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Ostdeutschland: Kartoffelpreise 44. KW 2015

Packer kündigen höhere Preise für Lagerware an

Mecklenburg - Vorpommern
In dieser Woche bleiben die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln noch unverändert auf Vorwochenniveau. Erste Kartoffeln aus dem Lager kommen jetzt in die Abpackung. Für diese Lagerware fordern die Verkäufer Preisaufschläge von 2 bis 3 EUR/dt gegenüber der Feldware. Diese Preiserhöhung wird ab der nächsten Woche teilweise vom Lebensmitteleinzelhandel getragen. Die Handelsketten zahlen dann mindestens 1 EUR/dt mehr. Die letzten Einkellerungsaktionen dieses Jahres sind gelaufen. In den strukturarmen Gebieten werden die Käufer teils noch zu Hause beliefert. Der treue Kundenstamm wird jedoch immer kleiner, so dass sich das Geschäft immer weniger lohnt. Vereinzelt wird von Lagerproblemen berichtet. Insbesondere festkochende stärkearme Sorten sind im Lager sehr fäulnisanfällig, teils mussten Partien entsorgt werden. Die Schälkartoffelpreise halten das Niveau der vergangenen Woche. Für die kommende Woche wurden leichte Preiserhöhungen angekündigt.


Quelle: MIO-Lallf

Brandenburg
Die letzten Restbestände an Feldware werden zu unveränderten Konditionen gehandelt. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Erzeugerpreise für Speiseware stabil. Für die kommende Woche haben Packer nach Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel höhere Preise für Lagerware angekündigt. Werbeaktionen mit ungewaschenen Knollen in 10 kg Gebinden sorgten in der vergangenen Woche für guten Absatz. Am Schälkartoffelmarkt halten die Preise noch das Niveau der vergangenen Woche. Neubezugvon Schälrohware ist deutlich teurer geworden, teils werden bereits 3 EUR/dt mehr verlangt. Preisaufschläge für geschälte Kartoffeln wurden bereits angekündigt.


Quelle: MIO-Lallf

Sachsen
Feldware ist kaum noch verfügbar. Die Speisekartoffelernte ist überwiegend abgeschlossen. Der hiesige Markt ist leicht unterversorgt. Die Preise für durchgeschwitzte Lagerware sind im Vergleich zur Vorwoche teils um 2 EUR/dt angehoben worden. Für Qualitätsware werden von Packern hierzulande Spitzenpreise gezahlt. In einigen Lagerhäusern hältder Schwitzprozess je nach Einlagerungszeitpunkt und Sorte noch an. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Für die nächste Woche sind Preiserhöhungen angekündigt worden.

Sachsen - Anhalt
In einigen Regionen sind die Erntearbeiten noch voll im Gange. Die Niederschläge der vergangenen Woche hatten die Rodearbeiten unterbrochen, teils waren die Böden zu Wochenanfang noch zu feucht zum Ernten. Das sonnige Wetter der aktuellen Berichtswoche wird für einen zügigen Erntefortschritt sorgen. So kursiert immer noch Feldware am hiesigen Speisekartoffelmarkt, für welche die Erzeugerpreise stabil auf Vorwochenniveau geblieben sind. Für durchgeschwitzte Lagerware werden bereits 2 EUR/dt mehr gezahlt. Höhere Preise lassen sich aber noch nicht bei allen Handelsketten durchsetzen. Die Exportnachfrage kann nach wie vor nicht umfassend bedient werden, teils stimmen die Preisvorstellungen nicht überein. In den Schälkartoffelmarkt kommt Bewegung. Schälrohware ist knapp und im Preis deutlich angezogen. Ab kommende Woche sind Preisanpassungen für geschälte Speiseware angekündigt worden.

Thüringen
Die Rodearbeiten sind immer noch nicht abgeschlossen. Nochkommt etwas Frischware vom Feld, die zu stabilen Konditionen der vergangenen Wochen vermarktet wird. Die Speiseware im Lager steckt vielerorts noch mitten im Schwitzprozess. Für bereits durchgeschwitzte Lagerware werden Preisaufschläge von 2 bis 3 EUR/dt gezahlt. Nicht jeder Abpacker muss aber bereits auf diese Ware zurückgreifen, sodass die Preisunterschiede teils erheblich sind. Der Absatz im Packgeschäft ist weiterhin ruhig. Versandhändlerberichten von guten Umsätzen. Die Preise für geschälte und gedämpfte Ware haben sich auf Vorwochenniveau halten können. Für die kommenden Wochen sind höhere Schälkartoffelpreise angedacht worden.


Quelle: www.lallf.de

Erscheinungsdatum:



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