Von diesem Müll geht über die Hälfte (54%) in Produktionsprozessen, wie der agrarkulturellen Produktion und der Bearbeitung nach der Ernte, verloren. Die anderen 46% landen während der Verarbeitung, Distribution und nach dem Konsum im Abfall. Dadurch entstehen der weltweiten Wirtschaft jährliche Kosten von über 750 Billionen US-Dollar. Lebensmittel-Abfall-Angebote bergen ein großes Potential, den Druck auf die natürlichen Ressourcen zu verringern und die verschärfte Balanz zwischen Angebot und Nachfrage zu entspannen.
Im September 2015 stimmten die United Nations (UN) einem Abkommen zu, den Lebensmittelabfall pro Kopf bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Dadurch, dass die Reduktion von Lebensmittelverlusten und Lebensmittelabfall jetzt eins der weltweiten Entwicklungsziele der UN ist, entstand ein neuer Präzedenzfall.
"Die Menge der Lebensmittel, die auf dem Fließband zurückbleibt, kann deutlich etwas ausmachen, da sie bisher als Müll gesehen wird, für den es keine weitere Verwendung mehr gibt. Deswegen haben die Prozessoren immer mehr Interesse daran, den Müll zu reduzieren. So können sie die Ineffizienz verringern, die Fixkosten senken und die Gewinne vergrößern."
"Es gibt viele Faktoren, die zu Lebensmittelabfall führen können - es fängt nicht erst bei der Verarbeitung an. Wenn wir von Anfang an den Bauern beobachten, der den Samen säät, und jeden Schritt des Produktionsprozesses untersuchen, kann man versuchen, die Lebensmittelverschwendung zu eliminieren."
"Ein anderer Weg, Müll zu vermeiden ist es, die Sortiermaschinen selbst einzubinden. Heutzutage sollte der Fokus darauf liegen, wie viele gute Produkte unnötigerweise vom Fließband aussortiert werden und wie die Maschinen optimiert werden können. Je weiter man sich in den Produktionsprozess begibt, desto höher wird der Wert der Produkte, da man die Bleichungs-, Gefrier- und Lagerungsstationen erreicht."
"Wir beobachten, dass diese Evolution sehr schnell von statten geht. Noch vor 15 Jahren wurden 90% der Sortierungsarbeiten manuell von Arbeitskräften erledigt. Heute werden in Westeuropa Jahr für Jahr die Maschinen verbessert, um eine höhere Lebensmittelsicherheit und weniger Lebensmittelabfall zu garantieren. Auch sehen wir, wie menschliche Intelligenz in die Maschinen integriert wird, indem wir den Akteuren eine größere Kontrolle darüber geben, wie sie sortieren wollen."
"Außerdem wollen auch die Lebensmittelproduzenten und -prozessoren ihre Nachhaltigkeitspläne verbessern, da die Reduktion von Lebensmittelabfällen schon bald entscheidend sein wird, um die Corporate Sustainability zu erhalten. In diesen Tagen wird der gesamte Lebensmittelverarbeitungs-Sektor viel effizienter, was Energie und Müll betrifft und es gibt für den Verarbeitungsprozess viel mehr Werkzeuge, um das meiste aus der Produktion herauszuholen."
Genauer gesagt ist zum Beispiel das "Steam Peeling" (Dampf schälen) ein Prozess, der Lebensmittelabfall in der Kartoffelindustrie bekämpfen kann, da so 1,000 Kartoffeln in 4-5 Sekunden geschält werden können. Durch die Geschwindigkeit des "Steam Peelings" geht so wenig Fleisch, wie nur möglich, veloren. Während man gleichzeitig durch die Nutzung deutlich sparen kann.
"Beim "Steam Peeling" wird die Feuchtigkeit unter der Kartoffelhaut durch Hochdruckdampf erhitzt. Dadurch weitet sich die Feuchtigkeit rasant aus - in weniger als einer Sekunde - und trennt so die Haut vom Fleisch. So wird die Form der Kartoffel erhalten und nur eine minimale Abfallmenge erzeugt."
"Beispielsweise spart ein großer Produzent in der Pommesindustrie, seit er seine Kartoffeln durch "Steam Peeling" schält, bereits eine Menge und das nicht nur an Müll, sondern auch an der Menge des Dampfs, der benötigt wird."
"In seinem neusten Nachhaltigkeitsbericht gab das Unternehmen vor Kurzem bekannt, dass es nun pro Tonne Kartoffeln 20% weniger Dampf benötigen würde und dass die Maschine jetzt viel schneller schälen würde, als vor der Installation. Dieser Fall zeigt deutlich, dass "Steam Peeling" sowohl Zeit, als auch Geld spart."
Momentan verarbeiten TOMRAs "Steam Peeling"-Maschinen weltweit etwa 20 Millionen Tonnen Kartoffeln pro Jahr. Dabei wird der Umsatz möglicherweise um bis zu 1% gesteigert werden und bei einem durchschnittlichen Konsum von 25kg Kartoffeln pro Person im Jahr, könnte eine Einsparung von 1%, Kartoffeln für mehr als 8 Millionen Menschen bedeuten, ohne dass extra Ressourcen gebraucht oder zusätzliches Land bestellt werden müsste.
Obst und Gemüse wird aufgrund optischer Mängel weggeworfen. TOMRA Sorting Food kann den Prozessoren dabei helfen, diese Produkte zu anderen Zwecken zu verarbeiten.
Zusammenfassend, erklärt Steve, dass TOMRA Sorting Food weiterin mit seinen Kunden und vielen anderen Unternehmen nachhaltige Lösungen entwickeln wird:
"Die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot - ein Hauptgrund für Lebensmittelverschwendung - entsteht dadurch, dass Bauern nicht den geeigneten Markt für ihre Produkte finden und sie auf dem Feld verrotten lassen und auch an Supermärkten, die die Produktbestellungen in der letzten Minute verkleinern und den Produzenten mit, dann unverkäuflichen, Produkten alleine lassen."
"Es wird immer Verbesserungsbedarf in einigen Bereichen geben. Wir müssen den Druck auf die natürlichen Ressourcen verringern und die Lebensmittelverschwendung weltweit eindämmen, indem wir erkennen, wo der Müll entsteht und dann damit angemessen umgehen."