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Mehr Nachfrage in Europe nach gereiften und faserlosen Mangos

Spanisches Volumen -50%, erste Einschätzung Peru positiv

Weltweit scheintdie Produktion von Mangos nicht mit der Nachfrage Schritt halten zu können.Weitere Märkte öffnen sich jetzt für die tropischen Früchte, es wird erwartet,dass die Preise dadurch weiter fallen. Darüber hinaus ist der Markt wegen derkurzen Erntezeit des jeweiligen Herkunftslandes sehr wechselhaft und bietetwenig zeitlichen Spielraum. In Europa besteht deutlich die Vorliebe für Sortenohne Fasern, hier schneiden Keitt und Kent besonders gut ab. Auf der anderen Seite der Welt, in China, bestehteine Vorliebe für die Sorten Big Tai Mango, Small Tai Mango und die kleine TaiAiwen Mango. Sowohl in den USA als auch in Europa werden gute Preise erzielt. Wegeneiner schlechten Saison in Spanien, sind die Erträge in diesem Jahr deutlich geringer. Israel dahingegen profitiert von diesemEinbruch, jedoch sind die Liefermengen nicht sehr groß. Peru erwartet einenbesseren Ertrag ab Dezember, El Niño könnte die Ernte aber immer noch zerstören.



Israel mit gutem Marktanteil in Europa
Die Mango-Saison ist invollem Gange und dauert bis Mitte Oktober. Verschiedene Sorten wie Shelly, Omer,Kent en Keitt bieten europäischen Importeuren viele Möglichkeiten für dieReifung. Die traditionell schwere Saison läuft von Ende Juli bis Mitte August. Indiesem Jahr fällt die Erne mit etwa 40% geringer aus. Ab dem 20. August  werden die Erträge von Keitt und Kent geerntetund der Markt wird sich wieder erholen.

Für die kommendenMonate erwartet Israel einen guten Markt in Europa, da durch kleinere Erträge wachsendeNachfrage entsteht.  Israel hat einekleinere Ernte aufgrund des Winterwetters und auch Spanien erwartet geringere Erträge,was den israelischen Exporteuren extra  Chancen bietet. Da mehr Bauern ihre Produkte fürden Export anbieten, wird das Volumen im Export zunehmen. Daneben sind sie aufder Suche nach neuen Märkten, darunter Großbritannien, Russland, Südafrika,Kanada und Ostasien. Das Land hat eine Fläche von 1600 Hektar, mit denwichtigsten Produktionsgebieten im Jordangraben.

Belgien: mehr Nachfrage nach gereiftenund faserlosen Mangos
Ein belgischer Importeur,mit einer Produktion von etwa 6500 Tonnen Mangos jährlich, gibt an, das sich dieTendenz im Markt mehr und mehr zur gereiften und faserlosen Mango entwickelt. DieMenge der verkauften, noch nicht gereiften, Produkte nimmt jährlich zu Gunstender gereiften Mangos ab. Der Importeur konzentriert sich auf faserlose Mangos.Eine Herausforderung, die der Importeur bewusst ignoriert, ist die Tommy AtkinsMango aus Brasilien, die das ganze Jahr über  gut verfügbar ist, aber viel Fasern im Fleischenthält. Kent und Keitt stehen an der Spitze des Marktes. Vor einigen Jahren probierteder Importeur die Einführung und dem Import von gelben Mangos aus Indien undPakistan. Obwohl die Frucht auf dem Markt zur Spitzenqualität gehört, gab eskeinen Markt für sie in Belgien.

Spanisches Volumen um 50% verringert
Nach einem außergewöhnlichguten Jahr, in der Branche als 'onyear' bezeichnet, wird erwartet, dass Spanienin dieser Saison mit einem 'off year ' zu rechnen hat, undmit einer Abnahme des Volumens um 50%. Im vergangenen Jahr übertraf das Volumen 24.000Tonnen. Für die OsteenSorte, mit einem 90%-tigemMarktanteil in der spanischen Anbaufläche,wird ein Rückgang von 50% erwartet. Es wird erwartet, dass Keitt und Kent mit einem Anstieg von15% zu rechnen haben. Auch in diesem Jahr,erwarten die Erzeuger wieder einen hohen Preis zuerzielen. Mit 2 Euro pro Kilo im vergangenen Jahr, waren die Preise bereits gut. "In diesem Jahr erwarten wir vergleichbare oder sogar höhere Preise",sagt ein spanischer Händler. Und während im vergangenen Jahr die Saison mit Preisen zwischen6 und 14 Euro pro Box begonnen hatte,rechnet ein anderer Händler mit Preisen über 10 Euro.Die spanische Mango erobert den europäischen Markt, mitPreisen vergleichbar mit denen von eingeflogenMangos.

Französischer Markt im Sommer begrenzt
Währendder Sommermonate gibt es nur eine begrenzte Ernte an Mangos.Der Wettbewerb mit Sommerfrüchten ist hart.Mit dem Ende der Saison wird erwartet, dass der Markt für Mangos in den kommenden Wochen wieder anzieht. Gegen Ende September erreichtder Markt seinen Höhepunkt  Ein Händler sagt dazu: „Es wird erwartet, dass der größteTeil der Einfuhr, 60%, an den französischenMarkt geliefert wird, die restlichen Bestände in andere europäische Länder. Die wichtigstenHerkunftsländer sind Brasilien, Peru,Senegal, Südafrika und dieElfenbeinküste. "Für Europaund Frankreich, sind Keitt undKent die Favoriten", sagt der Importeur. Indiesem Monat, verschiebt sich dieEinfuhr vom Senegal, mit einem Anteil von 800 Tonnen,nach Brasilien, wo der Importeur hofft 1200 Tonnenzu importieren.

Deutschland: Tommy Atkins verliert an Boden
Auch in Deutschland ist in den vergangenen drei Jahren die Nachfrage nach gereiften und faserlosenMangos stark gestiegen. Tommy Atkins verliert hier Marktanteile an Kent,Keitt und Palmer.Hauptlieferanten sind derzeit Puerto Rico und Brasilien. Die senegalesische Saison ist fast vorbei, und der Beginn der Saison in Israel und Spanien wird erwartet. Der deutsche Konsument bevorzugt die Größen 7, 8 und 9,die reichlich vorhanden sind.Die Nachfrage ist am stärksten zwischenOktober und Juni.

Lateinamerika
Brasilienund Peru sind die wichtigsten Exportländer für die Sorten von Kent und Keitt. Während Palmer praktisch das ganze Jahr ausliefert, kommendie Mangos aus Brasilien zwischen Oktober und Januar aufden Markt. Lieferungen aus Peru werden hauptsächlich von Januar bis März, und vor allem, durch Kent aufden Markt gebracht.

Guatemala: erste Mangos nach Spanien und Deutschland
Im lateinamerikanischenGuatemala, sind es derzeit acht Unternehmendie Mangos exportieren.  2,9% derProduktion gehen auf den amerikanischenMarkt, etwa 10% sind für den europäischen Markt bestimmt. In diesemJahr wurden die ersten Mangosnach Deutschland und Spanien geflogen. Es wird erwartet, dass sich derExport in diese Länder imnächsten Jahr erhöht. Die Öffnung des chilenischen Marktes, wird auf Regierungsebene starkvorangetrieben. "Wir denken, dassist eine gute Chance, weil sich die Saison nicht mit Peru,Ecuador und Brasilienüberschneidet, im Vergleich zu anderen Ländern die nachChile exportieren. Unsere Saisondauert von März bis Mai“, sagt ein Exporteur. Allesin allem umfassen die Anbaugebieteetwa 6000 Hektar, wovon ca. 5.000von Tommy Atkins gepflanzt wird. Die anderen Hektar sind aufgeteilt unterAtaulfo (500 ha),Kent (300 ha) und Keitt (200).

Peru: bessere Saison erwartet
Der Anbauvon Mangos ist ein wichtiger Arbeitszweig für viele Peruaner.Die Anbaufläche erstreckt sich über27.000 Hektar verteilt auf 14.000Bauern. Vor allem in den Regionen, Piura, Lambayequeund Ancash, sind vieleBewohner abhängig vom Mango Anbau. Die Saison 2013-2014 (Dezemberbis März) hatte eine gute Ernte, in diesem Jahr wird die Ernte geringer ausfallen. Die Ausfuhr in der Saison 2014-2015 belief sich auf 130.000 Tonnen, wovon 104.000 (80%)Tonnen frisch, und 18.000 Tonnen(14%) eingefroren waren. Die Mangos der übrig gebliebenen Tonnen wurden in Säfte verarbeitet oder getrocknet. Für diekommende Saison wird eine guteProduktion erwartet, obwohl ElNiño die Produktionnoch immer beeinflussen kann. Ende Oktober, wird mehrüber das Volumen der zu erwartenden Ernte bekannt sein.

Hauptabsatzmärktesind dieNiederlande, mit einem Anteil von 37,08%, gefolgtvon den USA  (34,02%) und England (11.94%). Der größte Konkurrent zuBeginn der Saison ist Ecuador,obwohl eine peruanische Firma davon ausgeht, dass sich die Länder auch gegenseitig ergänzen. Für den europäischen Markt ist Brasiliender größte Konkurrent, vor allem, weil dieafrikanischen Länder noch keinen Fuß gefasst haben,sagt ein Exporteur.

USA: gutePreise für kleine Größen
An derWestküste ist die Nachfrage nach kleinenGrößen besonders hoch. Dies ist nicht gut für den Handel, weil diemeisten Händler Mangos von größeren Sorten haben, ähnlich der Keitts. Diese Mangos sind importiert aus Mexiko. Brasilianische Mangos finden ihren Weg an die Ostküste, wodie Nachfrage grösser ist. Grund dafür sinddie geringen Vorräte, dasich die mexikanische Saison demEnde neigt und Brasiliennoch keine Spitzen Erträge erzielt. Wenn Lieferungen ausEcuador, die in der Regel  Ende Oktober beginnen, später beginnen als üblich, werden die Preise nochfür eine Weile hoch bleiben. Durchschnittlichbringt eine Kiste Mangos ausBrasilien zwischen 9 und 10 Dollarein.

Chinesische Nachfrage am höchsten rund um das Frühlingsfest
Taiwan und Thailand sinddie größten Zulieferer von Mangos nach China. Diese Länder exportieren, die größtenErträge, vor allem die Sorten Aiwen und Golden Mango. Die Import Saison läuft inder Regel von Juni bis August. Für die besseren Klassen jedoch, gehen die chinesischenImporteure auf Suche in Australien. Der Höhepunkt der australischen Einfuhr istim Februar, zeitgleich mit dem chinesischen Frühlingsfest, was die Preiseweiter in die Höhe treibt.

Neben derEinfuhr, hat das Land auch einen eigenen Anbau. Nach Indien ist China dergrößte Produzent von Mangos weltweit. Hauptanbaugebiete sind Guangxi undHainan. Die Saison in Hainan beginnt im April, mit den Sorten Big Tai Mango undkleine Tai Mango, die in der Qualität konkurriert  mit der Einfuhr aus Australien und Taiwan,aber billiger ist. In Guangxi ist die meist produzierte Sorte die Guiqi Mango.

DieMango isteine beliebte Frucht in Chinaund der inländische Anbau ist auf dem Vormarsch, nachdem Regionen wieHuaping, in der Provinz Yunnan, in den Anbauinvestiert haben. Derzeit pflanzen etwa 6500 Kleinbauern Mangosan. Im Jahr 2020 will die Region die Anbaufläche auf20.000 Hektar erhöht haben,mit einem Ertrag von 300.000 Tonnen.Die Mangos ausdieser Region aber, sind wenigerbeliebt als die Früchte ausHainan und Guangxi.

Australien exportiert nach China
Seit 2004 hat Australienden Zugang zum chinesischen Markt. China importiert vor allem die besserenKlassen aus dem Land. Die beliebteste Sorte für den Export nach China ist dieBowen Mango.

Die größteNeuigkeit ist, dass es eine geteilte Ernte im „Northern Territory“  geben wird - zusätzlich blühende Bäume bedeuten,dass zweimal geerntet werden kann. Nach wie vor wird erwartet, dass sich dieAusfuhr bis zu 20% erhöht, und die Ernte Mitte November beginnt.


Jede Wocheveröffentlicht FreshPlaza einen Überblick über die Marktsituation von einemProdukt in einem weltweiten Kontext. Mit diesen Artikeln ist es unsere Absicht,eine Vorstellung von einem Weltmarkt, der immer kleiner wird als Folge derGlobalisierung, zu geben. Nächste Woche richtet sich das Rampenlicht aufMandarinen.



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