ihres Heimatlandes oder unter der EU-Fahne handeln. Wenn Sie uns nur Wachstum und Stellen bringen. Die europäische Geschäftsdiplomatie ergänzt die nationale Diplomatie," schließt Diego.
Erscheinungsdatum:

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