Brandenburg wird knackiger
Die Gewächshäuser, in denen die wärmeliebenden Pflanzen der Gattung Nachtschattengewächse reifen, stehen an einem Arm der Alten Oder. Bralitz liegt etwa fünf Kilometer von Bad Freienwalde entfernt. Sie gehören dem märkischen Obst- und Gemüseanbaubetrieb Werder Frucht, der 150 Mitarbeiter beschäftigt.
Auf einer Fläche von knapp fünf Hektar werden seit dieser Woche fünf bis acht Tonnen Paprika geerntet, sagt Geschäftsführerin Petra Lack. Meist sind es rote Früchte, die an Geschäfte in der Region geliefert werden. Werder Frucht wagt bereits den zweiten Anlauf in Sachen Paprika. Vor zehn Jahren scheiterte die Idee wegen mangelnder Nachfrage. Doch nun hoffen die Bralitzer, dass ihr Produkt reichlich Käufer findet. „Ob es sich diesmal rechnet, entscheiden wir zum Ende der Saison“, sagt Lack.
Das wird im Herbst sein. Werder Frucht hat sieben Millionen Euro in die Gewächshäuser investiert. Die größten Konkurrenten sitzen in den Niederlanden. Nur etwa zwei Prozent der bundesweit verkauften 300 000 Tonnen Paprika stammen aus heimischer Produktion, vor allem Baden-Württemberg ist darauf spezialisiert. Schon eine halbe Paprika deckt den täglichen Vitamin-C-Bedarf.
Quelle: www.berliner-kurier.de