Dänemark: Rennen gegen Lebensmittelverschwendung gewinnen?

Auf einem Festival auf der dänischen Insel Fyn, riecht ein schnell-sprechender dänischer Star-Koch an einer Zutat, die er "total verboten" nennt und mischt sie in einen Topf mit Eintopf. Es ist Sahne, und sie läuft heute ab.

Das steigende Wohlwollen der Dänen, Produkte wie gerade-abgelaufene Milchprodukte zu kaufen und zu konsumieren hat Dänemark wohl zu den weltweiten Champions im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung gemacht. Einem aktuellen Bericht der dänischen Regierung nach, werfen Dänen jetzt 25 Prozent weniger Essen weg, als noch fünf Jahre zuvor.

Holm ist einer der vielen Leute, die dafür gearbeitet haben, dass das jetzt so ist, und das ist auch der Grund, warum er heute hier ist: um zu beweisen, dass abgelaufene Produkte, die hinten im Kühlschrank liegen, noch immer lecker sein können. Zwei Stunden lang läuft er durch die Küche und häuft Produkte unordentlich auf seinem Küchenwagen an: lädierter Basilikum, schlaffes Baguette, zerquetschte Tomaten und große Mengen an beginnend grau werdendem Fleisch.

Ein paar Jahre zuvor wäre das wohl noch als radikale Kunstvorstellung durchgegangen. Heute lächelt sein Publikum zustimmend, muss aber scheinbar nicht dazu überredet werden. Dänen schmeißen im Vergleich zu den U.S., wo es 273 Pfund pro Person pro Jahr sind, 104 Pfund an Lebensmitteln weg.

Wenn Holm ein Botschafter von Dänemarks Anti-Verschwendungs-Bewegung ist, so ist die Königin Selina Juul, eine peppige 35-Jährige, die als Jugendliche aus Russland emigiert ist.

2008, nach Jahren des Ensetzens darüber, wie groß die Menge an Lebensmitteln ist, die in dänischen Mülleimern landet, gründete Juul die Organisation Stop Wasting Food. Juul erstellte eine Facebook Gruppe und zwei Wochen später kam sie damit in die nationalen Medien, wo sie seitdem eine dauerhafte Erscheinung ist.

Es war eine effiziente Strategie, da individuelle Konsumenten für 36 Prozent der Lebensmittelverschwendung in diesem Land verantwortlich sind, danach kommen laut Zahlen des Ministeriums für Umwelt und Lebensmittel, Einzelhändler (23 Prozent), die Lebensmittelverarbeitung (19 Prozent) und die Lebensmittelherstellung (14 Prozent).

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